Stephan Baumeister übernimmt Vorsitz von St. Johanni Bösensell/Neue Festfolge
Stehende Ovationen für Hubert Reher

Bösensell -

Aus persönlichen Erwägungen hat Hubert Reher sein Amt als erster Vorsitzender der Schützenbruderschaft St. Johanni Bösenseller zur Verfügung gestellt. Er hinterlässt große Fußstapfen, in die jetzt Stephan Baumeister tritt. Er wurde bei der Mitgliederversammlung einstimmig zu Rehers Nachfolger gewählt.

Sonntag, 02.02.2020, 15:40 Uhr aktualisiert: 02.02.2020, 17:44 Uhr
Hubert Reher vorne, (l.) legte sein bisheriges Amt als erster Vorsitzender der Schützenbruderschaft St. Johanni Bösensell in die Hände seines Nachfolgers Stephan Baumeister (vorne, r.). Rainer „Timo“ Timmerhinrich (2.v.r.) ist neuer Geschäftsführer.
Hubert Reher vorne, (l.) legte sein bisheriges Amt als erster Vorsitzender der Schützenbruderschaft St. Johanni Bösensell in die Hände seines Nachfolgers Stephan Baumeister (vorne, r.). Rainer „Timo“ Timmerhinrich (2.v.r.) ist neuer Geschäftsführer. Foto: Carina Wübbels

Wenn bei der Mitgliederversammlung der St. Johanni Schützenbruderschaft Bösensell im Saal der Vereinsgaststätte Temme die Sitzplätze knapp werden, dann stehen wichtige Punkte auf der Tagesordnung: Außerplanmäßig stellte Hubert Reher sein Amt als erster Vorsitzender am Samstag zur Wahl. Vor gut 20 Monaten habe er ein persönliches Resümee gezogen und sich gefragt, wann und wie er dieses Amt denn einmal abgeben wolle. Das 200-jährige Jubiläum 2024 war da schon in Sichtweite: „Dort möchte ich nicht mehr in der ersten Reihe stehen“, sagte er den 91 versammelten Schützenbrüdern. „Das Herz sagt bleib, der Kopf schreit geh“, zitierte Reher den Pop-Sänger Joris, daran wolle er sich nun halten.

Die Bruderschaft zollte ihm für seine langjährige Arbeit, 46 Jahre war Reher als Offizier oder im Vorstand tätig, und die wohlüberlegte Entscheidung mit stehenden Ovationen Respekt. „Ich habe es gern gemacht; ihr habt mich ertragen, begleitet und unterstützt. Danke an euch alle für die schöne Zeit“, sagte der scheidende erste Vorsitzende Hubert Reher, seit 2007 hatte er dieses Amt bekleidet.

Wilderich von und zur Mühlen, gerade erst von der Versammlung einstimmig als zweiter Vorsitzender für drei weitere Jahre im Amt bestätigt, leitete sogleich die Wahl des neuen Vorsitzenden. Der Vorstand habe sich viele Gedanken gemacht und schlage Stephan Baumeister , den bisherigen Geschäftsführer, als Nachfolger vor. So wie beinahe jede Wahl an diesem Abend fiel auch diese einstimmig aus: Stephan Baumeister ist neuer Vorsitzender der St. Johanni Schützenbruderschaf. „Gerade, wenn man so einen Vorgänger wie Hubert Reher hat, sind die Fußstapfen, die er hinterlässt, riesig. Aber mit so einem guten Team freue ich mich auf die Aufgabe“, sagte er. Da nun die Position des Geschäftsführers vakant war, musste ein neuer gewählt werden. Rainer „Timo“ Timmerhinrich führt nun die Geschäfte der Bruderschaft. Markus Middendorf wurde am Samstag als Schatzmeister des Schützenvereins bestätigt, als Kassenprüfer löst Thorsten Wesseler Gebhard Temme ab.

Nicht nur die bedeutenden Personalien waren die Gründe für das zahlreiche Erscheinen der Schützen, auch und vor allem die Anpassungen der Festfolge waren von Interesse: „Die langjährige Tradition soll attraktiv gehalten werden“, hatte Hubert Reher, als er noch Vorsitzender war, gesagt. „Wir versprechen, unserer lange Tradition dabei nicht zu vergessen.“ Der vom Vorstand über Jahre erarbeitete und von der Versammlung bestätigte Vorschlag sieht vor: Am Donnerstag trägt die Jägerkompanie einen internen Wettbewerb um einen Sternenkönig aus. Bis 1969 habe es einen in Bösensell gegeben, nun wolle man daran wieder anknüpfen. „Vergangenes kann auch wieder aufleben“, sagte Reher.

Am Freitag ist kein Buffet am Tisch mehr vorgesehen, die Verpflegung beim nun offiziellen Königsball erfolgt über den Imbissstand vor der Halle. Die Proklamation des neuen Königspaares findet am Sonntagmorgen nach einem Antreten an der Vogelstange und einem Frühstück in der Halle statt. Es folgen die Ehrungen, der Fahnenschlag, Auftritte von Tanzgruppen und ein lockerer Ausklang mit dem Frühschoppen. „Der Sonntag dient der Tradition, da waren wir uns alle einig“, erklärte Reher den Findungsprozess der neuen Festfolge.

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