Anerkennungsurkunde der Bürgerstiftung Senden übergeben
Gestärkte Schubkraft für Solidarität

Senden -

Es war kein Pflichttermin, sondern eher schon eine Herzensangelegenheit: Regierungspräsidentin Dorothee Feller übergab die Anerkennungsurkunde der Bürgerstiftung Senden persönlich. Bei der Feierstunde im Rathaus wurde deutlich, wie wichtig Ehrenamt und Gemeinsam sind – besonders in heutigen Zeiten.

Donnerstag, 23.01.2020, 17:06 Uhr
Enger Schulterschluss: Stiftungsforum und Vorstand der Bürgerstiftung Senden mit Vertretern befreundeter Bürgerstiftungen und Behörden beim Festakt im Rathaus, bei dem Regierungspräsidentin Dortohee Feller die Anerkennungsurkunde an Karl-Heinz Walpurgis (kleines Bild) übergeben hat.
Enger Schulterschluss: Stiftungsforum und Vorstand der Bürgerstiftung Senden mit Vertretern befreundeter Bürgerstiftungen und Behörden beim Festakt im Rathaus, bei dem Regierungspräsidentin Dortohee Feller die Anerkennungsurkunde an Karl-Heinz Walpurgis (kleines Bild) übergeben hat. Foto: di

Der Bürgermeister, der als Hausherr viele Gäste im Rathaus begrüßte, stellte es unmissverständlich klar: „Das ist kein formaler Akt“, sagte Sebastian Täger über den Besuch von Regierungspräsidenten Dorothee Feller . Sie kam am Donnerstagvormittag höchstselbst in die Stevergemeinde, um die Anerkennungsurkunde des Landes für die Bürgerstiftung Senden persönlich zu übergeben – Geste der besonderen „Wertschätzung und Anerkennung“ des Engagements der Stiftungsgründer und -Unterstützer.

Feller bricht Lanze für das Ehrenamt

Worin die Chefin der Mittelbehörde am Domplatz und damit Vertreterin der Landesregierung in der Region auch beipflichtete. „Ich komme gerne“, betonte Feller. Denn es gelte, Menschen, die sich ehrenamtlich für ihren Ort engagieren, die Reverenz zu erweisen. Dass sich Bürger, ohne den persönlichen Vorteil zu suchen, für die Allgemeinheit einsetzen, mache ein Gemeinwesen erst lebens- und liebenswert. Mehr noch: Ohne Ehrenamt könnten Gemeinden gar nicht funktionieren, führte die Behördenleiterin weiter aus, die in diesem Zusammenhang die beispielhaft die freiwilligen Feuerwehren nannte. Der prominente Gast aus Münster schlug den Bogen aber noch weiter: Gerade in Zeiten, in denen Grundwerte gefährdet seien, komme dem Zusammenhalt im Gemeinwesen besondere Bedeutung zu, so Feller. „Die Kommune ist Wiege und Hafen der Demokratie.“ Die Arbeit von Gemeinderäten und der örtlichen Verwaltung müsse wieder mehr wertgeschätzt werden, appellierte sie.

Es ist nicht einfach, eine Bürgerstiftung zu gründen.

Regierungspräsidentin Dorothee Feller

Mit Blick auf den Anlass ihres Besuches räumte die Regierungspräsidentin ein: „Es ist nicht einfach, eine Bürgerstiftung zu gründen.“ Aufgabe ihrer Behörde sei es, beim Überwinden gesetzlicher Hürden zu helfen.

Regierungspräsidentin übergibt Stiftungsurkunden

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  • Dorothee Feller übergibt Anerkennungsurkunde an Karl-Heinz Walpurgis vom Vorstand der Bürgerstiftung Senden.

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  • Dorothee Feller (2.v.r.) mit dem Vorstand der Bürgerstiftung Senden, Karl-Heinz Kusnierz (l.) Ina Freifrau Droste zu Senden und Karl-Heinz Walpurgis.

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  • Gruppenbild mit Stiftungsgremien, Kollegen anderer Stiftungen sowie Vertretern von Behörden und weiteren Impulsgebern oder Begleitern.

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  • Dorothee Feller begrüßt die Gäste im Bürgersaal des Rathauses.

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  • Dorothee Feller mit Günter Wierling, einer der Initiatoren der Bürgerstiftung Senden.

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  • Dorothee Feller mit Karl-Heinz Kusnierz, Vorstand der Bürgerstiftung Senden, und Bürgermeister Sebastian Täger.

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  • Gestaltete das musikalische Rahmenprogramm: Roland Halemba

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  • Bürgermeister Sebastian Täger begrüßt alle Gäste im Bürgersaal des Rathauses

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  • Gäste im Bürgersaal des Rathauses.

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  • Karl-Heinz Walpurgis sprach für den Vorstand der Bürgerstiftung Senden.

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  • Karl-Heinz Walpurgis bei der Feierstunde im Rathaus.

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  • Dorothee Feller kommt persönlich nach Senden, um die Anerkennungsurkunde zu übergeben.

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Eben dies habe die Stiftungs-Sachbearbeiterin beim RP, Alexa Große-Heidermann, auch getan, würdigte Karl-Heinz Walpurgis, der für den Vorstand der Bürgerstiftung sprach. Er rekapitulierte den Weg bis zur Anerkennung durch das Innenministerium am 12. Dezember, der vor zwei Jahren begonnen habe. Der Anstoß zur Gründung der Bürgerstiftung in Senden, womit eine Lücke innerhalb des Kreises Coesfeld geschlossen werde, sei von Josef Brüning und Günter Wierling (beide Angehörige der Senioren Union) ausgegangen. Walpurgis dankte nicht nur den Impulsgebern, sondern auch jenen, die den Prozess bis zum „Segen“ durch das Land begleitet haben – darunter Günter Idelmann und Bernhard Krämer, Vorsitzende der Bürgerstiftungen Billerbeck beziehungsweise Lüdinghausen, sowie Beate Mertmann, lange Vorsitzende der Bürgerstiftung Haltern und derzeit Regionalkuratorin des Bündnisses der Bürgerstiftungen als überörtliches Netzwerk.

Viele Ideen für konkrete Projekte

Elf Sendener Bürger sowie die Sparkasse Westmünsterland und die Volksbank Senden haben mit ihren Beiträgen in Höhe von insgesamt 63 500 Euro die Gründung der Bürgerstiftung ermöglicht.Dieses Kapital bleibt unangetastet, von Erträgen und Spenden (aktuell 5500 Euro) wird die operative Arbeit getragen.Ideen für konkrete Projekte sind weit gediehen, so der Stiftungsvorstand auf Anfrage. Ganz oben stehen die Themen Kinder, Natur und eine gemeinschaftsstiftende Veranstaltung.Die Bürgerstiftung Senden ist laut Bezirksregierung Münster eine von 45 im Bezirk der Behörde. Nähere Infos bei Karl-Heinz Walpurgis, Telefon: 02536/6627. www.buergerstiftung-senden.de

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Netzwerkarbeit möchte auch die neue Stiftung in Senden betreiben. Denn sowohl einzelne Spender und Zustifter sind willkommen als auch Bürger, die Anregungen oder ihr Engagement beisteuern möchten. Doch auch mit Institutionen und Akteuren wie dem „Netzwerk Senden“, das ebenfalls im Rathaus vertreten war, werde die Bürgerstiftung einen Austausch pflegen. „Sie ist offen für Geld, aber auch für Ideen“, animierte Täger, die Ehrenamtsförderer zu fördern.

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