Carsharing & Co. in Senden
Mobilität soll neue Impulse bekommen

Senden -

Bei der Mobilität neue Wege gehen – wie das funktionieren kann, wird derzeit in Senden diskutiert. An zentraler Stelle im Ort soll es beispielsweise Carsharing geben.

Mittwoch, 11.12.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 11.12.2019, 12:20 Uhr
Neue Projekte für die Mobilität werden derzeit in Senden diskutiert, darunter auch Carsharing.
Neue Projekte für die Mobilität werden derzeit in Senden diskutiert, darunter auch Carsharing. Foto: dpa

Wie lässt sich die Mobilität in der ländlich gelegenen Gemeinde Senden umweltfreundlich verbessern? Mit dieser Frage beschäftigen sich seit geraumer Zeit Politik, Verwaltung und Agenda-21-Gruppe. Bis dato sind drei Vorschläge in den Fokus geraten.

Zur Umsetzung der von der CDU vorgeschlagenen Carsharing-Idee hat sich ein Anbieter gefunden. Für voraussichtlich zwei Fahrzeuge, die einer öffentlichen Nutzergemeinschaft zur Verfügung gestellt werden, stellt die Gemeinde Senden zwei eigene, zentral gelegene Parkplätze im Bereich des Busbahnhofs zur Verfügung.

Die SPD-Fraktion hat beantragt, dass gemeindeeigene Elektro-Autos am Wochenende Privatpersonen zu bestimmten Bedingungen probehalber zur Verfügung gestellt werden (WN berichteten). Ergebnisse eines Pilotprojektes in Saerbeck sollen abgewartet und dann im Sendener Umweltausschuss diskutiert werden, so die Sozialdemokraten.

Ein dritter Ansatz zur Verbesserung der Mobilität beruht auf einem Antrag der Agenda-21-Gruppe. Demnach sollen, verteilt auf die Ortsteile, sechs sogenannte Mitfahrbänke im öffentlichen Raum aufgestellt werden. Wer dort Platz nimmt, signalisiert Autofahrern, dass er auf eine kostenlose Mitfahrgelegenheit wartet. Im politischen Raum war kontrovers darüber diskutiert worden, ob und auf welche Weise diese Idee praktikabel umgesetzt werden kann.

Nach Ansicht der Grünen stellen die Mitfahrerbänke „durchaus eine sinnvolle und einfach umzusetzende Ergänzung zum bestehenden Verkehrsangebot dar“, wie es in einer Stellungnahme heißt. Diese Auffassung teilten die anderen Fraktionen in der jüngsten Umweltausschusssitzung nicht. Stattdessen wurde ein Vorschlag der CDU als aussichtsreicher erachtet. Die Christdemokraten plädierten dafür, eine kreisweite App ins Leben zu rufen, über die diejenigen, die eine Mitfahrgelegenheit suchen, Kontakte zu registrierten Fahrern aufnehmen können.

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