Offizieller Baustart am Mühlenbach
Kompromiss wird in Beton gegossen

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Der offizielle Start des Bauprojektes am Mühlenbach wurde am Mittwoch begangen. In zwei Gebäuden, die auf der ehemaligen Grünfläche errichtet werden, entstehen 24 Wohneinheiten, auch kleinere Wohnungen für Menschen mit einem schmaleren Budget.

Donnerstag, 31.10.2019, 06:00 Uhr
Offizieller Baustart am Mühlenbach: Etwas weniger als die Hälfte der 6000 Quadratmeter großen Grünfläche bleibt noch erhalten.
Offizieller Baustart am Mühlenbach: Etwas weniger als die Hälfte der 6000 Quadratmeter großen Grünfläche bleibt noch erhalten. Foto: di

42, 30, 24 – was diese Zahlen verdeutlichen sollten, nannte Uwe Schramm , Vorstandsvorsitzender der WohnBau Westmünsterland, „klein gekocht“. Denn entsprechend dieser Zahlenreihe nahm die Anzahl der Wohneinheiten des Projektes ab. Was jetzt also auf der Grünfläche am Mühlenbach entsteht, bezeichnete nicht nur der Vertreter des Investors als „Kompromiss“.

Die Fläche hätte mehr Masse vertragen.

Uwe Schramm betont den Kompromiss-Charakter des Projektes

Diese Einschätzung teilte Bürgermeister Sebastian Täger , als am Mittwoch der offizielle Baustart begangen wurde. Täger würdigte, dass mit der genossenschaftlichen Wohnungsgesellschaft, ein Unternehmen mit enger Verzahnung in die kommunale Ebene, eben gerade kein üblicher Investor gefunden worden sei, der vor allem anderen auf Profitmaximierung aus ist. Diese Form der „angemessenen Bebauung“ sei nur möglich, „wenn man mit einem Partner spricht, der die Rendite nicht nach ganz oben stellt“, führte der Bürgermeister weiter aus.

Vertreter von Rat, Verwaltung, Bauherr und Baufirmen trafen sich zum offiziellen Baustart.

Vertreter von Rat, Verwaltung, Bauherr und Baufirmen trafen sich zum offiziellen Baustart. Foto: di

Er ergänzte, dass das ganze Quartier verstärkt in den Blick genommen werde – die Bestückung mit neuen Spielgeräten für den Spielplatz an der Drachenwiese nannte Täger als eine erste konkrete Maßnahme.

Hoher Anteil Sozialwohnungen

Man sieht es den beiden dreigeschossigen Gebäuden nicht an: Hochwertige Bauausführung und moderne Architektur prägen das Projekt, dennoch überwiegt mit 16 der 24 Wohnungen der Anteil des Wohnraums, der öffentlich gefördert wird. Damit werde erschwinglicher Wohnraum erstellt, dessen Kaltmiete bei 5,75 Euro/Quadratmeter liegt.Wie dringend kleinere Wohnungen – hier zwischen 48 und 81 Quadratmetern – benötigt werden, wurde beim offiziellen Baustart von mehreren Seiten unterstrichen.Die Projektkosten belaufen sich auf 4,7 Millionen Euro, so die WohnBau.

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Die Bebauung des einstmals als Bolzplatz ausgewiesenen Areals werde von einer „breiten Mehrheit getragen“, so der Bürgermeister weiter. Sowohl mit Anwohnern als auch in den politischen Gremien sei über das Projekt intensiv informiert und diskutiert worden. Die Parzelle werde nicht nur „behutsam nachverdichtet“ – wofür es laut Potenzialanalyse in Senden nur wenige Flächen gebe –, sondern auch städtebaulich aufgewertet. Wozu nicht zuletzt die Qualität des Entwurfs von Architekt Eckhard Scholz beitrage, wie sich Schramm und Täger einig waren. Scholz selbst beteuerte, dass die Belange der Nachbarn bei der Planung respektiert worden seien – etwa durch einen verspringenden Abstand zum Bestand und die Höhe. Eine Belästigung während des Bauens soll gering gehalten werden, lasse sich aber nicht ganz vermeiden.

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