FDP-Fraktion zur Katzenschutzverordnung
„Ermutigend, dass Senden nachgezogen hat“

SEnden -

Seit 2011 hat sich die FDP für eine Katzenschutzverordnung in Senden eingesetzt. Mit dem jetzt erreichten Ergebnis sind die Liberalen zufrieden.

Mittwoch, 06.11.2019, 10:00 Uhr
Als Welpen niedlich, doch um die Fortpflanzung einzudämmen, müssen Freigänger-Katzen kastriert werden.
Als Welpen niedlich, doch um die Fortpflanzung einzudämmen, müssen Freigänger-Katzen kastriert werden. Foto: Tierheim Münster

Es ist geschafft – die Katzenschutzverordnung mit Kastrationsverpflichtung, hat endlich auch im Sendener Gemeinderat eine Mehrheit gefunden. Nach dem nunmehr dritten Antrag seit 2011 durch die Sendener FDP-Fraktion und unterstützt durch entsprechende, gesetzgeberische Verordnung durch das Land NRW und Kreis Coesfeld. Ein mühsamer Weg, resümiert Peter Moll , Ratsherr der freien Demokraten in einer Pressemitteilung.

Ziel des FDP-Antrages vom 30. März 2011 zur Katzenkastration war und ist es, den Tierschutz und das Tierwohl durch eine verpflichtende Kastration zu fördern.

Mit Beschluss der Katzenschutzverordnung des Kreis Coesfeld vom 19. Dezember 2018 ist nun jeder Katzenhalter, der seiner Katze Freigang gewährt, seit dem 1. August 2019 verpflichtet, das Tier kastrieren, chippen und registrieren zu lassen.

Katzenbesitzer, die vorsätzlich oder fahrlässig ihrer Pflicht nicht nachkommen, müssen mit einer Geldbuße bis zu 1000 Euro für diese Ordnungswidrigkeit rechnen. Begründet wird diese Maßnahme mit der ständig wachsenden Katzenpopulation, insbesondere in den Außenbereichen.

Die betroffenen Tiere pflanzen sich unkontrolliert fort und müssen teilweise unter erbärmlichen und tierschutzwidrigen Umständen ihr Leben fristen, so Moll.

Die Kosten für die Kastration herrenlose Katzen werden voraussichtlich durch den Kreis Coesfeld gefördert.

Die Fachwelt erklärt zudem, dass die hohe Katzendichte in Wohngebieten und dörflichen Randbereichen bei bestandsgefährdeten Vogelarten entscheidend zum Erlöschen lokaler Singvogel-Populationen beitragen kann, so der Liberale weiter.

„Ich finde es sehr ermutigend, dass – nach 94 Kommunen in NRW – auch Senden nachgezogen hat“, zieht Peter Moll, FDP-Ratsherr, eine Bilanz seines hartnäckigen Engagements. Umsetzungsdetails sind auf der Sendener Homepage durch einen Kreis-Flyer hinterlegt.

Ein eigene „Sendener Version“ hierzu wird Anfang 2020 zur Verfügung stehen. Für Detailfragen gibt das Ordnungsamt Auskunft, so der FDP-Politiker.

 

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