Gartenstraße für Verkehr freigegeben
Bauprojekt flott im Ziel

Senden -

Die Gartenstraße ist wieder für den Verkehr freigegeben worden. Damit endet ein kompliziertes Bauvorhaben auf der Hauptverkehrsschlagader Sendens schneller als geplant.

Freitag, 20.12.2019, 15:44 Uhr aktualisiert: 22.12.2019, 12:36 Uhr
Ein „Schnipp“ für die freie Fahrt: Landrat Dr. Schulze Pellengahr, Bürgermeister Täger sowie Vertreter aus Rat, Verwaltung und beteiligten Firmen auf der Gartenstraße.
Ein „Schnipp“ für die freie Fahrt: Landrat Dr. Schulze Pellengahr, Bürgermeister Täger sowie Vertreter aus Rat, Verwaltung und beteiligten Firmen auf der Gartenstraße. Foto: di

Von wegen viele Köche verderben den Brei! Bei der Sanierung der Gartenstraße war das Gegenteil der Fall. Oberirdisch und im Erdreich wurde gebuddelt, was das Zeug hält. Koordiniert wurden durch die Gemeinde Senden gleich fünf Maßnahmen verschiedener Bauträger: Die Gelsenwasser AG modernisierte die überörtliche Wasserleitung unter der Gartenstraße, die Gemeinde sanierte im Auftrag des Kreises die Straße, baute einen Kreisverkehr und modernisierte gleichzeitig Hausanschlüsse und die Straßenbeleuchtung. Im kommunalen Bauamt liefen die Fäden bei Marcus Thies und Marcus Schmidt zusammen. Die dazu beitrugen, das Gesamtprojekt flott über die Ziellinie zu hieven.

Viele Maßnahmen und Akteure koordiniert

Genau das war am Freitagmittag der Fall, als Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Bürgermeister Sebastian Täger sowie Vertreter des Rates, der Verwaltung und der beteiligten Firmen die Gartenstraße wieder für den Verkehr freigaben. Am 25. Februar war die Baustelle eingerichtet und ein Zeitkorridor von zwölf Monaten einkalkuliert worden. Der jetzt deutlich unterboten wird.

Busse ab 7. Januar auf alter Route

Wenn am 7. Januar (Dienstag) die Schulferien vorüber sind, werden die Busse wieder die alten Routen fahren. Bis dahin gilt der bisherige Fahrplan unverändert. Sowohl der Bürgerbus als auch die Busse der RVM werden ab Schulstart wieder über die üblichen Strecken geführt, teilt die Gemeinde mit. Die Haltestelle am Rathaus wird dann nur noch vom Bürgerbus bedient. Die aktualisierten Fahrpläne sind jeweils online verfügbar.

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Bei der symbolischen wie tatsächlichen Freigabe – die ersten Autos schnurrten über den frischen Asphalt, sobald Flatterband und Honoratioren die Fahrbahn verlassen hatten – wurde betont, dass die Erleichterung in Senden groß sei. Denn immerhin war eine Verkehrsschlagader mit täglich rund 11 000 Fahrzeugen abgebunden worden, woran Gerd Gebauer, Vorsitzender des Gemeindeentwicklungsausschusses erinnerte. Bürgermeister Sebastian Täger äußerte die Hoffnung, dass „die Beeinträchtigungen bald vergessen sind“. Der Rathaus-Chef beteuerte, dass beim Ablauf der Maßnahmen Sorge getragen worden sei, dass Geschäfte und Stellplätze erreichbar bleiben, räumte aber ein, dass Behinderungen sich nicht komplett vermeiden ließen. Insgesamt, so Täger, der auch dem Kreis für das entgegengebrachte Vertrauen dankte, sei die Maßnahmen „hervorragend gelaufen“.

Diese Einschätzung teilte der Landrat, der unterstrich, dass sich das Projekt „in der Herzkammer“ Sendens abspielte und einen „ganzen Rattenschwanz“ an Einzelmaßnahmen nach sich zog.

Kostenplan wird eingehalten, Zeitplan unterschritten

Nicht nur der Zeitplan, auch der Kostenplan konnte eingehalten werden, teilt die Gemeinde mit: Die verschiedenen Baumaßnahmen, deren Gesamtkosten etwa 1,57 Millionen Euro betragen, wurden von unterschiedlichen Stellen getragen: So übernimmt die Bezirksregierung etwa 70 Prozent der Kosten in Höhe von rund 460 000 Euro für die Anlage des Minikreisverkehrs und die Erneuerung der Beleuchtung. Der Kreis Coesfeld erneuerte aus Eigenmitteln in Höhe von rund 90 000 Euro die verbleibenden Fahrbahnbereiche der Gartenstraße zwischen Busbahnhof und Münsterstraße. Den Rest der Kosten trägt die Gemeinde Senden.

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