Mitgliederversammlung „Aktion Hoffnungsschimmer“
Helfen trotz hoher Hürden

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Der eindrucksvolle Bericht der Reise von Jochen Reidegeld in den Norden des Iraks und Syriens stand im Mittelpunkt der öffentlichen Mitgliederversammlung des gemeinnützigen Vereins „Aktion Hoffnungsschimmer“.

Montag, 30.09.2019, 19:00 Uhr
Jochen Reidegeld, Initiator und Schirmherr von „Aktion Hoffnungsschimmer“, zog Bilanz seiner Aufenthalte im Norden des Iraks und Syriens, bei denen er sich über die Entwicklung der Hilfsprojekte informierte und verlässliche Partner aus der Region akquirierte.
Jochen Reidegeld, Initiator und Schirmherr von „Aktion Hoffnungsschimmer“, zog Bilanz seiner Aufenthalte im Norden des Iraks und Syriens, bei denen er sich über die Entwicklung der Hilfsprojekte informierte und verlässliche Partner aus der Region akquirierte. Foto: Andreas Krüskemper

Von seiner Reise nach Nordsyrien und in den Nordirak berichtete der stellvertretende Generalvikar des Bistums, Dr. Jochen Reidegeld, am Sonntagabend im Pfarrheim St. Laurentius auf der Mitgliederversammlung der „Aktion Hoffnungsschimmer“. Ob die Beschreibung der Zustände im Flüchtlingslager Al-Houl nahe Hasake, das seit seinem letzten Besuch vor einem Jahr von 15 000 auf 70 000 Menschen angewachsen ist; Bilder des Friedhofs für die gefallenen Freiheitskämpfer in Kobane, dessen jüngste Gräber aus dem August 2019 zeigen, dass der Kampf gegen den IS noch immer nicht vorbei ist, oder die Geschichte des elfjährigen schwangeren Mädchens, das vom IS entführt und vergewaltigt wurde und nach der Befreiung den Ärzten buchstäblich unter den Händen starb: Das alles sind Zeichen dafür, dass in der Region Hilfe bitter nötig ist.

Viele internationale Hilfsorganisationen müssen ihre Arbeit einschränken oder einstellen.

Dr. Jochen Reidegeld bedauert, dass die Region kaum ins Interesse der Medien rückt

„Aber das Gegenteil ist der Fall, viele internationale Hilfsorganisationen müssen ihre Arbeit einschränken oder sogar einstellen, weil die Region nicht mehr so stark in den Medien auftaucht und daher die Spenden ausbleiben“, beobachtete Reidegeld, Initiator und Schirmherr der „Aktion Hoffnungsschimmer“. Um so mehr freue er sich, dass man mit dem Kurdischen Roten Halbmond eine der wenigen Organisationen der Region als Partner gefunden habe, die nicht durch Korruption belastet seien und bei der gewährleistet sei, dass die Hilfe auch wirklich vor Ort ankomme. Gleiches gelte für den „Jesuit Refugee Service“, mit dem die Aktion Hoffnungsschimmer eine Zusammenarbeit anstrebe.

Hilfe für Selbsthilfe als Prinzip

Auf die Projekte von „Aktion Hoffnungsschimmer“ ging auch der Vorsitzende Alfred Holz in seinem Vorstandsbericht ein. Neben einer mobilen Krankenstation und einem Wasserprojekt für die Grundversorgung – viele Brunnen vor Ort sind verschüttet oder vergiftet – steht die Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund, beispielsweise durch die Unterstützung bei der Errichtung von Bäckereien oder Schneidereien.

Vereinsregularien rasch abgehakt

Die sonstigen Regularien des gemeinnützigen Vereins waren schnell abgewickelt: Holz verlas den Kassenbericht des vergangenen Geschäftsjahres, die Kassenprüfer Gerd Gebauer und Alfons Hues bescheinigten der Kassiererin Maria Mehring eine ordentlich geführte Kasse, und der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Als Nachfolger für Hues als Kassenprüfer wurde Sebastian Täger bestimmt.

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