Wunderbare Klänge in St. Johannes eröffnen das neue Jahr
Herzen mit Musik freudig erfüllt

Bösensell -

Mit Weihnachtsliedern sowie mit Werken von Brahms, Haydn und Dvorak gestalteten Heike Hallaschka, Gerd Radeke (Trompete) und Christiane Alt-Epping (Klavier, Orgel) in der St. Johannes-Kirche einen stimmungsvollen Jahresauftakt. Vier Tangos von Astor Piazzolla bereicherten das Programm um Tanzmusik aus dem 20. Jahrhundert.

Donnerstag, 02.01.2020, 14:00 Uhr aktualisiert: 03.01.2020, 14:06 Uhr
Gestalteten einmal mehr in St. Johannes ein stimmungsvolles Konzert zum neuen Jahr (v.l.): Christiane Alt-Epping, Heike Hallaschka und Gerd Radeke.
Gestalteten einmal mehr in St. Johannes ein stimmungsvolles Konzert zum neuen Jahr (v.l.): Christiane Alt-Epping, Heike Hallaschka und Gerd Radeke. Foto: Bastian Becker

„Wie ist die Welt so stille“, heißt es in einem Vers aus Matthias Claudius´ „Abendlied“. Als Sopranistin Heike Hallaschka von der Empore der St. Johannes-Kirche glockenklar die Vertonung des bekannten Gedichtes vortrug, war es in dem mit Besuchern sehr gut gefüllten Gotteshaus mucksmäuschenstill. Das mittlerweile zur guten Tradition gewordene Neujahrskonzert des „Trio Seraphim“, wie sich Heike Hallaschka, Gerd Radeke (Trompete) und Christiane Alt-Epping (Klavier, Orgel) im abgelaufenen Jahr getauft haben, zog die Zuhörerschaft in seinen Bann.

„Sie werden das Herz mit Musik und Gesang erfreuen“, hatte Pfarrer Klemens Schneider bereits zu Beginn des Konzerts versprochen. Gerd Radeke erläuterte: „Zwei Begriffe sind heute von besonderer Bedeutung: Mond und Liebe.“

Die ersten Lieder, in denen Christiane Alt-Epping die Orgel spielte, präsentierte das Trio von der Empore aus. Dazu zählte neben dem einleitenden Psalm 95 eine Orgelsuite über drei englischsprachige Weihnachtslieder. Dabei zog die Organistin im Wechsel zwischen gewaltigem Brausen und sanftem Dahinfließen viele Register. Nach einem frohlockend-jubilierenden Trompetenkonzert von Joseph Haydn wechselten die drei Musiker in den Altarraum, wo sich Christiane Alt-Epping ans Klavier begab.

Mit fünf Werken von Johannes Brahms wurde dort das Thema „Liebe“ verstärkt in den Fokus genommen. Besonders ragte dabei „Boten der Liebe“ mit dem auch in kräftigen Passagen stets stabilen Gesang, der dramatischen Trompetenmelodie und dem schwungvollen Klavierspiel heraus.

Mit der „Mondarie“ aus Antonin Dvoraks Oper „Rusalka“ glänzte Heike Hallaschka mit sehr hohen Tongewittern, hervorragend leicht am Klavier begleitet. Vier Tangos von Astor Piazzolla bereicherten das Programm um Tanzmusik aus dem 20. Jahrhundert. Speziell im „Weihnachtstango“ verschmolzen die drei Stimmen auf einer leidenschaftlichen „Road to Bethlehem“.

Traditionell steht am Ende des Bösenseller Neujahrskonzerts Georg Friedrich Händels „Let the bright Seraphim“. Der in nahezu allen Tonlagen klare Gesang, das feierlich-enthobene Trompetenspiel und die mal gewaltigen, mal spielerischen Orgel- beziehungsweise Klavierstimmen sorgten zum Jahresauftakt für ein Klangerlebnis der besonderen Art, das das Publikum zu stehenden Ovationen animierte.

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