Climax Band Cologne mit vorweihnachtlichem Repertoire
Unsterbliche Melodien zur Saison

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Die Climax Band Cologne steht für hochwertigen Jazz. Die versierten Musiker wurden diesem Anspruch beim vorweihnachtlich geprägten Konzert im Sendener Rathaus vollauf gerecht.

Montag, 09.12.2019, 11:06 Uhr aktualisiert: 11.12.2019, 18:20 Uhr
Stimmig bis ins Detail: Die Climax Band Cologne entpuppt sich einmal mehr als Garant für hochwertigen Jazz.
Stimmig bis ins Detail: Die Climax Band Cologne entpuppt sich einmal mehr als Garant für hochwertigen Jazz. Foto: Mike Oberhaus

Eine Einstimmung auf die kommenden Festtage ist für viele Musikliebhaber ohne das vorweihnachtliche Konzert im Rahmen der „Jazz Live“-Reihe nicht denkbar. Längst ist dies zu einer liebgewonnenen Tradition geworden, und am Freitagabend ging es im festlich dekorierten Rathaussaal mit der Climax Band Cologne in die Welt der unsterblichen Melodien von Dixieland bis Swing, fühlte man sich gleichsam in einen der legendären glitzernden Tanzpaläste jener Ära versetzt.

Große Resonanz im Rathaussaal

Über die Resonanz braucht man sich bei solch einer versierten Band, die seit 45 Jahren ein Garant für hochwertigen Jazz ist, keine Sorgen zu machen, da war ein freier Platz an diesem Abend eine Rarität. Als zu Beginn der von Duke Ellington zu Weltruhm gebrachte „Take the A Train“ erklang, spürte man sofort die Energie und Leidenschaft, mit der die Mitglieder der Climax Band Cologne zusammenspielen. Da stimmte alles bis ins kleinste Detail, genoss man den jederzeit stimmigen Dialog der sympathischen Musiker untereinander. Mit Akribie und Gefühl für die Spielweise seiner musikalischen Weggefährten hatte Bandleader Klaus Wegener allseits bekannte und beliebte Standards wie „American Patrol“ sowie „Tuxebo Junction“ von Glenn Miller in ein ganz lebendiges Gewand gekleidet und sie so vom Staub der Zeit befreit. Da glaubte man nicht, ein Sextett zu hören, sondern eine bestens aufeinander eingespielte Bigband. Man spürte die tiefe Verbundenheit der Climax Band Cologne mit dem Dixieland, aber über die Jahrzehnte hat sich die Band stilistisch ein breites Repertoire von Swing über den für Blues und Jazz typischen Shuffle-Rhythmus erarbeitet. Da zeigte Schlagzeuger Sebastian Wegener mit punktgenauem Spiel seine Qualitäten. Klaus Wegener, Frank Dulisch und Mike Rafalczyk spielten als sich ergänzende Bläsersektion einfach mitreißend, wobei Mike Rafalczyk als „Premiere“ mit der Bluesharp in den tiefen amerikanischen Süden entführen konnte. Mit warm timbrierter Stimme erreichte der Bassist Clemens Hüppe die Herzen des Publikums.

Kein kopflastig-akademischer Jazzabend

Für Überraschungen waren die Mitglieder der Climax Band Cologne jederzeit gut. Gelegentlich mischten sie in einige traditionelle Jazzstandards kleine Melodien aus Weihnachtsliedern. Das war eben kein kopflastig-akademischer Jazzabend, zu dem die aus der Kölner Domstadt angereisten Musiker eingeladen hatten. Sie hatten ganz tief in die Schatzkiste ihres Repertoires gegriffen, spielten von „Puttin‘ on the Ritz“ über „Still got the Blues for You“ so manchen allseits bekannten Song mit Energie und Leidenschaft. Aber jenseits des großen Teichs gibt es mehr als „nur“ Jazzstandards. Mit spürbarem Vergnügen hatten sie amerikanische Weihnachtsweisen in das Programm aufgenommen. Da durfte natürlich „Frosty the Snowman“ nicht fehlen, raste „Rudolph the red-nosed Reindeer“ durch den Rathaussaal. Mit einer exquisiten Bearbeitung des sakralen Weihnachtsliedes „Es ist ein Ros entsprungen“ von Michael Praetorius schlugen sie eine musikalische Brücke zwischen dem 16. Jahrhundert und der Gegenwart. Solch eine festliche Einstimmung gibt es eben nur beim Jazz in Senden. Nun können die Festtage beruhigt kommen.

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