Richtfest am „Alten Zollhaus“
Denkmal wird zu Ort der Begegnung

Senden -

Nach dem Start der denkmalgerechten Restaurierung des „Alten Zollhauses“ im Sommer 2019, weht nun der Richtkranz auf der zukünftigen Begegnungsstätte. Ab Herbst 2021 soll das historische Gebäude Bürgern und Vereinen für verschiedene Nutzungen zur Verfügung stehen und gleichzeitig der Integration dienen.

Freitag, 07.02.2020, 17:32 Uhr aktualisiert: 11.02.2020, 12:31 Uhr
Nachdem Zimmermann Burkhard Inkmann den Richtkranz am „Alten Zollhaus“ befestigt hatte, trieben zunächst Claudia Grave und Agnes Wiesker sowie danach Bürgermeister Sebastian Täger, Eckhard Scholz und Krischan Zoran den letzten Nagel ins Gebälk.
Nachdem Zimmermann Burkhard Inkmann den Richtkranz am „Alten Zollhaus“ befestigt hatte, trieben zunächst Claudia Grave und Agnes Wiesker sowie danach Bürgermeister Sebastian Täger, Eckhard Scholz und Krischan Zoran den letzten Nagel ins Gebälk. Foto: Siegmar Syffus

222 Hammerschläge waren beim Richtfest auf Schloss Senden notwendig, um den letzten Nagel ins Gebälk zu treiben. Noch hartnäckiger erwies sich am Freitag der Dachstuhl von Haus Palz, das seit Sommer 2019 restauriert und zum Bürgertreff „Altes Zollhaus“ umgestaltet wird. „Genau 333 Schläge“ zählte Zimmermann Burkhard Inkmann mit breitem Lächeln im Gesicht und närrischem Schalk in Nacken. Zuvor hatte er die „Bauherrinnen“ für die Arbeit aufs Gerüst gerufen. Nach der Architektin Claudia Grave und der Heimatvereinvorsitzenden Agnes Wiesker zimmerten Bürgermeister Sebastian Täger sowie die beiden Architekten Eckhard Scholz und Krischan Zoran auf den 26 Zentimeter langen Nagel ein.

333 Schläge für den letzten Nagel

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  • Vertreter der Gemeinde, des Heimatvereins, Nachbarn sowie weitere geladene Gäste fanden sich zum Richtfest von Haus Palz ein.

    Foto: Siegmar Syffus
  • Vertreter der Gemeinde, des Heimatvereins, Nachbarn sowie weitere geladene Gäste fanden sich zum Richtfest von Haus Palz ein.

    Foto: Siegmar Syffus
  • Vertreter der Gemeinde, des Heimatvereins, Nachbarn sowie weitere geladene Gäste fanden sich zum Richtfest von Haus Palz ein.

    Foto: Siegmar Syffus
  • Agnes Wiesker und Karl Schulze Höping überreichten eine Kartusche mit Fotos und Dokumenten, die als "Grundstein" in Haus Palz eingemauert werden soll an Bürgermeister Sebastian Täger (2.v.l.) und Archiekt Eckhard Scholz (2.v.r.).

    Foto: Siegmar Syffus
  • Agnes Wiesker und Karl Schulze Höping überreichten eine Kartusche mit Fotos und Dokumenten, die als "Grundstein" in Haus Palz eingemauert werden soll an Bürgermeister Sebastian Täger (2.v.l.) und Archiekt Eckhard Scholz (2.v.r.).

    Foto: Siegmar Syffus
  • Zimmermann Burkhard Inkmann befestigte den Richtkranz am Giebel von Haus Palz.

    Foto: Siegmar Syffus
  • Vom Gerüst aus ließ Zimmermann Burkhard Inkmann den Richtspruch ertönen.

    Foto: Siegmar Syffus
  • Vom Gerüst aus ließ Zimmermann Burkhard Inkmann den Richtspruch ertönen.

    Foto: Siegmar Syffus
  • Architektin Claudia Grave trieb den ersten Teil des letzten Nagels ins Gebälk.

