Sechsarmiger Kreisverkehr soll Kreuzung der Landesstraßen ersetzen
Knotenpunkt wird entzerrt

Bösensell -

Der Knotenpunkt an der Kreuzung der Weselerstraße mit der Bösenseller Ortsumgehung wird entzerrt. Voraussichtlich ab 2021 soll an der Stelle der heutigen Ampelkreuzung ein sechsarmiger Kreisverkehr mit einem kombinierten Geh- und Radweg gebaut werden.

Freitag, 15.11.2019, 16:36 Uhr
Staus und Stress entstehen immer wieder – insbesondere zu den Stoßzeiten sowie durch Umleitungsverkehr der A 43 – an der Kreuzung der Weseler Straße (L 551) mit der Bösenseller Umgehungsstraße (L 550).
Staus und Stress entstehen immer wieder – insbesondere zu den Stoßzeiten sowie durch Umleitungsverkehr der A 43 – an der Kreuzung der Weseler Straße (L 551) mit der Bösenseller Umgehungsstraße (L 550). Foto: sff

Die Kreuzung der Landesstraßen 550/551 am Busbetrieb Rohlmann ist schon lange ein neuralgischer Verkehrspunkt. Das gilt nicht allein angesichts des hohen Verkehrsaufkommens durch die Gewerbegebiete. Insbesondere im Winter und wenn der Verkehr der Autobahn über Bösensell umgeleitet wird, entstehen im Kreuzungsbereich Staus und Stress für die Autofahrer. Nachdem der Landesbetrieb Straßen.NRW über Jahre den Wunsch der Gemeinde und der Bösenseller Bevölkerung nach einem Kreisverkehr abgelehnt hat, soll nun doch endlich ein großes Rondell den Knotenpunkt entflechten. Das teile der stellvertretende Fachbereichsleiter Klaus Mende am Donnerstagabend im Rahmen der Bezirksausschusssitzung in der Gaststätte „Zur Krone“ mit.

„Der Druck hat sich erhöht“, sagte Mende und wies darauf hin, dass die Gemeinde Senden nordwestlich und südöstlich des Knotenpunktes Grundstücke erschließen möchte (WN berichteten). Zwei weitere Einmündungen auf die Straßen seien Verkehrstechnisch durch eine Kreuzung und zusätzliche Ampeln nicht mehr zu bewältigen. Deshalb habe der Landesbetrieb nach langen Gesprächen mit der Gemeinde dem Bau eines sechsarmigen Rondells zugestimmt.

„Der Kreisverkehr wird so groß, dass er auch für Sattelfahrzeuge geeignet ist. Und er ist mit einem umlaufenden, kombinierten Geh- und Radweg versehen“, skizzierte der Mitarbeiter der Gemeinde das Vorhaben. Der Gesamtdurchmesser nehme 55 Meter in Anspruch. Die Fahrspur werde acht Meter, der Geh- und Radweg mindestens 2,50 Meter breit.

Mende wies darauf hin, dass es sich um eine „vorläufige Planung“ handele. „Ich gehe davon aus“, sagte er, „dass die Detailplanung Anfang nächsten Jahres so weit ist und die Maßnahme 2021 beginnen kann.“ Parallel zur Planung von Straßen.NRW habe die Gemeinde Senden bereits ein Lärmschutzgutachten in Auftrag gegeben. Auch die Bauleitung liege zu gegebener Zeit in den Händen der Gemeinde, da im Landesbetrieb dazu keine personellen Kapazitäten zur Verfügung stünden.

Da der Kreisverkehr auch den Erschließungsvorhaben der Gemeinde dient, muss sich Senden an den Kosten beteiligen. Wie hoch der Investitionsaufwand sein wird und wie er sich auf Gemeinde und Land verteilen wird, steht zurzeit noch nicht fest.

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