Kirchenchor bereitete sich auf Weihnachtsoratorium vor
Für Herausforderung gewappnet

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Endspurt: Der Laurentius-Chor bereitet sich intensiv auf das Weihnachtsoratorium vor, das am 8. Dezember erklingt.

Donnerstag, 28.11.2019, 10:17 Uhr
Keine Angst vor der eigenen Courage: Der Kirchenchor – hier im Jahr 2015 bei der Aufführung des Oratoriums „Die Schöpfung“ von Haydn – hat sich durch intensives Proben Sicherheit verschafft, sich an das Weihnachtsoratorium von Bach heranzuwagen.
Keine Angst vor der eigenen Courage: Der Kirchenchor – hier im Jahr 2015 bei der Aufführung des Oratoriums „Die Schöpfung“ von Haydn – hat sich durch intensives Proben Sicherheit verschafft, sich an das Weihnachtsoratorium von Bach heranzuwagen. Foto: Axel Engels

Im Herbst vergangenen Jahres stand fest: Im Advent 2019 singt der Laurentius-Chor in der Sendener Pfarrkirche das Weihnachtsoratorium von Bach. Große Freude verbreitete sich im Chor. Diejenigen, die das Oratorium bereits im Jahre 2002 mitgesungen hatten, freuten sich über die Auffrischung des damals Einstudierten, obwohl das ja doch schon einiges her ist. Für die anderen, die 2002 noch nicht im Chor waren, bedeutete das doch eine große Herausforderung.

Klar, heißt es in der Pressemitteilung des Ensembles weiter, die Choräle sind nicht die großen Schwierigkeiten, wichtig ist bei ihnen, den Inhalt glaubhaft überzubringen. Aber in den großen Chören, wie „Jauchzet, frohlocket“, „Herrscher des Himmels“, „Lasset uns nun gehen nach Bethlehem“ sind doch einige Herausforderungen enthalten, die intensives Proben des Laurentius-Chores – auch über das normale Maß der Proben hinaus – erforderlich machte.

Speziell bei dem Chor „Ehre sei Gott“ bestehen weite Teile aus Koloraturen, die sich durch alle Stimmen ziehen. Wenn sich Noten wie Kaskaden über die Notenlinien verteilen, auf und nieder laufen in 8teln und 16teln, dazu Oktavsprünge eingearbeitet sind, dann ist das schon eine ganz besondere Anforderung, diese Noten in klingende Musik umzusetzen. Und wenn die Koloraturen sich über einen längeren Abschnitt erstrecken, dann fragt sich der Laiensänger: Und wann darf ich da bitte atmen? Aber um hier die Furcht vor der eigenen Courage, sich auf das ganze eingelassen zu haben, in Respekt vor den Noten und vor allem vor dem Komponisten umzuwandeln, hat der Laurentius-Chor ja eine versierte Chorleiterin, Uta Maria Gennert-Stöcker, die auch die Frage des Atmens schnell gelöst bekommt.

Der Chor steht vor dem Endspurt. Den möglichen Zweifeln am Anfang steht jetzt ein Gefühl der Sicherheit in allen Passagen gegenüber. Die nächsten Proben dienen noch dem Feinschliff.

Am 8. Dezember (Sonntag) ist es dann so weit: Das Oratorium wird ab 17 Uhr in der St. Laurentiuskirche aufgeführt. Unter der Leitung von Uta Maria Gennert-Stöcker spielt das Barockorchester Münster und singen vier großartige Solisten zusammen mit dem Chor dieses Werk. Es ist das populärste aller geistlichen Vokalwerke Bachs und zählt zu seinen berühmtesten geistlichen Kompositionen. Eine wunderbare Einstimmung auf die Weihnachtstage.

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