Neue Hundekot-Beutel
Gemeinde setzt auf mehr Nachhaltigkeit

Senden -

Abschied von den schwarzen Beuteln: Hundekot landet künftig in gelben Tüten, die zu 85 Prozent aus erneuerbaren Rohstoffen bestehen. Die neue Farbe soll einen weiteren Zweck erfüllen.

Mittwoch, 11.09.2019, 16:50 Uhr aktualisiert: 11.09.2019, 19:56 Uhr
Thomas Gnegel, Mitarbeiter des kommunalen Bauhofes, bestückt die Spender mit den Hundekot-Beuteln in den Grünanlagen.
Thomas Gnegel, Mitarbeiter des Bauhofes, bestückt die Spender mit den Hundekot-Beuteln in den Grünanlagen. Foto: Gemeinde Senden

Die Gemeinde Senden hat in vielen Grünanlagen Spender für Hundekot-Tüten aufgestellt. Die Mitarbeiter des Bauhofs füllen sie regelmäßig nach. Dieser Service für Hundehalter wird gut angenommen, heißt es in der Pressemitteilung der Gemeinde. Denn so wird es ihnen leichter gemacht, ihrer Pflicht nachzukommen, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu entsorgen. Niemand freut sich schließlich über „Tretminen“.

Bislang wurden schwarze Beutel aus Recycling-Kunststoff verwendet. „Deren Öko-Bilanz ist besser als die von üblichen Plastiktüten, da sie zu 100 Prozent aus Produktionsabfällen hergestellt werden“, erklärt Holger Bothur , Leiter des Fachbereichs Bürgerservice und Ordnung. „Dennoch bestehen sie aus Erdöl, und damit aus einer nicht erneuerbaren Rohstoffquelle, so dass wir uns entschieden haben, etwas zu verändern“, erläutert Bothur die Hintergründe der Umstellung.

Im Sinne der Nachhaltigkeit verwendet die Gemeinde ab sofort andere Hundekot-Tüten. Diese leuchtend gelben Beutel, bestehen zu mindestens 85 Prozent aus erneuerbaren Rohstoffen. „Es handelt sich hier aber immer noch um ein nicht kompostierbares Material“, stellt Karola Housel aus dem Ordnungsamt klar. „Auch diese Beutel gehören in den Restmüll – in der Biotonne und erst recht in der Landschaft haben sie nichts zu suchen.“

Gegen diese Unsitte hilft vielleicht auch die neue Farbe – in Zukunft gibt es gelbe Beutel. „Zusätzlich zu dem Vorteil eines hohen Anteils an nachhaltigen Rohstoff hoffen wir, dass die leuchtende Farbe noch mehr dazu animiert, die Beutel nebst Inhalt in den Restmüll zu befördern“, wünscht sich Housel. Sie weiß dass andere Kommunen, wie zum Beispiel die Stadt Münster, bereits gute Erfahrungen mit auffälligen Farben gemacht haben.

Unabhängig vom Beutel, der verwendet wird gehört der Inhalt – also der Hundekot – aus hygienischen Aspekten nicht auf den Kompost. Hundehalter sind selbst dafür verantwortlich, eine passende Lösung für die Entsorgung des Hundekots zu finden. Damit es ihnen besonders leicht gemacht wird, kümmert sich die Gemeindeverwaltung um die Bereitstellung von Beuteln.

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