Notfallplaketten an allen öffentlichen Bänken
Schnell und sicher Hilfe alarmieren

Senden -

Wenn im Notfall Hilfe angefordert werden muss, ist die Frage des Standortes ganz entscheidend. Damit es dabei keine Probleme mehr gibt, sollen alle öffentlichen Bänke in Senden mit SOS-Plaketten versehen werden, deren Nummer durchgegeben und zugeordnet werden kann.

Dienstag, 18.02.2020, 16:50 Uhr aktualisiert: 19.02.2020, 12:40 Uhr
In Ascheberg sind öffentliche Bänke schon registriert und mit Plaketten versehen worden.
In Ascheberg sind öffentliche Bänke schon registriert und mit Plaketten versehen worden. Foto: Dietrich Harhues

Im Notfall zählen Zeit und Zuverlässigkeit – zu beidem tragen Plaketten mit einer eindeutigen Standort-Nummer auf öffentlichen Bänken bei. Ein einfacher Zahlencode erlaubt es der Kreisleitstelle, schnell und eindeutig festzustellen, wo jemand professioneller Hilfe bedarf. Dass sich die öffentlichen Bänke jeweils zu einer „sicheren Bank“ verwandeln, hatte sich die Vorsitzende des Heimatvereins Senden, Agnes Wiesker , im vorigen Jahr gewünscht, als „ihr“ Verein einen der Ehrenamtspreise der Gemeinde Senden erhielt. Die Arbeiten an dem Vorhaben laufen seitdem bereits.

Dazu arbeiten Heimatverein und Bauhof der Gemeinde zusammen, bestätigt Klaus Mende , stellvertretender Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen. Während die Beschäftigten der Kommune die Standorte der Bänke im Innenbereich registriert haben, „klapperte“ der Heimatverein den Außenbereich ab. Diese Aufgabe habe Friedhelm Böckenholt – er ist auch für die Pättkestouren des Vereines zuständig – erledigt, berichtet Wiesker auf WN-Anfrage. Immerhin, es geht insgesamt um mehrere Hundert Bänke, deren Lage dokumentiert werden muss.

Sicherheitskonzept für alle Ortsteile

Damit das Sicherheitskonzept aber trägt, sollen Senden und die Ortsteile eine Einheit bilden. Und eine Lösung aus einem Guss zeichnet sich auch ab, schildert Wiesker. Denn der Heimatverein Senden hat seine Fühler zu den Kollegen der Heimatvereine in Ottmarsbocholt und Bösensell ausgestreckt, wo die Registrierungsaktion bereits angelaufen ist beziehungsweise im März aufgenommen werden soll.

Mit den Daten suchen die Heimatfreunde dann die Kreisleitstelle in Coesfeld auf, wo die Einsätze des Rettungsdienstes koordiniert werden. Von zentraler Stelle werde eine Systematik für die Durchnummerierung der Bänke in Senden und den Ortsteilen entwickelt.

Die Plaketten, die auf den Bänken befestigt werden, sollen bei einem heimischen Metallbaubetrieb geordert werden, kündigt Wiesker an. Die Kosten für die Aktion in Senden werde der Heimatverein Senden tragen, so ihre Angaben. Das Ehrenamtspreisgeld in Höhe von 500 Euro soll dazu in einem Topf fließen, der aber wohl noch aufgestockt werden müsse.

Bauhof und Vereine teilen Arbeiten auf

Beim Anbringen der Schilder werden wieder Bauhof und Vereine gemeinsam die Aufgaben schultern beziehungsweise verteilen. Aus den Reihen des Vereins hätten sich bereits auch junge Väter angeboten, mit Plaketten und Werkzeugen auf Rundreise zu gehen, so die Vorsitzende des Heimatvereins Senden. Denn nicht nur die ältere Generation könne von den SOS-Plaketten profitieren. Der Kreis derjenigen, die in die Lage geraten könnten, ihren Standort schnell und eindeutig durchgeben zu können, sei groß. Er reiche von Pättkesfahrern oder Radsportlern über Spaziergänger und Läufer bis hin zu Familien, die mit ihren Kindern auf Tour sind.

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