Heimspiel für Julia Puls mit ihrem Partner Victor Soos
Ausnahmetalente als Duo und Paar

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Die hohen Erwartungen wurden erfüllt, wenn nicht übertroffen: Julia Puls und Viktor Soos überzeugten bei ihrem Konzert im Rathaus. Das sie nicht verließen, ohne gebeten zu werden, dass es nicht das letzte Heimspiel gewesen sein soll.

Montag, 13.01.2020, 15:34 Uhr aktualisiert: 14.01.2020, 15:26 Uhr
Wohl nicht das letzte Gastspiel: Julia Puls und Viktor Soos mit Kulturamtsleiter Günter Melchers.
Wohl nicht das letzte Gastspiel: Julia Puls und Viktor Soos mit Kulturamtsleiter Günter Melchers. Foto: Felix Hüsch-Waligura

Ausverkauftes Heimspiel: Einen äußerst zufriedenen Eindruck machte Kulturamtsleiter Günter Melchers am Samstagabend beim Anblick der vielen Besucher, die beim Konzert von Julia Puls und ihrem Partner Victor Soos dabei sein wollten. „Mir ist es eine ganz besondere Ehre, in den letzten Monaten meiner Amtszeit noch einmal Juli Puls hier bei uns begrüßen zu dürfen, die schon einige Veranstaltungen in den vergangenen Jahren musikalisch umrahmt hat und jetzt als Duo Jilo mit einem aufregendem Programm bei uns aufwartet“, so Melchers in seiner Begrüßung.

Allen Klassikfreunden und vielen Fans des Duos wurden musikalische Delikatessen vom späten 18. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert aus Frankreich und Deutschland dargeboten. Mit sehr viel Charme und Eleganz moderierten die beiden Künstler ihr Programm und gaben den Zuhörern besondere Einblicke in die Werke und das kompositorische Schaffen der großen Meister Claude Debussy, Carl Maria von Weber, Clara Schumann, Francis Poulanc, Darius Milhaud und Max Reger.

Das Duo eröffnete das Konzert mit dem „Grand Duo Concertant Es Dur op. 48 von. C. M. von Weber und verlieh dem 1. Satz „Allegro con fuoco“, Nomen est omen, so viel Feuer, dass bereits die erste Satzpause mit Applaus gefüllt wurde.

Als erstklassiger Solist präsentierte sich Viktor Soos mit einer Auswahl aus Improvisationen für Klavier von Francis Poulenc. Von expressiv exzentrisch bis melancholisch introvertiert erlebten die Zuhörer eine jugendliche, frische und lockere Interpretation, die ihres Gleichen suchte.

Eine Klasse für sich war der erste Satz der Waldstein- Sonate von Ludwig van Beethoven, aus aktuellem Anlass von Viktor Soos ins Programm aufgenommen; der Tastenmeister bewies, dass er sich in der vordersten Reihe der jungen Pianistengeneration bewegt und in Zukunft als Solist und Begleiter noch für viel Furore sorgen kann.

Viel Aufsehen in der Musikszene wird auch von Julia Puls zu erwarten sein, die bei ihrem Heimspiel im Rathaus jeden Takt nutzte, um ihr außerordentliches Talent unter Beweis zu stellen. Die Modulation von Glissando und Legato oder den Unterschied zwischen Staccato und Staccato Seccho demonstrierte die junge Ausnahmemusikerin in vollendeter Form unter anderem mit Werken von Clara Schumann und Darius Milhaud. Insgesamt hinterließ das Duo einen bleibenden Eindruck bei den Sendener Fans, verbunden mit dem Wunsch auf ein „Wiederhören“ im kommenden Jahr.

Die obligatorischen Blumen überreichte Günter Melchers mit den Worten „Wir hoffen, dass Du bei Deinen Konzerten in der weiten Welt immer daran denkst, das Deine Karriere hier im Rathaus begann und Du immer unsere Juli bleiben wirst“.

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