Mitgliederversammlung in Ottmarsbocholt
Sieben Säulen tragen das KFD-Haus

Ottmarsbocholt -

Ein Haus, in dem viel Betrieb herrscht, braucht tragende Säulen. Das Ottmarsbocholter KFD-Haus steht auf sieben Säulen.

Sonntag, 01.03.2020, 13:36 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 14:46 Uhr
Mit Maria Lindfeld und Ulrike Schulze Tomberge (rechts) wurde zwei Neuaufnahmen begrüßt. Darüber freute sich der Vorstand mit (v. l.) Hertha Tschernay, Pfarrer Klemens Schneider, Teamsprecherin Margret Klemmer und Theresa Schulte Vorwick.
Mit Maria Lindfeld und Ulrike Schulze Tomberge (rechts) wurde zwei Neuaufnahmen begrüßt. Darüber freute sich der Vorstand mit (v. l.) Hertha Tschernay, Pfarrer Klemens Schneider, Teamsprecherin Margret Klemmer und Theresa Schulte Vorwick. Foto: Ulrich Reismann

Gar nicht so selten würden Menschen sagen: „Was kann ich alleine denn schon tun?“ So begann Pfarrer Klemens Schneider am Samstagnachmittag auf der Mitgliederversammlung der KFD seinen Impuls. Mit der gleichen Resignation beim einzelnen Stein „gäbe es keine Häuser“, und ohne das einzelne Weizenkorn keine Ernte. Umgemünzt auf die hiesige Frauengemeinschaft heiße das nichts anderes als dass „deine Einzigartigkeit, dein Engagement und dein Interesse benötigt wird, damit etwas Größeres daraus entstehen kann“. Eine vom Vorstandsteam vorgenommene Bestandsaufnahme machte deutlich, dass es um solch eine aktive Unterstützung durch die Mitglieder in der Realität wesentlich besser bestellt ist als im öffentlichen Meinungsbild.

„Die KFD lebt ja gar nicht mehr richtig, keiner will da mehr mitmachen. Sind da nur noch ältere Leute?“ So sei bisweilen zu hören, berichtete die Kassiererin Theresa Schulte Vorwick. „Aber so ist das doch nicht. Es passiert eine ganze Menge. Und es gibt ganz, ganz viele Helfer“. Ein Blatt Papier, auf dem ein Haus aufgezeichnet war, ließ den derzeitigen Zustand sichtbar werden. Unter dem Dach mit dem Vorstandsteam standen sieben Säulen als das tragende Fundament. Sie spiegelten die Angebotsvielfalt wider mit den Oberbegriffen Liturgie, Kurse, Geselligkeit, Soziales, Senioren, Mitarbeiterbetreuung und Organisatorisches. Darunter waren dann die konkreten Veranstaltungen oder Tätigkeiten aufgeführt. „Das Haus finde ich phantastisch, weil es eine Übersicht gibt“, gab Theresa Rave ihren Eindruck wider. „Wer gedacht hat, KFD ist nicht viel, dem wird hiermit bewusst, was alles los ist“.

Es läuft eine ganze Menge in der Ottmarsbocholter KFD. Auf der Jahreshauptversammlung wurde den Mitgliedern Mut gemacht, sie mit ihren individuellen Fähigkeiten und ihrem Interesse noch ein Stück lebendiger zu machen, als sie es jetzt schon ist.

Es läuft eine ganze Menge in der Ottmarsbocholter KFD. Auf der Jahreshauptversammlung wurde den Mitgliedern Mut gemacht, sie mit ihren individuellen Fähigkeiten und ihrem Interesse noch ein Stück lebendiger zu machen, als sie es jetzt schon ist. Foto: Ulrich Reismann

In gleichem Sinne äußerte sich auch die Teamsprecherin Margret Klemmer . „Als wir das Haus zusammengestellt haben, waren wir selbst erstaunt, was wir alles machen“. Ein Informationsdefizit sieht sie insbesondere bei der Vielzahl an Kursen. „Vielen ist nicht bewusst, was wir da in Verbindung mit der Familienbildungsstätte alles anbieten. Deshalb ist es uns wichtig, auf diese Säule aufmerksam zu machen.“ Möglich ist das alles jedoch nur, weil das Vorstandsteam die Gemeinschaft – der vor zwei Jahren noch die Auflösung drohte – zusammengehalten hat, und deshalb lag Rave auch viel daran, „euch ein ganz, ganz herzliches Dankeschön auszusprechen“. Von den aktuell 278 Mitgliedern waren 63 in den Saal Lindfeld gekommen.

Was in der Ottmarsbocholter KFD so alles läuft und in welchen Bereichen sie mit weiteren Unterstützern noch lebendiger werden könnte, das stellte Theresa Schulte Vorwick auf der Jahreshauptversammlung vor.

Was in der Ottmarsbocholter KFD so alles läuft und in welchen Bereichen sie mit weiteren Unterstützern noch lebendiger werden könnte, das stellte Theresa Schulte Vorwick auf der Jahreshauptversammlung vor. Foto: Ulrich Reismann

Aber: Weil auch etwas, was gut am Laufen ist, durchaus noch lebendiger werden kann, warb Klemmer in Anlehnung an den anfänglichen Impuls von Pfarrer Schneider um weitere Unterstützung aus den Reihen der Mitglieder. Ideen für Kurse, Veranstaltungen, Wanderungen oder Fahrten seien willkommen. Vielleicht könnten sich ein paar Frauen zusammenschließen und das Ganze eigenhändig organisieren. Dieser Faden wurde anschließend von Theresa Schulte Vorwick weiter gesponnen. Für das Team sei es bereits eine große Hilfe, wenn es wüsste, wen es im Einzelfall mal ansprechen dürfte. „Wer wäre bereit, gestaltend mitzumachen?“. Die Ausrede, „zum alten Eisen zu gehören“, zähle dabei nicht, warf Pfarrer Schneider ein. Alt gebe es nur beim Metall, beim Menschen stehe alt in Verbindung mit Erfahrung. Zum Ende der Versammlung hatte Schulte Vorwick dann etliche Namen bekommen. Für Schneider ein neuerlicher Beweis dafür: „Die KFD lebt“.

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