Explosion an der Westfalen Tankstelle
Geldautomat gesprengt

Senden -

Durch einen lauten Knall wurden Anwohner im Bereich der Münsterstraße/Mönkingheide am Rosenmontag gegen 3.30 Uhr aus dem Schlaf gerissen. Unbekannte hatten den Geldautomat der Westfalen Tankstelle gesprengt. Zuvor hatten sie die Eingangstür mit einem Auto gerammt, um sich Zugang zu verschaffen.

Montag, 24.02.2020, 09:26 Uhr aktualisiert: 25.02.2020, 13:14 Uhr
Mit einem Opel Combo sind die Täter in die Tür der Tankstelle gefahren, um sich Zugang zu verschaffen. Drinnen sprengten sie den Geldautomaten.
Mit einem Opel Combo sind die Täter in die Tür der Tankstelle gefahren, um sich Zugang zu verschaffen. Drinnen sprengten sie den Geldautomaten. Foto: Siegmar Syffus

Die Explosion am Geldautomaten der Tankstelle an der Münsterstraße muss eine gewaltige Wucht gehabt haben, denn sie war am Morgen des Rosenmontags weithin – bis Senden-West – zu hören. Die demolierte Eingangstür und Fensterscheibe sind allerdings Folgen eines anderen Gewaltaktes. Wie die Polizei mitteilt, sind die Täter mit einem weißen Opel Combo, ohne Kennzeichen, in den Eingangsbereich der Tankstelle hineingefahren. Dadurch zerstörten sie die Glastür und gelangten in das Innere. Dort sprengten sie zielgerichteten den Geldautomaten und erbeuteten einen vierstelligen Bargeldbetrag. Anschließend flüchteten sie von der Tankstelle auf einem motorisierten Zweirad über die Fußgängerbrücke in das Wohngebiet Walskamp/Mönkingheide.

Gegen 3.30 Uhr knallte es heftig am Rosenmontag an der Westfalen Tankstelle. Anwohner des Grottenkamps sowie des Wohngebiets Mönkingheide wurden durch die Explosion beziehungsweise etwas später durch einen über dem Gebiet kreisenden Polizei-Hubschrauber aus dem Schlaf gerissen.

„Gegen halb Vier hat mich mein Hund geweckt. Der ist wohl durch den Knall aufgeschreckt und durchgedreht, weil er dachte, es ist Silvester“, berichtet Marina Kreklau im WN Gespräch. „Gegen Kurz nach Vier kreiste dann der Hubschrauber bei uns über der Mönkingheide“, erzählt die Anwohnerin. Eine andere Sendenerin schreibt auf facebook: „Bin vor Schreck fast aus dem Bett gefallen. War direkt hier am Kreisverkehr. Erst der Knall, dann ist was metallisches runter gefallen und dann fuhr ein Auto ziemlich flott weg.“

Über mehrere Stunden waren Ermittler und Mitarbeiter der Spurensicherung am Montag vor Ort. Das Tankstellengelände war in dieser Zeit weiträumig mit rot-weißem Flatterband abgesperrt.

Personen, die im Vorfeld verdächtigen Beobachtungen an der Tankstelle gemacht haben und Zeugen, die Angaben zu dem Fahrzeugen machen können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Lüdinghausen, 0 25 91 / 79 30, zu melden.

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