Projekt „Glasfaser bis ins Haus“ erfolgreich abgeschlossen
„Netz der Zukunft ausgerollt“

Senden -

Das schnelle Internet via Glasfasernetz steht jetzt flächendeckend in allen Außenbereichen der Gemeinde Senden zur verfügbar. In Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung, der Deutschen Glasfaser und dem Bauunternehmen Siers, ist es der „Teilnehmergemeinschaft Glasfaser Außenbereich Senden” gelungen, 600 Anschlüsse in den Bauerschaften zu legen.

Dienstag, 26.11.2019, 15:34 Uhr
Zum Abschluss des Projektes „Glasfaser bis ins Haus“ ließen die Mitglieder der Teilnehmergemeinschaft die erfolgreiche Arbeit noch einmal Revue passieren.
Zum Abschluss des Projektes „Glasfaser bis ins Haus“ ließen die Mitglieder der Teilnehmergemeinschaft die erfolgreiche Arbeit noch einmal Revue passieren. Foto: Gemeinde Senden

Das Projekt „Glasfaser bis ins Haus“ ist flächendeckend verwirklicht worden. Damit ist die Gemeinde Senden Vorreiter und Vorbild für viele andere Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Nach dem Abschluss hat sich die „Teilnehmergemeinschaft Glasfaser Außenbereich Senden” (TGAS) jetzt aufgelöst, da sie ihre selbst gestellte Aufgabe erfolgreich bewältigt hat.

Bürgermeister Sebastian Täger nutzte die Abschlussfeier, um den Einsatz der vielen Helfer zu würdigen, heißt es in einer Mitteilung. „Die Versorgung mit Glasfaser bis in die abgelegenen Haushalte unserer Gemeinde war eine gemeinsame Kraftanstrengung. Dank der vorbildlichen Zusammenarbeit mit den 400 Mitgliedern und Helfern, mit der Deutschen Glasfaser und dem Bauunternehmen Siers aus den Niederlanden haben wir ohne Einsatz staatlicher Mittel das Netz der Zukunft in unserer Gemeinde ausgerollt“, so Täger, laut Pressinfo. Zudem seien ein eigenes innovatives Ausbauverfahren entwickelt und das Ziel, „niemanden schlechter zu stellen“, erreicht worden.

Zur Erinnerung: 2015 begann im Innenbereich der Gemeinde der Anschluss der privaten Haushalte ans Glasfasernetz. Etwa 5000 Anschlüsse wurden geschaffen. Da die Außengebiete nicht wirtschaftlich anschließbar waren, wurde die „Teilnehmergemeinschaft Glasfaser Außenbereich Senden” gegründet. Dies geschah insbesondere auf Initiative der Bewohner der Außenbereiche. In vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit, durch finanzielle Beteiligung und durch das Verlegen der Kabel mit eigenem Gerät stellten sie sicher, dass alle am digitalen Fortschritt teilhaben können. Über 200 Kilometer Glasfaser wurden in den Bauerschaften verlegt. Alfons Schräder, Initiator und Vorsitzender der TGAS, betont: „Wir haben nicht lockergelassen und gemeinsam mit der Gemeinde und Deutsche Glasfaser an Lösungen gearbeitet. So haben wir in Eigenregie und mit eigenem Beitrag für über 600 Glasfaseranschlüsse in den Außengebieten den Tiefbau übernommen.“

Niklas Esser hat als einer der beiden Wirtschaftsförderer der Gemeinde Senden das Projekt von Anfang bis zum Abschluss begleitet. Er ist stolz darauf, dass der Zeit- und Kostenplan dank des Einsatzes aller Beteiligten genau eingehalten werden konnte. Er verrät: „Das Projekt ,Glasfaser im Außenbereich in Senden‘ ist sogar für einen europäischen Preis nominiert.“

Über 10 000 Arbeitsstunden geleistet

Die Zahlen und Fakten zur Sendener Glasfaser-Initiative lassen aufhorchen:Mehr als 400 Personen waren als Projektbeteiligte und Helfer tätig.Über 10 000 Arbeitsstunden haben Vereinsmitglieder und Freiwillige geleistet.Es fanden 35 Arbeitstreffen statt.Mehr als 3200 Arbeitsstunden wurden im Rathaus geleistet.1200 Arbeitsstunden waren für die Netzplanung notwendig.Insgesamt 627 Anschlüsse (443 aktive, 184 passive) sind erstellt worden.200 Kilometer Leerrohr wurden verlegt.Eine Kanalquerung sowie die Querung von 171 weiteren Wasserläufen sowie von 282 Straßen und Wirtschaftswegen waren erforderlich.Mehr als 300 Schlepperstunden, mehr als 3000 Baggerstunden verschlang das Projekt.Projektstart war im August 2016.

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