Kein Zimmer frei im Rathaus
Verwaltung bleibt bei Raumfrage nicht viel Luft

Senden -

Der Bedarf an Personal wächst, das Sendener Rathaus bietet aber nur noch wenig Spielraum. Wie gelangen die gegenläufigen Interessen unter einen Hut?

Mittwoch, 01.01.2020, 13:34 Uhr
Mehrere Szenarien stehen im Raum: Das Sendener Rathaus, das im Jahr 1982 bezogen wurde, soll erweitert werden.
Mehrere Szenarien stehen im Raum: Das Sendener Rathaus, das im Jahr 1982 bezogen wurde, soll erweitert werden. Foto: Piontek

In der „Regierungserklärung“ nahm das Raumthema nur am Rande Raum ein. Doch als Sebastian Täger seinen Haushaltsentwurf für 2020 in den Rat einbrachte, streifte er in seiner 40-minütigen Rede gleichwohl auch die Frage, wie sich die Gemeinde Senden angesichts wachsender Aufgaben mit den eigenen räumlichen Kapazitäten aufstellt. Beantwortet ist diese generelle Herausforderung noch nicht. Doch die Verwaltung wahrt sich, in Abstimmung mit der Politik – die Option auf eine Erweiterung.

„Trotz der Herrichtung des Polizeigebäudes“, stellte Täger in seiner Haushaltsrede klar, zeichne sich, „aufgrund neuer Aufgaben und notwendiger Personalzuwächse in den letzten Jahren“ weiterer Raumbedarf ab. Die Erweiterung des Rathauses, an dem seit seiner Einweihung im Jahr 1982 keine größeren baulichen Maßnahmen durchgeführt worden seien, ist seit Jahren immer wieder ein Thema, bestätigt Täger im WN-Gespräch. Es gebe auch Pläne, die in den Schubladen schlummerten.

Ob diese Entwürfe zu Leben „erweckt“ werden und welches konkrete Szenario angepeilt wird, müsse in den politischen Gremien entschieden werden. Die Mandatsträger seien aber über die grundsätzliche Absicht, sich raumtechnisch Luft verschaffen zu wollen, informiert. Und in den Haushalt hat die Gemeinde Senden auch bereits einen Posten für diesen Zweck eingestellt: rund eine Million Euro für 2020/2021.

Unter den denkbaren Varianten nannte der Verwaltungschef gegenüber den WN einen Anbau ans Rathaus in Richtung Anton-Aulke-Ring. Damit würde aber eine größere Lösung anvisiert, die mit deutlich höherem finanziellen Einsatz verbunden wäre als die eine Million Euro, die bisher im Gemeindebudget angesetzt worden ist.

Möglich sei es auch, bauliche Optionen an der Münsterstraße im Bereich der Lücke zwischen Rathaus und dem benachbarten „Treffpunkt“ auszuschöpfen. Dass bei der Raumfrage aber kein Raum für einen Aufschub bis St. Nimmerlein besteht, daran ließ der Bürgermeister keinen Zweifel.

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