Ehrung bei EU-Breitband-Wettbewerb
Vorbildliches Projekt schafft es ins Finale

Senden/Brüssel -

Den Titel räumte Senden nicht ab, gehört aber zu den drei Finalisten beim Wettstreit um den Europäischen Breitband-Preis, den die EU-Kommission an ein Projekt im Baskenland vergab.

Mittwoch, 04.12.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 04.12.2019, 17:16 Uhr
Bürgermeister Sebastian Täger nimmt die Auszeichnung für Senden als „Finalist“ des EU-Breitband-Wettbewerbs in Brüssel entgegen.
Bürgermeister Sebastian Täger nimmt die Auszeichnung für Senden als „Finalist“ des EU-Breitband-Wettbewerbs in Brüssel entgegen. Foto: Esser

Für einen Podestplatz reichte es, wenn auch nicht ganz oben auf dem Treppchen. Die Gemeinde Senden qualifizierte sich für die Endauswahl unter den Bewerbern beim „Europäischen Breitband Preis“. Dass es die smarte Glasfaser-Kommune aus dem Münsterland in die Endauswahl der besten drei geschafft hatte, wussten Bürgermeister Sebastian Täger und Wirtschaftsförderer Niklas Esser , als sie am Montag zu ihrer Dienstreise nach Brüssel starteten. Die Hoffnung auf den Sieg erfüllte sich zwar nicht, „aber es hat sich trotzdem gelohnt“, lautet das Fazit.

Zahlreiche Bewerber im Rennen

Immerhin ergatterte Senden einen Preis als „Finalist“ des „European Broadband Awards 2019“. Eine Abstufung jenseits des ersten Preisträgers nahm der Auslober nicht vor. Aufgerufen zu dem Wettbewerb hatte die EU-Kommission . Mit erheblicher Resonanz: 240 Bewerbungen gingen in fünf Kategorien ein – die meisten in Gruppe drei, bei der auch Senden seinen Hut in den Ring warf. Darin geht es um „sozio-ökonomische Auswirkungen von Breitbandanschlüssen in ländlichen oder abgeschiedenen Regionen“. Seine Ehrung hat Senden für die komplett flächendeckende Versorgung mit Glasfaser gewonnen, die nicht nur die dicht besiedelten Gebiete umfasst, sondern auch den Außenbereich. Insbesondere die Verzahnung von bürgerschaftlichem Engagement der Anrainer in den „Buddelvereinen“ mit den Profis von der Deutschen Glasfaser und unter Flankierung und Begleitung durch die Gemeindeverwaltung habe die Jury der EU-Kommission überzeugt, so Täger. Mit dieser Form der Kooperation und die technische Durchführung mit einem Pflug leistete Senden Pionierarbeit im Kreisgebiet und weit darüber hinaus. Die NRW-Landesregierung, vertreten durch Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart, aber auch das gleiche Ressort in Niedersachsen schaute sich in den vergangenen Monaten Senden als Vorbild für den Breitband-Ausbau im ländlichen Raum an.

Es hat sich trotzdem gelohnt.

Sebastian Täger

Die Auszeichnung als Finalist bedeutet für Senden vor allem, dass die Gemeinde ihr Ansehen durch die Erwähnung in offiziellen EU-Dokumenten und in Web-Foren steigert. Außerdem pflegten Täger und Niklas den Gedanken- und Ideenaustausch mit anderen Wettbewerbteilnehmern von der britischen Insel bis Griechenland. Die Kosten der Dienstreise übernimmt die EU-Kommission übrigens nicht, obwohl die nominierten Preisträger zur Feier in Brüssel eingeladen waren.

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