„Tafel“: Neues Kühlfahrzeug schon geordert
Zuschuss und dickes Lob aus Politik

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Die „Sendener Tafel“ muss seit Monaten improvisieren und sich deutlich öfter auf Akquise-Fahrt begeben als nötig, weil das große Kühlfahrzeug fehlt. Ersatz ist aber in Sicht: Die Neuanschaffung werde im Dezember oder Januar ausgeliefert, so der „Tafel“-Vorstand.

Freitag, 04.10.2019, 18:06 Uhr aktualisiert: 06.10.2019, 13:12 Uhr
Der Armut im Alter wirkt die Sendener Tafel mit einem eigenen Ausgabetag für Senioren entgegen – die in den Räumen an der Schulze-Bremer-Straße bei einer Kaffeerunde im „Tafel-Café“ weit verbreiteter Isolation und Einsamkeit entrinnen können.
Der Armut im Alter wirkt die Sendener Tafel mit einem eigenen Ausgabetag für Senioren entgegen – die in den Räumen an der Schulze-Bremer-Straße bei einer Kaffeerunde im „Tafel-Café“ weit verbreiteter Isolation und Einsamkeit entrinnen können. Foto: di

Die „Sendener Tafel“ läuft beinahe schon heiß wegen des fehlenden Kühlfahrzeuges. Denn ohne ein großes Transportmittel, in das auch Europaletten hineinpassen, fallen circa drei Mal so viele Touren an als zuvor. Für die ehrenamtliche Kräfte, die mit dem VW Caddy, dem derzeit einzigen Fahrzeug im „Tafel“-Fuhrpark Vorlieb nehmen müssen, ein buchstäblicher Kraftakt. Sowohl am Steuer als auch beim Be- und Entladen. Immerhin zeichnet sich Entlastung ab.

Liefertermin schon in Sichtweite

Denn: Im Dezember oder Januar soll das neue Kühlfahrzeug anrollen, teilt Herbert Jakobs , erster Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins, auf WN-Anfrage mit. Der Wagen sei geordert, bis zur Lieferung vergehe aber ein Zeitraum von etwa fünf Monaten. Im Bereich Ende Mai/Anfang Juni habe das bisherige Kühlfahrzeug seinen Geist aufgeben – wirtschaftlicher Totalschaden bedeutete wenig Fortüne für den Verein, auf dessen Fahrzeug der Schriftzug „Glücksbringer“ prangte.

Die Arbeit der Tafel strahlt weit in die Gemeinde hinein.

Bürgermeister Sebastian Täger

Sozusagen „glücklich“ verlief hingegen der Besuch des „Tafel“-Vorstandes im politischen Gremium. In der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses stellte Sabine Knümann , stellvertretende Vorsitzende, den Antrag der „Tafel“ auf Zuschuss der Gemeinde für das neue Kühlfahrzeug vor. Er wurde einstimmig angenommen. Doch nicht nur das – vielmehr nutzten alle Fraktionen und Bürgermeister Täger die Gelegenheit, Knümann stellvertretend für das ehrenamtliche Team, das täglich im Einsatz ist, zu danken. Dabei betonten manche Mandatsträger, dass es nicht nur darum gehe, Menschen mit knappen Budget beim Einkaufen unter die Arme zu greifen. Vielmehr trage die Tafel auch dazu bei, dass weniger Nahrungsmittel auf dem Müll landen, wovon Umwelt und Klima profitierten. Und der Verein übernehme eine wichtige Aufgabe, das soziale Klima zu verbessern und auch Geselligkeit und etwas Wärme nicht zuletzt für die ältere Generation zu stiften.

Erstmals finanzieller Zuschuss der Gemeinde

Der Zuschuss der Gemeinde, der erste überhaupt, für das 41 055 Euro teure Fahrzeug beläuft sich auf gut 8000 Euro. 13 000 Euro fließen aus Spenden (unter anderem beide Banken am Ort, Beresa, Gelsenwasser, Gemeinde-Caritas; von Lidl erhielt der Verein einen Zuschuss vor allem, um den Brandschaden von 2018 ausgleichen zu können). 20 000 Euro steuer die „Tafel“ aus eigenen, ersparten Mitteln für das Fahrzeug bei.

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