Löschzug Senden zieht Bilanz
Schwere Aufgaben fordern die Wehr

Senden -

Weniger Alarme, dafür aber fordernde Einsätze. Der Löschzug Senden der Freiwilligen Feuerwehr hatte 2019 einiges zu lösen und zu verkraften.

Sonntag, 09.02.2020, 16:26 Uhr aktualisiert: 09.02.2020, 17:16 Uhr
Zahlreiche Beförderungen und Ehrungen gab es auch 2020 beim Löschzug Senden der Freiwilligen Feuerwehr.
Zahlreiche Beförderungen und Ehrungen gab es auch 2020 beim Löschzug Senden der Freiwilligen Feuerwehr. Foto: Andreas Krüskemper

Für den Löschzug Senden der Freiwilligen Feuerwehr war das vergangene Jahr ein außergewöhnliches. Nicht wegen der Anzahl der Einsätze, sondern wegen der Anforderungen an die Kameraden.

Nachdem Löschzugführer Heiko Pohlmann am Freitagabend die Anwesenden zur Jahreshauptversammlung im Gerätehaus begrüßt hatte, ließ Schriftführer Meinolf Ernst die Aktivitäten des Jahres noch einmal Revue passieren. Erfreulich war dabei, dass es wie auch im Vorjahr keine böswilligen Alarmierungen gab. Auch die Anzahl der Fehlalarme sank von 14 auf 12, die Zahl der Brandeinsätze ging von 50 auf 42 zurück. Gestiegen ist dagegen die Zahl der technischen Hilfeleistungen von 78 auf 104, sodass am Ende bei der Gesamtzahl der Einsätze eine Steigerung von gut elf Prozent zu verbuchen war. Mit dem Brand in der Schulze-Bremer-Straße, bei dem eine acht Jahre alte Leiche gefunden wurde, dem Brand einer Lagerhalle in Bösensell, einem Chemieeinsatz im Cabrio sowie einem Bauernhofbrand in Ottmarsbocholt, bei dem neun Kameraden durch austretende Schwefelsäure verletzt wurden, waren einige Einsätze darunter, die die Kameraden in besonderer Weise forderten, was auch Bürgermeister Sebastian Täger in seiner Rede noch einmal hervorhob.

Von Name zu Name

Geehrt wurde Christian Oelerich für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr.Sayied Abdullah Musawi wurde als Feuerwehrmannanwärter neu in die Wehr aufgenommen.Befördert wurde Fabian Müller vom Jugendfeuer-wehrmann zum Feuerwehrmann, Oliver Horn vom Feuerwehrmann zum Oberfeuerwehrmann, Tobias Tork vom Oberfeuerwehrmann zum Unterbrandmeister, Lena Falk von der Oberfeuerwehrfrau zum Unterbrandmeisterin, Dirk Krimpmann vom Unterbrandmeister zum Brandmeister und Stephan Niehues vom Oberbrandmeister zum Hauptbrandmeister. Nach 48 Jahren im aktiven Dienst wurde Uli Tork auf eigenen Wunsch in die Ehrenabteilung versetzt.Außerdem erhielten Nils Falk, Markus Müller und Heiko Pohlmann das silberne Sportabzeichen sowie Alexander Schmidt und Oliver Horn das goldene Sportabzeichen des DOSB überreicht

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Im Anschluss an den Bericht des Schriftführers erinnerte Linus Jurczik im Jahresbericht der Jugendfeuerwehr an die Höhepunkte des vergangenen Jahres. Neben dem Pfingstzeltlager in Dülmen, dem Berufsfeuerwehrtag und dem Ablegen der Prüfung zur Jugendflamme eins blieb vor allem der Besuch der Berufsfeuerwehr Dortmund im Gedächtnis.

Christian Oelerich erhielt von Bürgermeister Sebastian Täger für 25 Jahre aktiven Dienst bei der Feuerwehr die silberne Ehrennadel überreicht.

Christian Oelerich erhielt von Bürgermeister Sebastian Täger für 25 Jahre aktiven Dienst bei der Feuerwehr die silberne Ehrennadel überreicht. Foto: Andreas Krüskemper

Die Kassenprüfer Ulrich Tork und Willi Willecke bescheinigten dem langjährigen Kassenwart Heinz Drabant in seinem Bericht erneut eine vorbildlich geführte Kasse, was zu einer einstimmigen Entlastung führte. Uli Tork übernimmt das Amt auch im kommenden Jahr noch einmal, neuer Kassenprüfer für Willi Willecke wurde Eugen Cekanin.

Uli Tork wechselte nach 48 Jahren Feuerwehrtätigkeit in die Ehrenabteilung. Bürgermeister Sebastian Täger (M.) und Sachgebietsleiter des Ordnungsamtes Stefan Vorspohl bedankten sich mit einem Präsentkorb.

Uli Tork wechselte nach 48 Jahren Feuerwehrtätigkeit in die Ehrenabteilung. Bürgermeister Sebastian Täger (M.) und Sachgebietsleiter des Ordnungsamtes Stefan Vorspohl bedankten sich mit einem Präsentkorb. Foto: Andreas Krüskemper

Daraufhin hatten Bürgermeister Sebastian Täger und Gemeindebrandinspektor Manfred Overbeck als Wehrführer die Aufgabe, Ehrungen und Beförderungen vorzunehmen. Overbeck wies bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass seit dem vergangenen Jahr der Digitalfunk in Senden funktioniere und damit in Sachen Infrastruktur endlich der für 2006 geplante Stand erreicht sei. Im laufenden Jahr würden daher die entsprechenden Handfunkgeräte eintreffen. Außerdem wies er darauf hin, dass Ende Februar das Katastrophenschutzfahrzeug des Bundes, ein LF20KatS, nach Senden ausgeliefert wird.

Zum Abschluss des offiziellen Teils gab es die traditionelle Bilderschau des vergangenen Jahres, in diesem Jahr erstmals von Tabitha Kramer und Sara Lagedroste zusammengestellt, danach ließ man den Abend gemütlich ausklingen.

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