Neuer Name für Haus Palz beschlossen
„Altes Zollhaus“ soll Bürger verbinden

Senden -

Haus Palz, das zurzeit zum Bürgerhaus umgestaltet wird, soll künftig den Namen „Altes Zollhaus“ tragen, hat der Haupt- und Finanzausschuss entschieden. Die Bezeichnung „Unser Gildehaus“ fand keine Mehrheit.

Mittwoch, 04.12.2019, 18:00 Uhr
Mit der Baufertigstellung von Haus Palz rechnet die Gemeinde Senden Ende 2021. Die dann entstandene Begegnungsstätte trägt den Namen „Altes Zollhaus“.
Mit der Baufertigstellung von Haus Palz rechnet die Gemeinde Senden Ende 2021. Die dann entstandene Begegnungsstätte trägt den Namen „Altes Zollhaus“. Foto: sff

Neun Monate dauert es, bis ein Kind das Licht der Welt erblickt. Deutlich länger ist Haus Palz im Zuge der laufenden Sanierung und Restaurierung „schwanger“, bis es als neugeborenes Bürgerhaus zum ersten Mal seine Türen öffnet. Gleichwohl steht der Name für das mit großer Vorfreude von Vereinen und Gemeinde erwartete „Baby“ schon seit Dienstagabend fest. „Altes Zollhaus“ soll die zukünftige Begegnungsstätte an der Münsterstraße heißen. Diesen Beschluss hat der Haupt- und Finanzausschuss ohne Gegenstimmen gefasst. Lediglich die Vertreter der Grünen und der UWG enthielten sich der Stimme, weil sie den Namen „Unser Gildehaus“ für angemessener hielten.

„Haus Palz wird eine Perle im Ortskern und braucht einen angemessenen Namen“, appellierte Günter Mondwurf (CDU) an alle Fraktionen, sich als Zeichen der Geschlossenheit einstimmig auf einen Namen zu einigen. Die Bezeichnung „Altes Zollhaus“ werde „Ort und Geschichte“ gerecht.

Dieser Einschätzung konnte Philipp Scholz (Grüne) nicht folgen: Die Nutzung als Gildehaus habe weitaus länger angedauert als die als Zollhaus. „Außerdem erinnert ,Gilde‘ daran, dass Gemeinschaft stattfindet“, so Scholz. „Gilde“ verbinde sich nur mit „gewissen Ständen“, nicht mit der Allgemeinheit argumentierte Achim Peltzer (SPD) dagegen.

Thomas Hageney (UWG) erinnerte daran, dass auch der Heimatverein den Namen „Gildehaus“ präferiere. Einen Kompromiss stellte Bürgermeister Sebastian Täger (schmunzelnd) in die Runde: „Wenn das Kaminzimmer fertig ist, könnte man es ja ,Gildezimmer‘ nennen.“

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