Betreuungsplätze auch im neuen Kindergartenjahr heiß begehrt
In Ottmarsbocholt wird es eng

Senden -

Dank der in den vergangenen Jahren geschaffenen neuen Kindergärten stehen gemeindeweit insgesamt genügen Betreuungsplätze zur Verfügung. In Ottmarsbocholt zeichnet sich allerdings ein Engpass ab, so dass einige Kita-Kinder ab 2020/21 voraussichtlich in Sendener Einrichtungen untergebracht werden müssen.

Dienstag, 04.02.2020, 15:26 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 14:14 Uhr
Rundum versorgt werden die Kinder in den Tageseinrichtungen, wie hier im Kindergarten St. Urban. In Ottmarsbocholt deutet sich eine so große Nachfrage an, dass sich dort ein Engpass ergeben dürfte.
Rundum versorgt werden die Kinder in den Tageseinrichtungen, wie hier im Kindergarten St. Urban. In Ottmarsbocholt deutet sich eine so große Nachfrage an, dass sich dort ein Engpass ergeben dürfte. Foto: sff

Dank gemeinsamer Bemühungen der verschiedenen Kita-Träger, der Gemeinde Senden und des Kreisjugendamtes liegt das Platzangebot im aktuellen Kindergartenjahr in allen Ortsteilen im grünen Bereich. Denn in den vergangenen Jahren wurde „Pufferkapazität“ geschaffen – in Bösensell durch die Erweiterung der Kita St. Johannes, in Senden durch die Inbetriebnahme der DRK-Kita Huxburg und in Ottmarsbocholt durch die Erweiterung der Kita St. Urban und die Inbetriebnahme der DRK-Kita Davertgeister. Nichtsdestotrotz zeichnet sich wegen der weiter gewachsenen Nachfrage in Ottmarsbocholt erneut ein Engpass ab, bestätigte Kreisjugendamtsleiter Bernd Tübing auf Anfrage.

Das Anmeldeverfahren ist offiziell noch nicht abgeschlossen. Daher werden dem Kreisjugendamt verbindliche Zahlen – als Entscheidungsbasis für den Kreistag – erst Anfang März vorliegen. Bezüglich der Anerkennung des konkreten Platzbedarfs und der damit verbundenen Bezuschussung sei nämlich nicht die Gemeinde, sondern der Kreis Coesfeld zuständig, hieß es auf Anfrage im Sendener Rathaus.

„Sobald die Zahlen vorliegen werden wir prüfen, welche Kapazität in welchem Kindergarten zur Verfügung stehen und wo gegebenenfalls Überkapazitäten für die Nachfrage in anderen Tageseinrichtungen genutzt werden können“, erläutere Tübing. Nach bisheriger Einschätzung geht der Leiter des Kreisjugendamtes davon aus, dass auch im kommenden Kita-Jahr gemeindeweit genügend Plätze vorhanden sein werden. „In Senden läuft‘s. Dort sieht es deutlich besser aus als in manch anderer Kommune im Kreis“, resümierte Tübing. Durch die steigende Nachfrage – vor allem im U3-Bereich – könne nicht garantiert werden, dass alle Eltern ihre Sprösslinge im Wunsch-Kindergarten unterbringen können. Für Ottmarsbocholt und Venne bedeutet das, dass gegebenenfalls Kinder in eine der Sendener Kita gefahren werden müssen.

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