Haltung zur Kandidatur von Bürgermeister Täger
Nicht ganz ohne Bewerbungstour 

Senden -

Sebastian Täger, der parteilos aus dem Amt heraus erneut als Bürgermeister kandidieren will, bekommt Unterstützung von CDU und UWG. Die anderen Parteien beziehungsweise Fraktionen haben sich noch nicht festgelegt.

Montag, 23.09.2019, 19:24 Uhr aktualisiert: 25.09.2019, 09:58 Uhr
Die UWG Senden unterstützt Sebastian Täger (3.v.r.): Hendrik Scheiper, 2. Vorsitzender Carsten Wasmer, Vorsitzender Andreas Jülich, Fraktionsvorsitzender Thomas Hageney, Ratsmitglied Bernd Hashemian und Leon Klassen, sachkundiger Bürger (v.l.).
Die UWG Senden unterstützt Sebastian Täger (3.v.r.): Hendrik Scheiper, 2. Vorsitzender Carsten Wasmer, Vorsitzender Andreas Jülich, Fraktionsvorsitzender Thomas Hageney, Ratsmitglied Bernd Hashemian und Leon Klassen, sachkundiger Bürger (v.l.). Foto: Andreas Krüskemper

Ist das Rennen um den Chefsessel im Rathaus schon gelaufen? Manches deutet darauf hin, denn mit Sebastian Täger , der als parteiloser Kandidat aus dem Amt heraus zur Neuwahl antritt, kommt dem 47-Jährigen wohl klar die Favoritenrolle zu. Nachdem die CDU , wie berichtet, ihre Unterstützung in einem Atemzug mit der erstmaligen Bekanntgabe seiner Kandidatur bekundete, kündigt die UWG jetzt ebenfalls ihren Support für Täger an. Die anderen Parteien haben sich noch nicht festgelegt, ergab die Nachfrage.

UWG sagt Täger Unterstützung zu

Die UWG hat den Verwaltungschef zu ihrer Fraktionssitzung eingeladen und ihm ihre Unterstützung zugesichert. „Mit Sebastian Täger haben wir einen sympathischen und kompetenten Fachmann an der Spitze von Rat und Verwaltung“, lautet die Einschätzung der UWG. Sie betont in einer Pressemitteilung weiter: „Wir freuen uns, dass er sich entschlossen hat, wieder zur Wahl anzutreten und hoffen, dass wir gemeinsam vertrauensvoll und konstruktiv auch die nächsten fünf Jahre erfolgreiche Politik für Senden betreiben können“, so der UWG-Fraktionsvorsitzende Thomas Hageney.

„Wir schätzen am Bürgermeister, dass er viele Baustellen bereits erfolgreich bearbeitet hat, wobei ihm seine hohe Sachkompetenz, gepaart mit dem nötigen Fingerspitzengefühl, hilfreich zur Seite steht“, stellte der UWG-Vorsitzende Carsten Wasmer lobend fest. Auch aus der Verwaltung sei keinerlei Unzufriedenheit zu vernehmen, sodass aus sachlicher Sicht kein Grund bestehe, an einem funktionierenden System etwas zu ändern. Der Wunsch nach einer Alternative zum Amtsinhaber könne nur aus parteipolitischer Sicht erfolgen. Dass der Chef im Rathaus bei der Bekanntgabe seiner erneuten Kandidatur aber einen so engen Schulterschluss mit der CDU geübt hat, stößt bei der UWG doch auf. Und mit einem leichten Augenzwinkern, wie es in der Mitteilung heißt, habe die UWG den Bürgermeister am Ende doch noch wegen seiner vermeintlichen Nähe zur CDU kritisiert, die er nun, „nachdem er sich eigentlich freigeschwommen hat, gar nicht mehr nötig habe“, so die Mitteilung der UWG.

SPD lässt Mitglieder entscheiden

Die SPD hat sich noch nicht auf einen Kandidaten festgelegt, berichtet Lambert Lonz , Vorsitzender des Gemeindeverbandes. Zwar hätten sich die Vorstände von Partei und Fraktion mit Täger getroffen, die Entscheidung, ob der Bürgermeister von der SPD Rückendeckung erhalte, werde aber von den Mitgliedern aller drei SPD-Ortsverbände getroffen. Ihr Votum in einer noch anzuberaumenden Versammlung zähle, stellt Lonz das Prozedere dar.

FDP in der Kandidaten-Frage noch offen

Für die FDP ist die Frage ebenfalls noch offen, ob sie den Amtsinhaber bei der von ihm angestrebten Wiederwahl unterstützt. Am 30. September kommen Täger und der FDP-Parteivorstand zusammen. „Wir treffen dann erst eine Entscheidung, wie wir zu ihm stehen“, erklärt Kasten.

Grüne stimmen in Versammlung ab

Die Grünen möchten dem Bürgermeister als Bewerber für die Kommunalwahl am 13. September 2020 noch auf den Zahn fühlen. Dazu sind alle Mitglieder des Ortsvereins am 7. Oktober aufgerufen, wenn Täger bei den Grünen zu Gast ist. Dabei könnte auch eine Rolle spielen, „ob er wirklich ein ernst gemeint parteiloser Bürgermeister“ sein will, sprach Sandra Maaß einen neuralgischen Punkt an. Die Entscheidung, ob die Grünen den bisherigen Amtsinhaber weiter unterstützen, trifft die Mitgliederversammlung.

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