Taxibus bietet zusätzliche Fahrten zwischen Ortsteilen und Senden an
Mehr Mobilität für mehr Freiheit

Senden -

Um die Mobilität zu erhöhen und das Mutter-Taxi öfter überflüssig zu machen, werden beim Taxibus-Betrieb zwischen Senden und den Ortsteilen mehr Fahrten angeboten.

Mittwoch, 02.10.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 09:44 Uhr
Auf zeitgemäße Mobilität auch und gerade für die junge Generation pochte Judith Sefedini, Bürgermeister Sebastian Täger und Susanne Espenhahn, die die Themen Demografie, Ehrenamt und Familienförderung betreut, greifen den Hinweis auf.
Auf zeitgemäße Mobilität auch und gerade für die junge Generation pochte Judith Sefedini, Bürgermeister Sebastian Täger und Susanne Espenhahn, die die Themen Demografie, Ehrenamt und Familienförderung betreut, greifen den Hinweis auf. Foto: Gemeinde Senden

Freiheit und Mobilität liegen eng beieinander. Auch und gerade die junge Generation pocht auf ihre Unabhängigkeit und will nicht darauf angewiesen sein, dass die Mütter-Taxis angespannt werden. Beim öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) klaffte aber noch einen Lücke, obwohl in Senden schon mehrere Angebote vorgehalten werden. Speziell mit Blick auf die jugendliche Zielgruppe gilt inzwischen ein erweiterter Fahrplan für den Taxibus T 612.

Zusätzliche Fahrten am frühen Abend

Dadurch können zusätzliche Fahrten zwischen 19 und 22 Uhr angeboten werden – und zwar sowohl zwischen den Ortsteilen und Senden als auch von Ortsteil zu Ortsteil. Wer also von Bösensell (Zustiege unter anderem im Schürbusch, an der Schule, am Bahnhof oder am Park-and-Ride-Parkplatz) nach Ottmarsbocholt möchte, kann sich vom Taxibus chauffieren lassen. In Ottmarsbocholt kann zwischen Dillenbaum und Kreisverkehr an fünf Stationen ein- und ausgestiegen werden, Senden bietet 19 Haltepunkte. Doch sich einfach an die Bushaltestelle zu stellen, reicht nicht. Der Taxibus muss unter ✆ 0 25 91/ 948 92 90 „bestellt“ werden – mit mindestens einer halben Stunde Vorlauf und nur im Bereich von Kernarbeitszeiten des Busunternehmens „EVG Euregio“: montags bis freitags von 7 bis 18.30 Uhr und samstags von 8.30 bis 15.30 Uhr. Sonntags wird der Taxibus nicht angeboten, nachdem eine Fahrgastzählung im Jahr 2016 offenbart hatte, dass an diesem Wochentag keine Nachfrage bestehe, schildert Katrin Fröhlich als Sprecherin der Gemeinde Senden.

Neben Nachtbus- und Bürgerbus rundet der Taxibus die Angebotspalette ab. Ziel ist „nicht nur eine Stärkung des öffentlichen Personen-Nahverkehrs“, vielmehr soll der Taxibus „auch zur Erhöhung der Mobilität und Lebensqualität in Senden beitragen“, wie die Gemeinde in einer Pressemitteilung betont.

Impulse aus der Youcomm und der Bürgersprechstunde

Dass speziell die Verbindung zwischen den Ortsteilen ausgeweitet werden muss, hatten auch junge Leute auf der ersten Sendener Jugendmesse „Youcomm“ unterstrichen. Dort stand die Verbesserung der Mobilität auf der To-do-Liste. Auch in seiner Bürgersprechstunde war Bürgermeister Sebastian Täger mit diesem Wunsch konfrontiert worden.

Das Ticket (maximal 90 Minuten Gesamtfahrzeit) kostet beispielsweise von „Mahnmal“ in Senden bis „Schürbusch“ in Bösensell für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre 1,80 Euro, Erwachsene zahlen 3,30 Euro. Innerhalb der 90 Minuten können auch mehrere Wege innerhalb Sendens absolviert werden.

Die Mehrkosten für die Ausweitung des ÖPNV-Angebots werden von der Gemeinde Senden übernommen. Mütter-Taxis oder der Papa-Shuttle, so die Erwartung im Sendener Rathaus, sollen durch den ausgeweiteten Service im ÖPNV seltener die heimischen Garagen verlassen müssen.

 

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