Großes Echo auf Einladung der Vorgarteninitiative Senden
Pflegeleicht ist nicht schwer

Senden -

Überrascht und erfreut von der Resonanz zeigt sich die Vorgarteninitiative Senden, die zu einem Fachvortrag eingeladen hatte. Das Interesse war mit über 60 Zuhörern groß.

Freitag, 06.09.2019, 17:06 Uhr
Gabriele Christensen referiert auf Einladung der Vorgarteninitiative Senden.
Gabriele Christensen referiert auf Einladung der Vorgarteninitiative Senden. Foto: Vorgarten-Initiative

Mit diesem großen Ansturm hatte die Vorgarteninitiative Senden nicht gerechnet: Über 60 Zuhörer aus Senden und Umgebung verfolgten am Donnerstagabend den Vortrag der leidenschaftlichen Gärtnerin Gabriele Christensen zum Thema „Anlage eines pflegeleichten Vorgartens“. Nach kurzer Begrüßung durch Klaus Dallmeyer und Rolf Wiederkehr , als Vertreter der Initiative, erklärte die Referentin Schritt für Schritt die Planung und Durchführung eines solchen Vorhabens.

Sie habe einmal in ihrem Garten 300 Tulpenzwiebel ausgebracht – und keine sei gekommen. Es war ein Festmahl für die Wühlmäuse meinte sie schmunzelnd und zeigte so auf, dass sich nicht alle Wünsche realisieren lassen. Man müsse die Gegebenheiten im Garten akzeptieren und vor allem die individuellen Ansprüche der Pflanzen berücksichtigen.

Während der Standort (sonnig, halbschattig, schattig) noch leicht zu bestimmen sei, werde es bei der Bodenbeschaffenheit schon etwas komplizierter. Aber hier reiche es schon, zum Beispiel lehmigen oder sandigen Boden voneinander zu unterscheiden, eine wissenschaftliche Bodenanalyse ist nicht erforderlich. Hat man aber viele Schnecken oder Mäuse im Garten, so kann man durch die Auswahl robuster Stauden durchaus entgegenwirken. Das A und O der Pflegeleichtigkeit bestehe zum einen in der Beschränkung der Anzahl verschiedener Stauden oder Gehölze und zum anderen in der ganzflächigen Bedeckung des Bodens.

Bis dieser Zustand im Verlaufe weniger Jahre erreicht wird, muss allerdings auf den brachliegenden Flächen auch mal gejätet werden. Die geschlossene Pflanzendecke bietet nicht nur einen idealen Verdunstungsschutz und ist daher aufgrund des fortschreitenden Klimawandels äußerst sinnvoll, heißt es in der Pressemitteilung der Vorgarteninitiative Senden, sondern liefert anderseits auch viele unterschiedliche Kleinklimata und Lebensräume für Insekten und kleine Wirbeltiere. Dadurch kann man sich Bewässerung sparen und benötige auch keine Pflanzenschutzmittel.

Bei der Pflanzenauswahl liegt man am besten mit sogenannten Universalisten, die große Schwankungen in Bezug auf Wasservorkommen und Temperatur vertragen können. Ein solcher Vorgarten sei dann auch durchaus pflegeleichter als ein mit Flies und Schotter versehener Garten, der durch den Eintrag von Erde, Sand und Samen aus der Luft nicht nur verunkraute, sondern auch verschmutze, was einen zusätzlichen Reinigungsbedarf erfordere. „Wir wollen auf keinen Fall vorschreiben“, so Rolf Wiederkehr, „wie jemand seinen Garten gestalten solle.“ Eine Mischung aus Solitärstauden (ein Exemplar), Gruppenstauden (fünf bis sieben) und flächendeckenden Bodendeckerstauden sei ideal für den Vorgarten, so Christensen. In der von der Vorgarteninitiative zusammengestellten Pflanzenliste konnten sich die Besucher schon mal einen Eindruck verschaffen, welche Stauden für welchen Standort geeignet sind, mit welcher Farbe sie blühen oder wie hoch sie werden. Die Referentin empfahl bei der Pflanzenauswahl auf Qualität zu achten und sich in Fachfirmen beraten zu lassen.

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