Dirk I. und Christina I. regieren Otti-Botti
Auch im Advent greift der närrische Virus um sich

Ottmarsbocholt -

Statt Weihnachtsdeko zu basteln, werkeln die Ottmarsbocholter Jecken im Advent an ihren Motivwagen, binden Rosen und nähen Kostüme. Aktiv mit dabei sind auch Prinz Dirk I. und Funkenmariechen Christina I..

Mittwoch, 18.12.2019, 15:38 Uhr aktualisiert: 19.12.2019, 09:52 Uhr
Prinz Dirk I. Hülsbusch und Funkenmariechen Christina I. Klaas regieren die Ottmarsbocholter Narren. Auch im Advent und in der Weihnachtszeit sind sie in Sachen Karneval aktiv.
Prinz Dirk I. Hülsbusch und Funkenmariechen Christina I. Klaas regieren die Ottmarsbocholter Narren. Auch im Advent und in der Weihnachtszeit sind sie in Sachen Karneval aktiv. Foto: privat

Alle Jahre wieder ticken die Uhren der Ottmarsbocholter Jecken im Advent anders als für Nicht-Karnevalisten: Statt Weihnachtsdeko zu basteln, bauen sie an ihren Motivwagen, binden Rosen und schneidern Kostüme. Und obwohl das Fest der Heiligen Drei Könige noch entfernt ist, haben sie schon längst einen Prinzen. Die Ehre ist in dieser Session Dirk I. ( Hülsbusch ) aus der Hottenheide zuteil geworden, dem seine Lebensgefährtin Christina Klaas als Funkenmariechen zur Seite steht.

„Unsere Weihnachtsfeier haben wir nach dem Wagenbauen am nächsten Samstag – mit Glühwein und Eierbacken“, lacht Hülsbusch. Doch schon direkt nach Heiligabend und den beiden Feiertagen werde für den Karnevalsumzug am 16. Februar weitergearbeitet. Geschenke müssen wegen der knappen Zeit kurzerhand online bestellt werden, gesteht der 27-Jährige ein.

Sein Funkenmariechen hat der gelernte Industriemechaniker beim „Otti-Botti-Karneval“ kennengelernt. So wie Dirk Hülsbusch stammt auch Christina Klaas (23) aus Ottmarsbocholt, arbeitet aber aktuell in Düsseldorf beim Produktmanagement des Telekommunikationsunternehmens Telefonica.

Schon seit Jahren infiziert beide– jeweils Wochen vor der Adventszeit – immer wieder der Karnevalsvirus. So ist Christina Klaas 2015 beim Rosenbinden und Kostümeschneidern aktiv geworden. Dirk Hülsbusch treibt die Narretei viel länger um: „Meinen ersten Auftritt hatte ich im Alter von elf Jahren, zusammen mit meinem Bruder Björn, bei unserem Eckenfest. Zum Wagenbauen hat mich Papa schon mit fünf, sechs Jahren mitgenommen“, erinnert er sich.

Für den Prinzen und das Funkenmariechen sind die Arbeiten, die sich, alle Jahre wieder, von Oktober bis in den Februar ziehen, keine unangenehmen Pflichtaufgaben: „Ein großer Teil unseres Freundeskreises ist involviert. Da macht das Wagenbauen richtig Spaß“, betont Hülsbusch. Und die Frau an seiner Seite ergänzt: „Das Schneidern ist ein kreativer Ausgleich zu meiner Arbeit. Wir lachen viel, tauschen uns aus, und auch ein Gläschen Sekt darf nicht fehlen.“ Noch einen ganz anderen Aspekt des Karnevals hebt Prinz Dirk I. hervor: „Für Neuzugezogene gibt es nichts Einfachers als den Karneval, um in Ottmarsbocholt Fuß zu fassen.“

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