Verkehrsplanung an Mühlenstraße, Ehrenmal und L 551/L550 vorgestellt
Signalanlage soll Sicherheit schaffen

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Eine neue Ampelanlage an der Kreuzung Mühlenstraße/B 235 sowie ein Mini-Kreisel am Ehrenmal und ein großer Kreisverkehr in Bösensell sollen für einen besseren Verkehrsfluss und mehr Sicherheit sorgen. Dr. Frank Weiser stellte dem Gemeindeentwicklungsausschuss die Planungen vor.

Freitag, 22.11.2019, 12:25 Uhr
Wer aus der Mühlenstraße auf die vielbefahrene B 235 abbiegen oder den Kreuzungsbereich queren möchte, muss zu Stoßzeiten eine Menge Geduld und Konzentration aufbringen sowie wegen der kreuzenden Radfahrer besondre Vorsicht walten lassen. Abhilfe soll eine Ampelanlage schaffen, mit deren Bau im Juli 2020 begonnen werden soll.
Wer aus der Mühlenstraße auf die vielbefahrene B 235 abbiegen oder den Kreuzungsbereich queren möchte, muss zu Stoßzeiten eine Menge Geduld und Konzentration aufbringen sowie wegen der kreuzenden Radfahrer besondre Vorsicht walten lassen. Abhilfe soll eine Ampelanlage schaffen, mit deren Bau im Juli 2020 begonnen werden soll. Foto: sff

Der Sage nach soll Alexander der Große den angeblich unlösbaren Gordischen Knoten kurzerhand mit einem Schwert durchschlagen haben. Eine solch schnelle und einfache Methode existiert zur Entflechtung von Verkehrsknoten leider nicht. Das wurde am Donnerstagabend im Gemeindeentwicklungsausschuss deutlich, als Verkehrsexperte Dr. Frank Weiser Planungen für drei brisante Kreuzungen vorstellte: für die 550/L 551 in Bösensell, den Schnittpunkt der Mühlenstraße mit der B 235 sowie den Knoten am Ehrenmal.

Aus Sicht des Gutachters ist die Verkehrsqualität – insbesondere bezüglich der Sicherheit – am Knotenpunkt Mühlenstraße/B 235 „unzureichend“. Durch eine Signalanlage könne eine „deutliche Verbesserung geschaffen werden“, prognostizierte Weiser. Dazu sollen an der neuen Ampelkreuzung unter anderem ein Linksabbiegerstreifen anstelle der Sperrfläche, Schutzstreifen für Radfahrer an der Zufahrt vom Wienkamp und eine Gehwegverbreiterung dienen. Der Gutachter wies darauf hin, dass die Schaltungen der beiden anderen Signalanlagen an der B 235 – am Abzweig Ottmarsbocholt sowie an der Kreuzung mit der K 4 – Amelsbürener Straße – mit der neuen Ampel koordiniert werden müssen. Ferner sei eine Vorrangschaltung für die Feuerwehr und die DRK-Rettungswache einzurichten. „Der Baubeginn unter laufendem Verkehr ist für Juli 2020 geplant“, kündigte Weiser an.

Für den Knotenpunkt am Ehrenmal schlug Weiser den Bau eines Mini-Kreisverkehrs mit einem Durchmesser von 22 Metern vor. In der Kreiselmitte soll eine etwa fünf Zentimeter hohe Insel installiert werden, die Pkw-Fahrer vom Überfahren des Bereichs abhält, für Lkw jedoch passierbar ist und den Kreisel somit auch für größere Fahrzeuge durchlässig macht. Vier Zebrastreifen sollen Fußgängern Vorrang geben und ihnen ein höheres Maß an Sicherheit bescheren. Studien hätten ergeben, berichtete Weiser, dass „die Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn die sicherste Lösung ist“. Insgesamt sei durch den Mini-Kreisel eine „sehr hohe Verkehrssicherheit“ zu erwarten. Philipp Scholz (Grüne) wollte wissen, ob das Ehrenmal von der Planung betroffen ist. „Wir kommen mit den gemeindeeigenen Flächen aus“, antwortet der Beigeordnete Klaus Stephan. Eventuell müsse die Gedenkstätte leicht versetzt werden. Die Gemeinde sei mit der Denkmalbehörde im Gespräch. Die vorgestellte Planung wurde vom Ausschuss einstimmig befürwortet.

Die Kreuzung der L 551 (Weseler Straße) mit der L 550 in Bösensell soll – wie berichtet – ab 2021 in einen sechsarmigen Kreisverkehr umgebaut werden. „Es geht darum, Erschließungsmöglichkeiten für zwei Flächen zu schaffen“, sprach der Gutachter den Hintergrund dieses Vorhabens an. Denn für die beiden vorgesehenen, neuen Gewerbeflächen müssen Zufahrtstraßen geschaffen  werden, die durch eine Ampelanlage nicht mehr hinreichend geregelt werden können. Weiser stellte besonders die Verbesserungen für Fußgänger und Fadfahrer heraus, die durch eigene, breite Wege sowie durch barrierefreie Querungsmöglichkeiten geschaffen werden. Ferner sollen eine Bushaltestelle im südlichen Bereich, eine Fahrrad-Abstellanlage sowie eine angemessene Beleuchtung des Kreisels (55 Meter Durchmesser) installiert werden.

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