Weihnachtsmarkt in Ottmarsbocholt
Volles Haus auf der Horst

Ottmarsbocholt -

n der Luft liegt ein süßer Duft von Waffeln und heißem Punsch. Auf der Horst in Ottmarsbocholt ist beim Weihnachtsmarkt die Stimmung prächtig.

Sonntag, 01.12.2019, 18:20 Uhr aktualisiert: 04.12.2019, 17:16 Uhr
Auf der Horst und im Backhaus drängten sich beim Ottmarsbocholter Weihnachtsmarkt am Samstag die Gäste. Keine Angst vorm Nikolaus und seinem Begleiter: Der kleine Moritz darf sogar läuten.
Auf der Horst und im Backhaus drängten sich beim Ottmarsbocholter Weihnachtsmarkt am Samstag die Gäste. Keine Angst vorm Nikolaus und seinem Begleiter: Der kleine Moritz darf sogar läuten. Foto: sff

Ein wenig schüchtern geht der kleine Moritz auf den Nikolaus und seinen unheimlichen Gehilfen, den Knecht Ruprecht zu. „Keine Angst“, ermuntert der Nikolaus ihn. Schließlich darf Moritz auch mal mit der goldenen Glocke läuten. Ein Lächeln huscht über sein Kindergesicht. So unheimlich ist der große Nikolaus doch gar nicht. In der Luft liegt ein süßer Duft von Waffeln und heißem Punsch.

Denn es ist schon wieder soweit: Der Weihnachtsmarkt in Ottmarsbocholt läutet wie jedes Jahr die Vorweihnachtszeit ein. Am vergangenen Samstagnachmittag um drei ging es los. Bis in die Abendstunden gab es dann auf der Horst Glühwein, jede Menge Naschereien und Selbstgebasteltes.

Auch in diesem Jahr gab es einen großen, reichlich geschmückten Tannenbaum. Der Nikolaus kam vorbei und verschenkte jede Menge Stutenkerle. Ein Highlight für viele Kinder. Traditionell werden die Stutenkerle jedes Jahr vom Heimatverein im Backhaus zubereitet. Extra für den Weihnachtsmarkt.

Und für die Erwachsenen? Für die durfte der Glühwein natürlich nicht fehlen. Der Förderverein der Davertschule war dafür mit einem Getränkewagen angerückt. „Von dem Erlös wollen wir den Mitmachzirkus finanzieren“, erläuterte Sarah Werth. Sie ist die Vorsitzende des Fördervereins und hat den Weihnachtsmarkt organisiert. Aber auch viele andere ehrenamtliche Vereine und Gruppen waren mit dabei. So die beiden Kindergärten St. Urban und der DRK „Davertgeister“. Sie verkauften Popcorn, Waffeln und Kekse. Deftiges Essen hingegen gab es bei den Ständen der Landfrauen und vom Haus Davert. Zwischen der bunten Menge liefen auch die Pfadfinder umher und verkauften selbstgebackene Kekse.

An vielen Ständen gab es selbstgebastelte Deko, wie zum Beispiel Teelichthalter aus Holz, Sterne und selbstgenähte Schlüsselanhänger. Sogar einen Stand mit Honig und Honigspezialitäten wie Honigbutter oder Honigmarzipan gab es. „Die Leute wollen wieder gern regional kaufen“, freut sich der Ottmarsbocholter Imker Jürgen Wiegert. Seit ein paar Jahren imkert er in seiner Freizeit gemeinsam mit einem erfahrenen Imker. Im restlichen Jahr verkauft er den Honig an Freunde und Bekannte.

Auch Sven Höwische ist eher durch Zufall auf dem Weihnachtsmarkt gelandet. Seine Sterne aus Holz kamen bei Freunden gut an. „Und dann wurde ich gefragt, ob ich nicht auch auf dem Weihnachtsmarkt was verkaufen will“, erzählt er.

Das ist auch eine Besonderheit dieses Marktes: Die Menschen, die hier etwas verkaufen, kommen alle aus Otti. Ihre Ware stellen sie oft selbst her, als Hobby neben der Arbeit. Mit viel Liebe zum Detail. Das ist es, was das vertraute Flair des kleinen Marktes ausmacht. Am Ende kommt es hier auf das gemütliche Beisammensein an. Und so wurde noch, lange nachdem es dunkel geworden ist, viel geredet und gelacht. Bei einem Heißgetränk, versteht sich…

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