Aktion des Heimatvereins Senden
Kinder pflanzen auf gerodeter Fichten-Fläche 60 Bäume an

Senden -

Bei der Baumpflanzaktion des Heimatvereins Senden durften die Kleinen ran. 60 Kinder pflanzten an der Huxburg.

Sonntag, 01.12.2019, 18:20 Uhr aktualisiert: 04.12.2019, 17:16 Uhr
Die zweijährige Ella und ihre neunjährige Schwester Josefine gaben beim Pflanzen ihres Baumes alles. Bürgermeister Sebastian Täger packte bei der Aufforstung mit an, hier mit der zehnjährigen Lia.
Die zweijährige Ella und ihre neunjährige Schwester Josefine gaben beim Pflanzen ihres Baumes alles. Bürgermeister Sebastian Täger packte bei der Aufforstung mit an, hier mit der zehnjährigen Lia. Foto: hha

Die junge Eiche überragt Ella zwar fast um ein Doppeltes, doch davon lässt sich die Zweijährige unterkriegen. Mit größter Konzentration und vollem Einsatz hält sie den Stamm fest, während ihre große Schwester Josefine mit dem riesigen Spaten die Wurzeln des jungen Baumes bedeckt. „Das hat voll Spaß gemacht“, erzählen die beiden voller Stolz auf ihren „eigenen“ Baum.

Denn im Rahmen der Baumpflanzaktion des Heimatvereins Senden durften die Schwestern ebenso wie knapp 60 andere Kinder eine gerodete Stelle an der Huxburg mit ihren eigenen Bäumen aufforsten. Gefragt waren dabei größter Einsatz und Fingerspitzengefühl – für die jungen Waldschützer überhaupt kein Problem. „Das Baumpflanzen ist ja total einfach“, meinen auch die Geschwister Lia, Maya und Lenny begeistert. Mit Spaten und Schippe bewaffnet packten auch die Kleinsten mit an und leisteten so einen eigenen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel. „Die heimischen Wälder zu hegen und zu pflegen ist ein wichtiges Anliegen von uns“, erläuterte Karl Schulze-Höping vom Heimatverein.

Auf großes Echo stieß die Pflanzaktion des Heimatvereins Senden.

Auf großes Echo stieß die Pflanzaktion des Heimatvereins Senden. Foto: Geuting

Bäume gewählt, die Bestand haben

Denn die Fichten, die die Fläche an der Huxburg eigentlich bewuchsen, mussten aufgrund der Folgen der Klimakrise gerodet werden – Borkenkäfer und die extreme Trockenheit der letzten Sommer hatten die Bäume vernichtet. Für die Aufforstung des Gebietes fiel die Wahl darum nun auf einen Laubwald, erklärt Forst- und Landwirt Josef Grothues , der die Baumpflanzaktion am Samstag mit seinem Expertenwissen unterstützte. „Wir haben Bäume gewählt, von denen wir hoffen, dass sie noch viele Jahre Bestand haben“, betonte er. Zusammen mit Bürgermeister Sebastian Täger verteilte Grothues die Setzlinge an die ungefähr 60 Kinder und packte ebenso wie der Bürgermeister auch selber mit an.

Kinder schauen Eichen beim Wachsen zu

Dass sie den Stieleichen, Linden, Ulmen, Traubeneichen und Forstwalnüssen, die sie gepflanzt haben, beim Wachsen zusehen können, freut Lia, Maya und Lenny am meisten. „Es ist total schön, dass wir unsere Bäume immer wieder besuchen kommen können, um zu schauen, wie die groß werden“, erzählen die Geschwister. Sogar für ihre Baby-Schwester Lotta pflanzten sie einen eigenen Baum – da bleibt bloß zu hoffen, dass auch sie den Bäumen noch viele Jahre beim Wachsen zuschauen kann.

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