Einstimmiges Votum im Ausschuss
Politik zollt Schloss-Verein Respekt

Senden -

Der Schloss-Verein hat innerhalb weniger Jahr viel mehr erreicht, als Beobachter erwartet hätten. Dieses Lob war in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses wiederholt zu hören.

Mittwoch, 12.02.2020, 18:34 Uhr aktualisiert: 13.02.2020, 18:28 Uhr
Den jüngsten Abschnitt der Sanierung erläuterte Dr. Franz Waldmann (vorne, r.) vom Vorstand des Schloss Senden e.V. den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses.
Den jüngsten Abschnitt der Sanierung erläuterte Dr. Franz Waldmann (vorne, r.) vom Vorstand des Schloss Senden e.V. den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses. Foto: di

Der Haupt- und Finanzausschuss ist kein Ort für Emotionen, sondern eher für Zahlen. Doch während der Sondersitzung zum Thema Schloss-Zuschuss ließen manche Mandatsträger ihren Gemütszustand aufflackern. Achim Peltzer (SPD) jedenfalls hielt mit seiner Begeisterung nicht hinter dem Berg: Der Verein Schloss Senden habe innerhalb von zwei, drei Jahren „viel, viel mehr geleistet, als wir uns vorstellen konnten“. Die Schlussfolgerung des Fraktionssprechers: „Wir unterstützen das vorbehaltlos.“

Die Unterstützung versagten auch die anderen Parteien nicht. Einstimmig ohne Enthaltung wurde ein bis einschließlich 2023 angelegtes Zuschusspaket von maximal 585 000 Euro für das Denkmal geschnürt. Geradezu enthusiastisch bewertete auch Thomas Hageney (UWG), was bereits erreicht wurde und was sich an Perspektiven abzeichnet: „Einfach bombastisch, toll“, lautete sein Fazit.

Einfach bombastisch, toll!

Thomas Hageney (UWG) über die Arbeit des Schloss-Vereins

Diesem Grundtenor schlossen sich die Grünen, FDP und CDU an. Für letztere Fraktion zitierte Sascha Weppelmann den Vorstand des Vereins Schloss Senden, Dr. Franz Waldmann, der selbst von „dicken Brocken“ gesprochen hatte. Diese Summen könne man eben nicht „vorbehaltlos durchwinken“. Klar müsse sein, so die CDU, dass die Zuschüsse der Kommune an die jeweiligen Projekte geknüpft seien und nicht pauschal abgerufen werden können.

Zugänglichkeit für Öffentlichkeit prinzipiell festgeschrieben

Peter Moll (FDP) warf die Frage auf, wo und wie die öffentliche Zugänglichkeit des Schlosses festgeschrieben sei. Darüber gebe es eine grundsätzliche Vereinbarung mit dem Verein Schloss Senden e.V., so Bürgermeister Sebastian Täger. Die Fördersummen seien überdies grundbuchlich gesichert. Auf die einzelne konkrete Nutzung des Denkmals habe die Gemeinde aber keinen direkten Einfluss, ergänzte Täger gegenüber den WN.

Die Frage von Bettina Scholz (Grüne), ob die Kunstschule Senden im künftigen Raumkonzept weiterhin vorkomme, beantwortete der Schloss-Verein mit einem Ja. Allerdings müssten die Räume nach einer Sanierung zeitlich versetzt genutzt werden – ein dauerhaftes mit Beschlag belegen sei dann nicht mehr möglich.

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