Weihnachtsoratorium von J.S. Bach meisterhaft intoniert
Herzen mit froher Botschaft erfüllt

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Das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach soll die Herzen der Menschen bewegen und ihnen die Frohe Botschaft nahe bringen. Dies gelang dem Laurentius-Chor gemeinsam mit vier renommierten Solisten und dem Barockorchester Münster am Sonntagabend mit einer musikalischen Glanzleistung.

Montag, 09.12.2019, 14:30 Uhr aktualisiert: 11.12.2019, 18:20 Uhr
Mit einer musikalischen Glanzleistung brachte der Laurentius-Chor, gemeinsam mit Gastsängern, dem Barockorchester Münster sowie vier renommierten Solisten das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach in der voll besetzten St. Laurentius-Kirche zu Gehör.
Mit einer musikalischen Glanzleistung brachte der Laurentius-Chor, gemeinsam mit Gastsängern, dem Barockorchester Münster sowie vier renommierten Solisten das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach in der voll besetzten St. Laurentius-Kirche zu Gehör. Foto: Siegmar Syffus

Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach sollte es sein, soviel stand fest für den Kirchenchor St. Laurentius Senden, der durch Gastsänger aus dem Kirchenchor St. Urban Ottmarsbocholt und dem Chor TONartisten Dülmen verstärkt wurde. Und mit diesem sehr anspruchsvollen Ziel vor Augen begannen die intensiven Proben, die neben dem erforderlichen Können über ein Jahr lang allen Akteuren viel Herzblut, Leidenschaft und Durchhaltevermögen abverlangten.

Mit Unterstützung des Barockorchesters Münster und der vier Solisten Katrin Arnold (Sopran), Annette Bialonski (Alt), Georg Poplutz (Tenor) und Michael Nonhoff (Bariton) brachte die Chor- und Orchesterdirigentin Uta-Maria Gennert-Stöcker die Musizierenden am Sonntagabend zu Höchstleistungen. Pfarrer Klemens Schneider dankte in seiner kurzen Begrüßungsansprache mit den Worten: „Schon allein das Bild, das sich uns hier bietet, ist einfach wunderbar“. Oder, um einen Sohn Bachs zu zitieren: „Diese Musik soll nicht das Herz füllen, sondern das Herz in Bewegung setzen“.

Dem Anspruch wurden die Akteure in jedem Fall gerecht. In geradezu feierlicher, erwartungsvoller Anspannung blickten die Besucher, die die Kirche bis auf den letzten Platz füllten, auf die letzten Vorbereitungen, wie das Stimmen der Instrumente, bevor dann die ersten Töne erklangen.

Dirigentin Uta-Maria Gennert-Stöcker brachte die Musizierenden am Sonntagabend zu Höchstleistungen.

Dirigentin Uta-Maria Gennert-Stöcker brachte die Musizierenden am Sonntagabend zu Höchstleistungen. Foto: Siegmar Syffus

Vom Ursprung sechs Kantaten umfassenden Oratorium hatten sich die Musiker auf die ersten drei beschränkt, also inhaltlich mit der Ankündigung der Geburt Jesu, mit der Verkündigung dieses Ereignisses an die Hirten und deren Aufbruch nach Bethlehem.

Ein fulminanter, geradezu jubilierender Chor startete mit „Jauchzet, frohlocket“, und setzte immer wieder mit seiner geballten Stimmkraft nach. Ob „Ehre sei Gott in der Höhe“ oder „Herrscher des Himmels“ die Intensität brachte die Botschaft, um die es ging, jedem einzelnen Besucher nahe. Die Geschichte nahm ihren Lauf, mal unterschiedlich rezitativ vorgetragen durch alle vier Solisten, mal in Arien oder auch im Duett.

Unmöglich einzelne Höhepunkte herauszuheben, würde dies doch der stimmigen Gesamtleistung der Musiker nicht gerecht werden. Und doch sticht die zarte, inbrünstig liebevolle Arie der Maria noch einmal ganz besonders hervor. Annette Bialonski verlor sich geradezu darin, als sie ihr „Schlafe mein Liebster“ zart und sehr überzeugend vortrug. Auch das Duett „Herr dein Mitleid, dein Erbarmen“ von Katrin Arnold und Michael Nonhoff gegen Ende des dritten Teils brachte wunderbar abgestimmt über, welche Freude die Hirten empfanden auf ihrem Weg zur Krippe.

War die Eröffnung Sache des Chores, so blieb diesem auch der Schluss vorbehalten. Mit „Herrscher des Himmels“ endete ein wunderbares Musikerlebnis, das den Kirchenbesuchern frenetischen Applaus entlockte und den Hauptakteuren blumigen Dank bescherte.

Die Einstimmung auf das bevorstehende Weihnachtsfest war somit gelungen, darin waren sich die Besucher einig, die sicherlich mit „bewegtem Herzen“ nach Hause gingen, ganz so wie es sich alle Beteiligten und Klemens Schneider gewünscht hatten.

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