Neuer Gesprächskreis
Pflegenden Angehörigen Rücken stärken

Senden -

Austausch, Begegnung und erste Beratung – das soll ein Gesprächskreis für pflegende Angehörige bieten, der von Angelika Emschove und Felicitas Lübke-Homann initiiert worden ist. Beide bringen Fachkenntnisse und Erfahrungen aus der Arbeit mit Menschen demenziellen Erkrankungen mit.

Donnerstag, 16.01.2020, 19:32 Uhr
Bild mit Symbolgehalt: Felicitas Lübke-Homann (l.) und Angelika Emschove möchten pflegenden Angehörigen mit dem Gesprächskreis den Rücken stärken.
Bild mit Symbolgehalt: Felicitas Lübke-Homann (l.) und Angelika Emschove möchten pflegenden Angehörigen mit dem Gesprächskreis den Rücken stärken. Foto: di

Verschnaufen, sich begegnen und Luft verschaffen, Erfahrungen austauschen, Informationen erhalten – was pflegende Angehörige brauchen, damit sie zu sich selbst und wieder ein Stück weit zu Kräften kommen, das wissen Angelika Emschove und Felicitas Lübke-Homann . Und sie wollen einen Beitrag dazu leisten, das das Netz, das diese Betroffenen umgibt, etwas engmaschiger wird. Deshalb bieten Emschove und Lübke-Homann einen Gesprächskreis für pflegende Angehörige an.

An jeden letzten Montag im Monat (ab 27. Januar) finden die Treffen von 18 bis 20 Uhr im Saal der Gaststätte Journal statt. Ein abgeschlossener Raum, aus dem nichts herausdringt, ergänzt Emschove, die als examinierte Krankenpflegerin und durch ihre langjährige Tätigkeit im Altenheim St. Johannes Fachkenntnisse und Erfahrungen mit Menschen mitbringt, die beispielsweise an einer demenziellen Erkrankung leiden. Auch Felicitas Lübke-Homann bringt als Altenpflegefachkraft Erfahrung und Kompetenz in die neue Runde ein.

Doch die beiden Begleiterinnen des Gesprächskreises, die diesen ehrenamtlich und kostenlos anbieten, wollen keine „Regie“ übernehmen oder Themen diktieren. Vielmehr gilt: „Welche Themen besprochen werden, richtet sich nach den Wünschen der Teilnehmer der Treffen“, betont Emschove. Sie hat zuletzt auch den VHS-Kursus „Hilfe beim Helfen“ geleitet und weiß, dass das Bedürfnis, sich auszutauschen und einen kleinen Freiraum zu erobern, unter pflegenden Angehörigen ausgeprägt ist.

„Der Bedarf in Senden ist da“, lautet die Überzeugung von Emschove, die auf eine rege Resonanz aus dem Kreis der Betroffenen hofft. Die Schwelle, zur Gruppe hinzuzustoßen, ist niedrig. Denn es handelt sich nicht um einen aufbauenden Kursus. Die Sorgen und Nöte auffangen – das soll der regelmäßige Gesprächskreis ermöglichen, der im „Netzwerk Alter, Pflege, Demenz“ verankert ist.

Über die Begegnung und den Austausch hinaus bietet der Gesprächskreis auch Beratung und erste Informationen an. Das kann von Hinweisen zum Umgang mit Demenzpatienten und der Einordnung ihres Verhaltens bis hin zu Fragen reichen, die die Absicherung der erkrankten Menschen und ihrer Angehörigen durch die Pflegekasse umfasst.

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