Bürgerstiftung Senden anerkannt
Brief und Siegel aus Düsseldorf

Senden -

Die Post aus Düsseldorf wurde schon herbei gesehnt: Die Bürgerstiftung Senden hat ihre Anerkennung durch das Innenministerium gerade erhalten. Die Stiftungsurkunde wird am 23. Januar durch die Regierungspräsidentin im Sendener Rathaus übergeben. Das Spektrum an Aufgaben, bei denen die Stiftung ergänzend in die Bresche springen kann, ist breit.

Donnerstag, 19.12.2019, 17:10 Uhr
Karl-Heinz Walpurgis (l.), Karl-Heinz Kusnierz und Ina Freifrau Droste zu Senden bilden den Vorstand der Bürgerstiftung Senden und freuen sich, dass die Anerkennung erfolgt ist.
Karl-Heinz Walpurgis (l.), Karl-Heinz Kusnierz und Ina Freifrau Droste zu Senden bilden den Vorstand der Bürgerstiftung Senden und freuen sich, dass die Anerkennung erfolgt ist. Foto: di

Unterschrift und Stempel sind kaum getrocknet: Die Bürgerstiftung Senden hat gerade via Bezirksregierung Münster Post aus Düsseldorf erhalten. Und diese wurde auch schon herbei gesehnt. Denn: Das Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen hat die Stiftung als „rechtsfähig anerkannt“. Damit kann die operative Arbeit starten.

Der Vorlauf war gehörig, währte gut zwei Jahre. „Bürgerstiftung Senden steht vor der Gründung“ titelten die WN am 19. Januar 2019. Was, aus damaliger Sicht, auch stimmte. Die Akteure in der „Keimzelle“, die die Stiftungs-Wehen einleiteten, hatten nicht mit einer so langen Geburtsphase gerechnet. Zumal sie sich bei Satzungsfragen – sie waren es, die sich als knifflig entpuppten – eng an Mustersatzungen des Bürgerstiftungs-Verbandes orientierten.

Es war anspruchsvoll.

Ina Freifrau Droste zu Senden über den Weg bis zur Anerkennung als Stiftung

Wer hinter den dicken bürokratischen Brettern einen behördlichen Selbstzweck vermutet, dürfte aber falsch liegen – gibt der Vorstand der Bürgerstiftung Senden zu bedenken. Vielmehr seien „die Anerkennungshürden bei der Ausformulierung der Satzung höher geworden“. Soll beispielsweise heißen: Die Aufgaben, die die Bürgerstiftung erfüllen möchte, mussten ausführlicher und mit Beispielen umschrieben benannt werden. Dahinter steht, hieß es, dass Innenministerium und Oberfinanzdirektion bei gemeinnützigen Organisationen noch genauer hinschauen als ohnehin schon. „Es war anspruchsvoll“, fasst Ina Freifrau Droste zu Senden diese Phase zusammen.

Doch sie liegt hinter dem Vorstand der Bürgerstiftung. Er blickt nach vorn und will jetzt seine Tätigkeit aufnehmen. Der symbolische Startschuss erfolgt am 23. Januar, wenn Regierungspräsidentin Dorothee Feller ins Rathaus Senden kommt, um die Stiftungsurkunde offiziell zu übergeben.

Resonanz und Unterstützung in der Bevölkerung

Dass die Bürgerstiftung bei den Bürgern Resonanz findet, hat sich schon in mehrfacher Hinsicht gezeigt: Einerseits war die Info-Veranstaltung am 18. November im Rathaus – wie berichtet – sehr gut besucht. Das Interesse, sich mit Ideen in die Ausgestaltung des Stiftungszwecks einzubringen, ist offenbar also in Senden vorhanden. Andererseits hat die „Keimzelle“ der Stiftung ebenfalls signalisiert bekommen, dass sie auf den „Treibstoff“ für ihr Engagement in Form von finanzieller Unterstützung zählen kann. Darin bestehen unterschiedliche Möglichkeiten, und auch die Null-Zins-Ära konterkariert nicht, dass die Stiftung von Bürgern für Bürger in die Bresche springen kann, wenn andere Institutionen an ihre Grenzen stoßen, betont der Vorstand.

Die Themen dafür reichen von Sport über Soziales und Umwelt bis zur Heimatpflege. Infos und Kontakt: ✆ 0 25 36/ 66 27.

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