    Foto: Siegmar Syffus
  • Architektin Claudia Grave trieb den ersten Teil des letzten Nagels ins Gebälk.

    Foto: Siegmar Syffus
  • Auch die Heimatvereinvorsitzende Agnes Wiesker trug ihren Teil zum Versenken des letzten Nagels bei.

    Foto: Siegmar Syffus
  • Auch Architekt Eckhard Scholz war beim Versenken des letzten nagels gefordert.

    Foto: Siegmar Syffus
  • Fast schon im "Nähmaschinentakt" hämmerte Bürgermeister Sebastian Täger auf den letzten Nagel ein.

    Foto: Siegmar Syffus
  • Auch die Heimatvereinvorsitzende Agnes Wiesker trug ihren Teil zum Versenken des letzten Nagels bei.

    Foto: Siegmar Syffus
  • Auf einer Tafel konnten sich die Besucher des Richtfestes mit ihrem Namen verewigen.

    Foto: Siegmar Syffus
  • Auf einer Tafel konnten sich die Besucher des Richtfestes mit ihrem Namen verewigen.

    Foto: Siegmar Syffus
  • Mit Gulaschsuppe und Brötchen konnten die die Gäste des Richtfestes stärken.

    Foto: Siegmar Syffus
  • Viel Arbeit im Inneren und an der Fassade von Haus Palz ist in den kommenden Monaten noch zu bewältigen.

    Foto: Siegmar Syffus
  • Viel Arbeit im Inneren und an der Fassade von Haus Palz ist in den kommenden Monaten noch zu bewältigen.

    Foto: Siegmar Syffus
  • Viel Arbeit im Inneren und an der Fassade von Haus Palz ist in den kommenden Monaten noch zu bewältigen.

    Foto: Siegmar Syffus

Nicht allein ihre „Mühen“, sondern vor allem auch die über 1500 vom Heimatverein geleisteten ehrenamtlichen Arbeitsstunden dürften sich künftig für ganz Senden auszahlen, hob Täger in seiner Ansprache auf die umfassenden Nutzungsmöglichkeiten hervor. „Nach 13 Jahren Leerstand entsteht hier ein Projekt für Bürger und Vereine“, sagte der Bürgermeister. Dank der Förderung von fast zwei Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Soziale Integration im Quartier“ werde Senden – in Verbindung mit der alten Brennerei und der St. Laurentius-Kirche – an zentraler Stelle „herausgeputzt“, so der Bürgermeister

Eckhard Scholz erinnerte an die bewegte Geschichte des ältesten Sendener Hauses, das nach der Zerstörung im Spanisch-Niederländischen Krieg 1587 wieder aufgebaut worden sei. Es habe dann unter anderem als Gildehaus, Zollhaus und zuletzt als Wohnhaus gedient. „In Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege wollen wir jetzt ein Bürgerhaus wiederherstellen, das zurückgeht auf den Zustand Anfang des 19. Jahrhunderts“, führte Scholz aus. Innen soll eine Struktur mit großer Küche und Diele mit Herdfeuer entstehen. Außen werde das zuletzt verputzte Fachwerk freigelegt und denkmalgerecht restauriert. „Zeitlich liegen wir im Plan. Ziel ist es, Sommer bis Herbst 2021 fertig zu sein“, informierte der Architekt. Dann stehe das historische Gebäude allen Bürgern der Gemeinde zur Verfügung und diene auch der Integrationsarbeit der Lebenshilfe und der Flüchtlingshilfe.

Im Namen des Heimatvereins überreichten Agnes Wiesker und Karl Schulze Höping eine kupferne Kartusche. Nach Abschluss der Fundamentarbeiten und der Fachwerkrestaurierung soll das mit Bildern und Dokumenten von Haus Palz gefüllte Gefäß als „Grundstein“ und zur Erinnerung für die Nachwelt eingemauert werden. „Wir würden uns wünschen, dass die Kartusche im Gildezimmer einen Platz findet“, äußerte Wiesker ganz bescheiden eine Bitte.

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