Neues Tierheim hat bereits über 60 Hunde und Katzen vermittelt
Schnelle Hilfe für vier Pfoten

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Für das neue Tierheim gibt es starken Bedarf in der Region: Seit der Eröffnung im September wurden schon über 60 Tiere vermittelt. Darüber hinaus sind aktuell im Heim nahezu alle Plätze für Katzen und die meisten Plätze für Hunde trotz laufender guter Vermittlung vergeben.

Mittwoch, 08.01.2020, 15:30 Uhr aktualisiert: 13.01.2020, 12:28 Uhr
Maria Eichel (rechts) freut sich über die Entwicklung des Tierheims am neuen Standort. Bei der Arbeit stehen ihr Helfer zur Seite – eine von ihnen ist Elke Ahmann (l.), hier mit der Hündin Chiara.
Maria Eichel (rechts) freut sich über die Entwicklung des Tierheims am neuen Standort. Bei der Arbeit stehen ihr Helfer zur Seite – eine von ihnen ist Elke Ahmann (l.), hier mit der Hündin Chiara. Foto: jpk

Die Sorge um das Wohl von Hund, Katze und anderen Vierbeinern treibt das Team des Vereins „Tierfreunde Lüdinghausen und Umgebung“ an. Eine gute Zukunftsperspektive haben die Helfer durch das neue Tierheim, das im September in der Ottmarsbocholter Oberbauerschaft eröffnet wurde ( WN berichteten). Ein Investor habe das Grundstück des ehemaligen Gasthofes Hohe Lucht gekauft und dem Verein ermöglicht, dort gegen Pacht unterzukommen, berichtet Maria Eichel , Vorsitzende der Tierfreunde.

Neben dem Hauptgebäude für Verwaltung gibt es auf dem weitläufigen Areal je ein Hunde- und ein Katzenhaus sowie Freiflächen. Der Bedarf in der Region ist offenbar groß. Denn schon bei der Eröffnung waren alle Katzenzimmer, die Quarantäne- und Krankenstation belegt. Aktuell sind nahezu alle Plätze für Katzen und die meisten Plätze für Hunde trotz laufender guter Vermittlung vergeben. „Gefühlt werden drei Tiere vermittelt, fünf neue kommen zu uns“, sagt Eichel, die seit der Eröffnung insgesamt schon über 60 Tiere vermitteln konnte.

Eine neue Entwicklung stellt die Katzenschutzverordnung dar. Tierschützer hatten diese schon vor Jahren gefordert. Die Verordnung betrifft sowohl Streuner als auch Privatkatzen. Ein wichtiges Anliegen ist es, die Vermehrung der Tiere zu blockieren. Dazu gehört vor allem die Kastration. Hierdurch soll es weniger Streuner geben. „Ich bin der Meinung, alle Katzen sollten kastriert werden – auch die Hauskatzen“, bezieht Eichel eine klare Stellung.

Das nächste größere Ziel ist die Umzäunung des Tierheim-Areals, damit auch Kleintiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen Unterschlupf finden. Dazu soll ein Bauantrag gestellt werden. „Alles nacheinander, da wir Nutzungsänderungen stellen müssen“, so die Vorsitzende. Vögel oder Reptilien werden nicht aufgenommen, sagt sie.

Die baulichen Maßnahmen um das Hunde- und Katzenhaus sind soweit fertig. Nur noch kleine Arbeiten am Licht sind nötig. Es ist also schon viel Arbeit geleistet worden. Bisher wurden rund 90 000 Euro für das neue Tierheim gespendet, doch für die tägliche und laufende Arbeit wird weitere Unterstützung benötigt. Zum Beispiel hallt es im Hundehaus, daher wäre ein Schallschutz wünschenswert. Auf einer Spendenwand ist es möglich, gegen einen entsprechenden Geldbetrag, symbolisch kleine Bausteine zu erwerben. Außerdem stehen Spendendosen in Geschäften. Tiernahrung und Sachspenden werden auch in Supermärkten gesammelt. Ehrenamtliche Helfer für Hunde-und Katzenpflege sind ebenfalls willkommen – gerne am Wochenende außerhalb der Öffnungszeiten. Derzeit gibt es rund zwei Dutzend Aktive, zum Teil als 450-Euro-Kräfte. Jeden Mittwoch kommt eine Tierärztin zur Visite. Sonst wird auch die Praxis aufgesucht. Laborkosten und Tierarztrechnungen werden vom Verein getragen. „Wir tun alles, um es den Tieren gut gehen zu lassen“, betont Eichel.

 

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