Klarissen empfangen Broholter Narren im Kloster
„Spielt lieber mal was Wildes“

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Auch im Kloster St. Klara wird Karneval gefeiert: Nach dem traditionellen Besuch der Broholter Eiersammler am Morgen des Rosenmontags freuten sich die Nonnen schon auf ihren gemeinsamen Schunkelabend.

Montag, 24.02.2020, 15:28 Uhr aktualisiert: 25.02.2020, 13:14 Uhr
Hocherfreut waren die Klarissen über den Besuch der Broholter Narren. Nicht nur, weil die Ottmarsbocholter 300 Eier spendeten, sondern auch weil sie unbeschwerten Frohsinn im Gepäck hatten.
Hocherfreut waren die Klarissen über den Besuch der Broholter Narren. Nicht nur, weil die Ottmarsbocholter 300 Eier spendeten, sondern auch weil sie unbeschwerten Frohsinn im Gepäck hatten. Foto: Siegmar Syffus

Eigentlich wollten die Broholter Narren „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ mit ihren Mundharmonikas und Kazoos anstimmen. Doch Äbtissin Fidelis zeigte sich in bester Rosenmontagslaune: „Spielt lieber mal was Wildes“, bat sie die Karnevalisten, die zu ihrem alljährlichen Besuch aus Ottmarsbocholt ins Kloster St. Klara gereist waren. Was „Wildes“ hatten die sieben Jungs selbstverständlich auch auf der Pfanne: „Resi, i hol Di mit mei‘m Traktor ab“.

Nicht nur jede Menge Lieder, sondern auch Mettwürste, süßes Wurfmaterial vom Karnevalsumzug und vor allem 300 Eier für die Schwestern brachten die Jecken mit. Seit wann die Broholter Eiersammler am Rosenmontag ins Kloster kommen. Das weiß niemand mehr so genau. „Schon ewig“, hieß es aus den Reihen der Karnevalisten.

Die Eier sind bei den insgesamt 17 Ordensfrauen höchst willkommen. Nicht nur für den Frühstückstisch und zum Kuchenbacken: „Wir haben drei Schwestern aus Indonesien bei uns, dort werden viele Gerichte mit Eiern zubereitet“, berichtete die Äbtissin, die die Broholter gemeinsam mit ihren Mitschwestern Veronika und Gracia empfing.

Schnell sprang der karnevalistische Funke zu den Nonnen über, die ansonsten 364 Tage im Jahr ruhig, zurückgezogen und betend leben: „Die Luftschlangen hängen schon. Heute Abend wollen wir ein paar Karnevalslieder singen und etwas schunkeln. Früher haben wir sogar eine Polonaise gemacht“, plauderte Schwester Veronika ein wenig aus dem Nähkästchen.

Die Broholter sind derweil im Karnevalsendspurt: Andreas Brodherr, Leo Ignatzy, Franz-Josef Vorspohl, Jürgen Waltering, Dominik Bickeböller, Florian Kolbe, Klaus Kock und Andreas Wichmann (als Ersatzmann für Vorspohl) sind als Zugbegleitung für den Broholter Karnevalswagen „250 Jahre Beethoven“ im Einsatz. Das Prachtgefährt haben sich verschiedene Gruppen für die Karnevalsumzüge in Selm (vergangener Samstag), Werne (Rosenmontag) und Nordkirchen (Nelkendienstag) ausgeliehen.

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