Sanierung der Steverhalle kostet 5,4 Millionen Euro
Zieleinlauf für Oktober geplant

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Bei der Sanierung und Modernisierung der Steverhalle greift eine Vielzahl von Gewerken in einander. Die Maßnahmen liegen im aktualisierten Zeitplan und sollen im Oktober abgeschlossen werden. Der Kostenrahmen muss erweitert werden – von ursprünglich 4,9 auf 5,4 Millionen Euro.

Donnerstag, 13.02.2020, 18:28 Uhr aktualisiert: 13.02.2020, 18:30 Uhr
Die Sanierung und Modernisierung der Steverhalle schreitet voran. Zu den Etappen, die noch bevorstehen, zählt der aufwendige Einbau des Sportbodens.
Die Sanierung und Modernisierung der Steverhalle schreitet voran. Zu den Etappen, die noch bevorstehen, zählt der aufwendige Einbau des Sportbodens. Foto: Siegmar Syffus

Sportverein, Schulen, Kulturinteressierte und sonstige Nutzer der Steverhalle müssen sich noch einige Monate lang gedulden. Gleichwohl zeichnet sich nach nunmehr rund einjähriger Umbauzeit ein Silberstreif am Horizont ab: „Die Arbeiten liegen komplett im Plan. Dank des milden Winters konnten wir bedingt weiterarbeiten. Im Oktober wollen wir fertig werden“, erklärt Architekt Thomas Belha auf WN-Anfrage.

Tonnendächer bleiben erhalten

Mittlerweile sind die neuen Tonnendächer komplett installiert worden. Durch sie bleibt – als ausdrückliche Vorgabe der Kommunalpolitik – die Architektur des mittlerweile 28 Jahre alten Gebäudes erhalten. Die mit ihrem Einbau verbundene Wärmedämmung entspricht darüber hinaus aktuellen Anforderungen. Das gilt auch für die noch laufende Sanierung der Flachdächer, die zum Teil als Gründach gestaltet werden. Die sechs großen Hallenfenster sind bereits ausgetauscht worden. „Sie entsprechen der neuen Wärmeschutz- und Schalschutzverordnung sowie den Brandschutzauflagen“, erläutert Belha. Ferner wird eine elektrisch betriebene Beschattung eingebaut. Fertiggestellt sind die neue Heizungsanlage und die neue Lüftungsanlage, die sich in zwei Anbauten befindet, deren Fassade noch gestaltet werden muss.

Energieeinsparung kompensiert Mehrkosten

Gestiegen sind die Kosten des Großprojektes: Dem Förderantrag der Gemeinde lag eine Summe von 4,88 Millionen Euro zugrunde. Aktuell steht nach Auskunft der Gemeindeverwaltung eine Gesamtsumme von circa 5,4 Millionen Euro im Raum. Hierin enthalten ist nunmehr eine Photovoltaikanlage für etwa 90 000 Euro, die ursprünglich nicht vorgesehen war und in den nächsten Monaten installiert werden soll. Ferner schlagen die Kostensteigerung auf dem Bausektor sowie „Unwägbarkeiten durch Bauen im Bestand“ zu Buche.Doch Sanierung und Modernisierung der Steverhalle bringen langfristig auch einen Gewinn für den Klimaschutz sowie finanzielle Vorteile. „Denn sowohl der Energie- als auch der CO₂-Verbrauch werden voraussichtlich um rund 50 Prozent reduzieren“, erläutert Beate Malsch. Die bei der Gemeinde Senden für das Projekt Steverhalle zuständige Architektin nennt eine zu erwartende Ersparnis von rund 415 000 Kilowattstunden pro Jahr und 91 250 Tonnen CO₂pro Jahr. Das entspricht einem Energieverbrauch beziehungsweise eine CO₂-Ausstoß von etwa 43 durchschnittlichen „Vier-Personen-Haushalten“. Somit, so die Prognose, dürften die entstandenen Mehrkosten schon in wenigen Jahren durch die Energiekosten-Einsparung kompensiert werden. -sff-

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In den nächsten Wochen ist das Foyer an der Reihe. Dort stehen unter Berücksichtigung der Wärme-, Schall- und Brandschutzvorgaben Dachdeckerarbeiten, die Erneuerung des Lichtbandes sowie der Fenster und Türen an.

Neuer Sportboden bildet letzte Etappe

Letzte große Etappe ist ab September der „recht zeitaufwendige Einbau“, so Belha, des neuen, rund 1200 Quadratmeter großen Sportbodens. „Er ist nicht nur für Sport, sondern auch für Kulturveranstaltungen besonders gut geeignet“, ergänzt Hallenwart Nils Falk. Optik und Haltbarkeit komme der multifunktionalen Nutzung des Hallenraums zugute, der mit neuer Heizung, Lüftung und Beleuchtung ausgestattet werde.

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