Ottmarsbocholter Pfadfinderinnen diskutieren mit Bürgermeister
Bus-Anbindung bereitet Probleme

Ottmarsbocholt -

Die Busverbindung zwischen Ottmarsbocholt und den weiterführenden Schulen in Münster ist alles andere als optimal. Auf den Missstand machten die Pfadfinderinnen bei einem Treffen mit Bürgermeister Sebastian Täger aufmerksam.

Montag, 18.11.2019, 14:30 Uhr aktualisiert: 21.11.2019, 09:32 Uhr
Bei einem Treffen im Pfarrheim St. Urban schilderten die Pfadfinderinnen dem Bürgermeister die Probleme bezüglich der Schulbus-Anbindung von Ottmarsbocholt an Münster.
Bei einem Treffen im Pfarrheim St. Urban schilderten die Pfadfinderinnen dem Bürgermeister die Probleme bezüglich der Schulbus-Anbindung von Ottmarsbocholt an Münster. Foto: kwh

Fast eine Stunde nach der Schule auf den nächsten planmäßigen Bus nach Ottmarsbocholt zu warten, ist für viele Kinder und Jugendliche der Münsteraner Schulen seit den jüngsten Fahrplanänderungen an der Tagesordnung. Die älteste Pfadfinderinnengruppe sprach jetzt über die unbefriedigende Situation und entschied kurzerhand, Bürgermeister Sebastian Täger nach Ottmarsbocholt einzuladen, um ihm die Situation zu schildern.

Täger folgte der Einladung und nahm das Anliegen bezüglich der Linie 7/R41 ernst. Schließlich sind über 20 Schüler der Marienschule, Hildegardisschule, Adolph-Kolping-Schule, des Hans-Böckler-Berufskollegs sowie der Friedensschule betroffen. Anhand von Stundenplänen zeigten zwei Pfadfinderinnen auf, wie sie vier Mal pro Woche 55 Minuten auf den Bus warten müssten. Um von den Schulen aus Münsters Innenstadt ins Dorf zurückzukommen werden seither zahlreiche Heimkehrvarianten gewählt, die meist enden darin, dass die Lernenden nach einem langen Schultag von Davensberg, Münster oder Senden durch die Eltern abgeholt werden – und das fast täglich.

Die Verkehrsanbindung hatte sich in den vergangenen Monaten in zwei Stufen verändert und in diesem Zuge für die Innenstadtschulen verschlechtert. Seit dem Frühjahr fuhr der Bus zunächst vier Minuten eher und seit dem Sommer schließlich weitere elf Minuten früher, was dazu führte, dass die Schüler den Bus nicht mehr rechtzeitig erreichen können. Die Umstellung hängt offenbar mit einer Neuausrichtung der Linie 7 zusammen. Einige Eltern hatten sich diesbezüglich bereits mit der RVM in Verbindung gesetzt, daher wird seit Mitte Juni ein Anschluss-Bus nach der sechsten Stunde ab der Haltestelle Kriegerweg eingesetzt. „Der Bus ist aber auch schon einige Male nach Ottmarsbocholt gefahren, ohne auf die Linie 7 zu warten“, kritisierten die Jugendlichen diese Notlösung. Zudem ist Schulschluss nach der sechsten Stunde für die meisten der mehr als 20 Betroffenen nicht die Regel.

Der Bürgermeister riet den Pfadfinderinnen direkt mit der RVM in Kontakt zu treten und die Lage zu schildern, um eine eventuelle Berücksichtigung beim nächsten Fahrplanwechsel zu ermöglichen. Darüber hinaus regten die Jugendlichen weitere Anbindungen nach Senden und zum Bahnhof Davensberg an. In diesem Zug stellte Täger das neue Angebot des Taxibusses T612 vor, das seit wenigen Wochen an Werktagen abends nach dem Bürgerbus zwischen den Ortteilen besteht.

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