Schenkwaldspielschar gibt „Ehpoor Voss schoolt üm“
Neue Arbeit – neue Sorgen

Ottmarsbocholt -

Wer die Zeit, die er nachmittags früher gehen will, morgens auch noch später kommt und dazwischen dann auch noch längere Pausen macht, der braucht sich nicht zu wundern, wenn ihm das zum Verhängnis wird.

Sonntag, 10.11.2019, 13:08 Uhr aktualisiert: 13.11.2019, 17:06 Uhr
Die Arbeit zu verlieren und neue Einnahmequellen zu suchen, ist schon schwer genug. Wenn dann aber noch die Steuerfahnderin des Finanzamtes kommt, ist Theater in Ottmarsbocholt.
Die Arbeit zu verlieren und neue Einnahmequellen zu suchen, ist schon schwer genug. Wenn dann aber noch die Steuerfahnderin des Finanzamtes kommt, ist Theater in Ottmarsbocholt. Foto: Ulrich Reismann

„Ja, de leive Gott wet allns. Un de Naobers noch mehr.“ Für Siggi Lang (gespielt von Norbert Weber ) eine Lebenserfahrung aus all seinen Berufsjahren, in denen er als Techniker der Telekom in ungezählte Haushalte gekommen ist. Dass er auch bei seinen jüngsten Einsätzen wieder eine eindrucksvolle Bestätigung dafür bekommt, ist auf eine Frau zurückzuführen, die insbesondere durch ihr Hairstyling Eindruck macht. Doch es sind nicht alleine die Lockenwickler auf ihrem Kopf, mit denen Rita Meier (Superrolle für die Debütantin Christiane Schmauck) auffällt, auch ihre Kittelschürze wird ebenso zu einem regelrechten Markenzeichen. Was aber letztlich für großen Wirbel sorgt, das sind ihre maßlose Neugierde und ihr unstillbarer Drang, Klatsch und Tratsch zu verbreiten. Unter diesen Vorzeichen wurde die erste Vorstellung der Schenkwaldspielschar am Freitagabend im Saal Vollmer ein köstlicher Lacherfolg. Stetiger Applaus, der war Ausdruck glänzender schauspielerischer Leistungen auf der Bühne.

Ritas telefonische Anfrage bei der „Beratungsstelle für Alkoholiker“ ist eine der vielen Szenen, die beim Publikum kein Auge trocken lässt. Einfach wunderbar! Während hier mit einer gewissen Trotteligkeit Akzente gesetzt werden, trumpft die „Tochter vom Teufel“ (Marion Bouma) mit ganz anderen Eigenschaften auf. Mit eiserner Härte setzt die Steuerprüferin des Finanzamts die Paragraphen durch. Ihr rigoroses Auftreten lässt die Vermutung aufkommen, dass Finanzminister Scholz „nu all Bodentruppen utschickt, or worüm överfallt you nu de Menschken?“, wie es die mit exzessiven Männergeschichten Schlagzeilen machende Bianca (Vicky Mariß) formuliert. Auch wenn sie barsch zurechtgewiesen wird, weiß Bianca der Beamtin selbstbewusst und mit Eiseskälte die Stirn zu bieten. Die Zuschauer fanden es fabelhaft.

Theater in Ottmarsbocholt 2019

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Seine Grundlage hat die plattdeutsche Komödie „Ehpoor Voss schoolt üm“ aber in einem ganz anderen Sachverhalt. Wer die Zeit, die er nachmittags früher gehen will, morgens auch noch später kommt und dazwischen dann auch noch längere Pausen macht, der braucht sich nicht zu wundern, wenn ihm das zum Verhängnis wird. Diese leidvolle Erfahrung musste Ferdi Voss (Uwe Haves) machen: Eine fristlose Kündigung, das ist die Quittung. Seine Frau Christel (Barbara Kock) ist von dem gleichen Kaliber. Wenn sie ihrem Vorgesetzten Akten an den Kopf wirft und obendrein dessen Toupet in die Kaffeekanne steckt, mag das für Außenstehende zwar lustig sein. Der Chef setzt sie dafür aber unvermittelt vor die Tür. Der Jobverlust beider Eheleute ist der Ausgangspunkt vielfältiger Eskapaden, die unter anderem zur Folge haben, dass sich die Frau des Hauses auf der Suche nach einer neuen Einnahmequelle nun einer ausgesprochen „unappetitlichen Tätigkeit“ zuwendet. So lautet jedenfalls die Einstufung durch das Finanzamt. Und weil das „Lustgewerbe in den eigenen vier Wänden“ der Frau „van de Stüür“ überhaupt nicht behagt, sucht sie akribisch nach Gründen, sie „an den Hammelbeinen zu kriegen“. In gleicher Weise auf dem Kieker hat sie auch den Ehemann, der sich mit seinem neuen Start-up Unternehmen die Dummheit anderer Leute zunutze machen will. Wie es dessen erstem Kunden Michael Tröster (Rafael Kamlage) dabei ergeht? Um das zu erfahren, muss der Leser in eine der nächsten Vorstellungen gehen.

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