Lernprojekt
Schlossgraben birgt viele Arten

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International gelernt wurde beim Projekt „MINT“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) am Freitag am und im Schloss Senden: Schülerinnen und Schüler aus Hengelo, Dülmen und Senden nahmen unter anderem Wasserproben aus dem Schlossgraben.

Samstag, 28.09.2019, 17:00 Uhr
Mit vom NeanderLab zur Verfügung gestellten Mikroskopen analysierten die Schüler aus Deutschland und den Niederlanden die zuvor im Schlossgraben genommenen Gewässerproben. Dabei überraschten die Ergebnisse durchaus.
Mit vom NeanderLab zur Verfügung gestellten Mikroskopen analysierten die Schüler aus Deutschland und den Niederlanden die zuvor im Schlossgraben genommenen Gewässerproben. Dabei überraschten die Ergebnisse durchaus. Foto: Bastian Becker

Fünf Schüler des Joseph-Haydn-Gymnasiums, fünf Jugendliche des Dülmener Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums und zehn Gäste vom Montessori College im niederländischen Hengelo (jeweils Jahrgangsstufe 9) wurden zunächst von Dr. Franz Waldmann über die Schlossanlage geführt. Anschließend nahmen sie Wasserproben aus dem Schlossgraben, die gemeinsam mit Ute Cremer vom NeanderLab (Kreis Mettmann) in einem temporären Labor analysiert wurden.

Nach dem Mittagessen stand ein mathematischer Teil auf dem Programm, bei dem unter anderem ein sogenannter Soma-Würfel zusammengesetzt wurde und in einem Erlebnisparcours weitere Aufgaben zu lösen waren.

Das Projekt „MINT Lab auf Schlössern/in kastelen“ läuft auf Schlössern und Burgen im Gebiet der Euregio und wird von der EU gefördert. „Das ist eine originelle Aktion, so etwas ist immer gut. Die Schüler werden am Ende ihrer Schulzeit bestimmt an diesen Tag zurückdenken“, meinte JHG-Schulleiter Frank Wittig. „Die Nachfrage nach den Plätzen ist groß. Wichtig ist, dass die Schüler aus Europa zusammen kommen“, ergänzte Initiator Gregor Leydag, früher Schulleiter in Senden wie in Dülmen.

Nach der Einweisung durch Cremer machten sich die Jugendlichen in Kleingruppen mit Planktonnetzen daran, Tiere und Pflanzen aus der Gräfte zu holen. Anschließend legten sie jeweils in deutsch-niederländischen Zweiergruppen ihren Fang unters Mikroskop und entdeckten, dass sie erstaunliche Funde gemacht hatten. Neben den typischen Wasserflöhen, Muschel- oder Ruderflusskrebsen gingen auch seltene Exemplare wie die Teichschlange, die Zwergwespe oder die Kieselalge ins Netz. „Das ist das erfolgreichste Gewässer, was ich je gesehen habe“, freute sich selbst Expertin Cremer.

„Es ist interessant, so etwas machen wir in der Schule sonst nicht“, lobte die JHG-Teilnehmerin Hannah (14). Auch das Schloss habe sie zuvor noch nicht richtig wahrgenommen. Ihre gleichaltrige Mitschülerin Jolanda freute sich über ihre Ergebnisse: „Wir haben eine Teichschlange und eine Insektenlarve gefunden. Man kann sich nicht so gut mit den Niederländern verständigen, es ist aber okay.“

Ein Gegenbesuch im Nachbarland ist für das kommende Frühjahr geplant. „Ziel ist es, dass die Schulen später eigenständig solche Projekte realisieren“, erläuterte Projektleiter Markus Schleef (Andreas-Mohn-Stiftung).

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