Anja Bogott stellt bei KuKiS aus
Weiber tanzen schwarz-weiß im Herbstwind

Senden -

Unter dem Titel „Weiber im Herbstwind“ ist in der Friedenskapelle der KuKiS soeben eine Ausstellung mit Bilder, Collagen, Keramiken und riesigen Stoff-Fahnen der Künstlerin Anja Bogott eröffnet worden. Die Exposition kann am Wochenende im Rahmen eines Kunstcafés besichtigt werden.

Dienstag, 12.11.2019, 14:40 Uhr aktualisiert: 13.11.2019, 17:04 Uhr
Die Kunst- und Kulturinitiative Senden in der Friedenskapelle Am Grünen Grund stellt noch bis zum 24. November Bilder der Künstlerin Anja Bogott aus.
Die Kunst- und Kulturinitiative Senden in der Friedenskapelle Am Grünen Grund stellt noch bis zum 24. November Bilder der Künstlerin Anja Bogott aus. Foto: sne

Ungewöhnliche Fanfarenklänge erfüllten jetzt die Räume der KuKiS-Friedenskapelle am Grünen Grund und brachten Anja Bogotts „Weiber im Herbstwind“ auf luftig-leichten Fahnen tatsächlich zum Tanzen. Doch die gut besuchte Eröffnung hatte noch viel mehr zu bieten. Neben dem Fanfarenkorps der Schlaraffia Mimegarda und der Begrüßung durch die KuKis-Vorsitzende Iris Weintz verwickelte der Lebensgefährte Dr. Karlheinz Kienle die Koblenzer Künstlerin in ein „Künstlergespräch“. Inmitten der ausgestellten Bilder, Collagen, Keramiken und riesigen Stoff-Fahnen wurde so nicht nur die Vita, sondern auch die außergewöhnliche Arbeitsweise von Anja Bogott dem interessierten Publikum sehr lebendig nahe gebracht.

Kienle bezeichnete die Malerei von Bogott als „menschliche Landschaften mit Hügeln, Bergen und Tälern“, die Malerei zeige die Schönheit des Menschen. „Die Frauen entsprechen keinen Idealformen, sondern sind von Natur aus schön, so wie sie sind.“ Ihre Figuren haben keine Gesichter, damit sich jeder mit der Figur identifizieren kann und die Aussage des Bildes nicht am Gesicht und seiner Mimik festgemacht werden soll. Bogott benutzt Kohle, Bleistift und Tusche, zeichnet dabei auch mit ungewöhnlichen Zeichengeräten wie Bambusfedern oder Holzspänen oder setzt ältere Grafiken und Zeichnungen neu zusammen. Sie nennt dies „Upcycling in der Kunst“. Alle ihre Arbeiten sind in schwarz-weiß angelegt, denn „wir haben schon genug Farbe um uns herum“. Die Schönheit werde durch Farbe nur abgelenkt.

Bevor sich das Publikum mit dem üblichen Eröffnungssekt auf den Rundgang und weitere Gespräche mit der Künstlerin machen konnte, wurde das Ganze musikalisch durch ein Trio mit Schlagzeug, Gitarre und Posaune abgerundet.

Zum Thema

Die Ausstellung läuft noch bis zum 24. November in der Friedenskapelle Am Grünen Grund 5, geöffnet jeweils zum Kunstcafé am Samstag und Sonntag von 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7061224?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F
Nachrichten-Ticker