Umgestaltung am Kanal geht voran
Neue Lieblingsplätze mit Aussicht

Senden -

Lange Zeit erschien es, als dümpele das Bauprojekt Hafenplatz am Kanal nur langsam vor sich hin. Doch inzwischen hat das Vorhaben wieder volle Fahrt aufgenommen: Anfang Mai sollen der umgestaltete Platz an der Bakenstraße und der „Hafenpark“ zwischen Terrassen und B 235-Brücke fertig und zugänglich sein.

Freitag, 24.01.2020, 17:10 Uhr
Der „Hafenpark“ zwischen B 235-Brücke und dem Hafenplatz macht Fortschritte. Die Baukosten am Wasser liegen bei rund zwei Millionen Euro, die Hälfte wird gefördert.
Der „Hafenpark“ zwischen B 235-Brücke und dem Hafenplatz macht Fortschritte. Die Baukosten am Wasser liegen bei rund zwei Millionen Euro, die Hälfte wird gefördert. Foto: di

Zurück in die Zukunft, so könnte für Martin Diekmann , in Anlehnung an einen Hollywood-Streifen, das Motto lauten. Und wie im Film bekommt die Planung des Architekten und Landschaftsarchitekten aus Hannover für sein Projekt in Senden noch ein Happy End. Denn: Ein privates Gartengrundstück, das inmitten der überplanten Fläche auf Höhe der Bakenstraße am Kanal liegt, konnte von der Gemeinde inzwischen erworben werden – was bereits Absicht war, seit 2015 ein Wettbewerb um Gestaltung von Hafenplatz und Promenade ausgeschrieben worden war. Dass das Projekt, das zwischenzeitlich dümpelte, nun wieder Fahrt aufnimmt, wurde am Donnerstagabend im Gemeindeentwicklungsausschuss ( GEA ) deutlich.

„Platz im Platz“ lädt zum Verweilen ein

Dort hatten die Mandatsträger über die Gestaltung des „Platzes im Platz“, der zum Verweilen einlädt, zu entscheiden. Das Konzept von Wettbewerbssieger Diekmann kam prinzipiell gut an: eine „Intarsie“ (O-Ton des Architekten), auf der zwei langgezogene, zum Wasser hin ausgerichtete Bänke und drei Bäume Platz finden. Die beiden Sitzgelegenheiten sollen die neue Optik an der Kanalpromenade aufgreifen und eine von ihnen mit einer höheren Lehne aus Holz versehen werden, auf die der Schriftzug „Senden 48,1“ (in Anspielung an die Kanal-Kilometrierung) dem Hafenplatz eine Art Markennamen verleihen soll.

Mehr Schattenspender für die „Intarsie“

Die Zahl der Bäume, Stichwort Schattenspender, soll möglichst erhöht werden, regten die Politiker an. Verringert werden soll die Zahl der geplanten Parkplätze. Zumindest drei Längsparkplätze, die laut Entwurfsplanung an die „Intarsie“ auf dem Hafenplatz grenzen, sollen entfallen. In einem Bereich, der an die weißen Wohnhäuser mit Kanalblick grenzt, entstehen aber neue Stellplätze. Im Gesamtpaket soll am Ende der Maßnahmen an Hafenplatz und Bakenstraße die Zahl der Parkplätze gegenüber heute weitgehend gleich bleiben. Bei der Frage, ob ein Parkstreifen noch durch einen Baum aufgelockert und somit um eine Parkbox verringert werden soll, sollen die Anwohner das letzte Wort haben, regte Gerd Gebauer (CDU), Vorsitzender des Ausschusses, an.

Die „Intarsie“ soll sich mit hellem Splitt vom dunkel-changierenden Pflaster des Platzes abheben, entschied der Ausschuss mit den Stimmen der CDU, während die anderen Fraktionen einem Belag aus Beton den Vorzug gegeben hätten, wie es Diekmann geplant hatte.

Anfang Mai rücken Bautrupps ab – und für den Düker an

Die Neugestaltung am Kanal, die von vielen Bürgern herbei gesehnt wird, schreitet baulich voran. Anfang Mai sollen die Bautrupps, die bislang von milder Witterung profitieren, abrücken und das Areal soll uneingeschränkt genutzt werden können. Nahtlos anschließen, so Projektleiter Marcus Thies vom Sendener Bauamt, soll sich das Verlegen des neuen Kanal-Dükers im Verlauf der Bakenstraße.

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