„MachMaJaTzz“ im Rathaussaal
Melodien für Liebhaber handgemachter Musik

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Wenn sich der „schlichte“ Rathaussaal in einen glitzernden amerikanischen Tanzpalast verwandelt, dann muss schon eine ganz besondere Formation im Rahmen der Reihe „Jazz live“ auftreten.

Sonntag, 10.11.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 11.11.2019, 14:38 Uhr
„MachMaJaTzz“ ließen die Zeit im Rathaussaal bei „Jazz live“ wie im Flug vergehen.
„MachMaJaTzz“ ließen die Zeit im Rathaussaal bei „Jazz live“ wie im Flug vergehen. Foto: Axel Engels

Wenn sich der „schlichte“ Rathaussaal in einen glitzernden amerikanischen Tanzpalast verwandelt, dann muss schon eine ganz besondere Formation im Rahmen der Reihe „Jazz live“ auftreten. Mit „MachMaJaTzz“ erlebte man swingenden Jazz in all seinem Farbenreichtum, fühlten sich die vielen Liebhaber feinster von Hand gemachter Musik bestens unterhalten. Schon von ersten Songs, dem „C Jam Blues“ und „It don‘t mean a thing“ von Duke Ellington , war man eingefangen von dem Esprit der Band, erklang dieser Jazzstandard aus dem Jahre 1942 wie vom Staub der Zeit befreit in einem ganz lebendigen Arrangement. Dieser positive Eindruck setzte sich über den gesamten Abend fort, spielten die Musiker unter der Führung des Posaunisten Armin Schneider mit Leidenschaft eben die Musik die ihnen am Herzen lag. Da war bei jedem Song Raum für kleine Zwischenimprovisationen, konnte jeder einzelne Musiker seine Qualitäten ganz natürlich einbringen. Von Ella Fitzgerald kennt man das „Air Mail Special“, an diesem Abend genoss man die bis ins kleinste Detail stimmige rein instrumentale Version des Songs von Benny Goodman. Die Musik der 30er und 40er Jahre hat eben ihren ganz besonderen Reiz und den wusste „MachMaJaTzz“ im Rathaussaal zu verbreiten. Allseits bekannte Songs wie „I can’t give you anything but love“ und natürlich „Lady Be Good“ durften im Feuerwerk der spritzigen Swing-Melodien nicht fehlen. Mit einem mitreißenden Glenn-Miller-Medley endete der erste Konzertteil, bei dem die Zeit einfach wie im Fluge verging.

Mit Armin Schneider an der Posaune, Waldemar Illinich an Trompete und Flügelhorns sowie Klaus Jakobi an Saxophon und Klarinette war die Bläsersektion bestens besetzt und der Türmer-Flügel kam mit seinem reichen Klangfarben dem Spiel von Kai Schulze-Hennings sehr entgegen. Für den rhythmischen Grund sorgte punktgenau Anatoli Alexeev am Schlagzeug und den nötigen Drive steuerten Kontrabassist Peter Schmale und Gitarrist Peter Schmidt bei. Das Publikum genoss rasante Songs wie „I got rhythm“ von George Gershwin und gefühlvolle Balladen wie „How High the Moon“ von William Morgan „Buddy“ Lewis Jr., die in dem sensible aufeinander abgestimmten Bandklang einfach mitreißend erklangen. Immer wieder kehrte die Band zu dem großen Duke Ellington zurück, dessen „Take The A-Train“ einen Abend beendete, bei dem die Sympathien des Publikum von der ersten bis zur letzten Sekunde diesen so natürlich aufspielenden Musikern gehörten. Sie vermittelten auf ganz authentische Art das Lebensgefühl der längst vergangenen Swing-Ära auch wenn die sieben Musiker keine „große Bigband“ bildeten, spielten sie zur Freude des Publikums doch mit dem für solch eine Formation typischen Klang. Mit ihrem Spiel haben si die „Jazz live“ –Reihe um eine ganz spritzige Facette bereichert und dem Publikum einen grandios unterhaltsamen Abend geschenkt.

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