Kinder-Uni zum Thema Energie fürs Gehirn
Brötchen spannend mit Wissen belegt

Senden -

Der gesundheitliche Wert eines zünftigen mit Schinken und Butter belegten westfälischen Frühstücksbrötchens ist nicht zu unterschätzen. Dieses und manch anderes lebensnahe Wissen vermittelte Prof. Dr. Erwin-Josef Speckmann den Studierenden der Kinder-Uni Senden. Sie erfuhren, wie besagtes Brötchen seinen Weg ins Gehirn findet.

Freitag, 21.02.2020, 18:54 Uhr
Auf kindgerechte Weise erklärte Prof. Dr. Erwin-Josef Speckmann den Studierenden der Kinder-Uni Senden, wie Gehirn und Muskeln mit lebensnotwendiger Energie versorgt werden.
Auf kindgerechte Weise erklärte Prof. Dr. Erwin-Josef Speckmann den Studierenden der Kinder-Uni Senden, wie Gehirn und Muskeln mit lebensnotwendiger Energie versorgt werden. Foto: Siegmar Syffus

Die Materie ist kompliziert, die Quintessenz klingt einfach: „Jeden Tag ein westfälisches Frühstücksbrötchen“ und obendrein „auf Mutti hören“. Dann bleibt man gesund und hat Power, um prima Fußball zu spielen.

In seinem Vortrag „Wie kommt das Brötchen ins Gehirn?“ vermittelte Prof. Dr. Erwin-Josef Speckmann am Freitag rund 80 Studierenden der Kinder-Uni Senden, auf welchen Wegen Gehirn und Muskeln mit lebensnotwendiger Energie versorgt werden. „Man kann nicht zu Aldi gehen und dort eine Tüte Gehirnenergie kaufen“, stellte der Wissenschaftler vom Institut für Physiologie der Universität Münster fest. Kindgerecht erklärte er, wie im „Versorgungsteil“ des Körpers Magen, Darm, Leber, Galle und Lunge die Nahrung verwertbar machen. Außer Sauerstoff aus der Luft finde sich ansonsten alles Notwendige – Kohlehydrate, Fett und Eiweiß – in einem mit Butter und Schinken belegten westfälischen Frühstücksbrötchen. Wer dann noch „auf Mutti hört“, Vitamine zu sich nimmt („ab und zu ein Apfel vom Baum“), auf Hygiene achtet und „den Kopf warmhält“, hat gute Chancen, gesund und fit zu bleiben. Ebenso lernten die Studierenden, wie Infektionskrankheiten entstehen und wie sich der Körper mit seiner „Polizei“, den weißen Blutkörperchen, gegen Viren schützt.

Gespannt hingen die Kinder sowie einige Erwachsene an den Lippen den Wissenschaftlers. Mehr noch: Immer wieder streckten sich zwei, drei Dutzend Arme in Luft, um Fragen an den Dozenten zu stellen, oder um Antwort auf eine seiner Fragen zu geben.

Lasse Leistikow (8) war mit seinem Onkel Benjamin sogar aus Billerbeck zur Kinder-Uni nach Senden gekommen. „Weil ich das toll finde. Und weil man sich so viel Wissen abholen kann“, ließ der Grundschüler im WN-Gespräch verlauten.

Im Wintersemester 2019/20 können sich die Jung-Studierenden letztmalig am 20. März (Freitag) um 15.30 Uhr eine Menge interessantes Wissen „abholen“. Dann referiert Prof. Dr. Joachim Kurtz: „Evolution – Wie hat sich das Leben auf der Erde entwickelt?“

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