Industrie stellt sich vor: Maschinenbaubetrieb Langguth gewährt Blick hinter die Kulissen
Produkte aus Bösensell weltweit gefragt

Bösensell -

Die heimische Industrie muss ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen. Das zeigte sich den Besuchern bei einer Führung durch den Familienbetrieb Langguth. Die in Bösensell hergestellten Maschinen sind weltweit gefragt. Ferner bietet der Betrieb jährlich zwölf Ausbildungsplätze sowie zwei Duale Studien an.

Freitag, 07.02.2020, 14:00 Uhr aktualisiert: 09.02.2020, 16:20 Uhr
55 Jugendliche und Erwachsene nutzen die Gelegenheit zu einem Blick hinter die Kulissen des Etikettiermaschinenbauers Langguth. Geschäftsführer Klaus Pekruhl (vorne, rechts) gab zuvor einen Überblick über die Tätigkeit des Unternehmens.
55 Jugendliche und Erwachsene nutzen die Gelegenheit zu einem Blick hinter die Kulissen des Etikettiermaschinenbauers Langguth. Geschäftsführer Klaus Pekruhl (vorne, rechts) gab zuvor einen Überblick über die Tätigkeit des Unternehmens. Foto: Siegmar Syffus

Die Resonanz war überwältigend: „Wir haben mit 20 bis 25 Anmeldungen gerechnet. Heute sind 55 Besucher hier, und die Nachfrage ist so groß, dass wir am kommenden Donnerstag eine zweite Führung angesetzt haben“, freute sich Geschäftsführer Klaus Pekruhl , dass sich so viele Eltern, Schüler, Lehrer, Studenten und weitere Personenkreise für die Arbeit der Firma Langguth interessieren. Gemeinsam mit vier weiteren Unternehmen aus der Region möchte der in Bösensell ansässige Etikettiermaschinen-Hersteller mit den Besichtigungsangeboten die Akzeptanz der Bevölkerung für die heimische Industrie fördern ( WN berichten).

„Wir sind mit acht Schülern hier, die nicht hier sein müssen. Aber das Interesse ist so groß, dass sie außerhalb der Schulzeit mitgekommen sind“, berichtet Barbara Rüther-Liemann, Berufswahlkoordinatorin an der Edith-Stein-Schule. Ebenso wie wohl die meisten anderen Besucher war sie, ebenso wie die Jugendlichen, sehr überrascht von der „schönen und hellen Atmosphäre“ in der Produktionshalle, die so gar nicht wirkte, wie sich manch einer einen „typischen“ Industriebetrieb vorstellt.

Ebenso überraschend wie das Ambiente war für die Gäste das Leistungsspektrum des Familienunternehmens, das rund 100 Mitarbeiter in Bösensell beschäftigt. Klaus Pekruhl vermittelte vor der Führung in Kleingruppen durch Entwicklung, Produktion und Vertrieb einen Einblick: „Die Software für die individuell hergestellten Maschinen wird hier im Haus geschrieben. Und es gibt kaum ein Land in der Welt, in dem noch keine unserer Etikettiermaschinen steht.“ Vor der Auslieferung werde jede Maschine möglichst mit Originaletikette und Originalware auf Funktion und Zuverlässigkeit geprüft. „Es muss nicht immer Siemens sein“, resümierte Pekruhl. Auch im Münsterland gebe es eine Menge leistungsstarker, international tätiger Unternehmen.

Spannend für Eltern und Schüler war insbesondere das Ausbildungsplatzangebot: Langguth bietet pro Jahr zwölf Ausbildungsplätze für Industriemechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik, Technische Produktdesigner und Industriekaufleute sowie zwei Plätze für Duale Studiengänge an.

Eine zweite Führung bei Langguth findet am 13. Februar um 16 Uhr statt. Anmeldungen via E-Mail: info@langguth.com. Im Rahmen der Reihe „Industrie stellt sich vor“ finden Führungen statt: Druckhaus Dülmen am 5. März (Anmeldung: info@druckhaus-duelmen.de), Josef Winkelheide GmbH in Senden am 2. April (produktion@winkelheide.de), Kordel Antriebstechnik GmbH in Dülmen am 7. Mai (info@kordel.de), Meypack Verpackungssystemtechnik GmbH in Nottuln am 4. Juni (info@meypack.de).

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