Gemeinde baut Service der Fundgrube aus
Alte Schätzchen finden neue Freunde

Senden -

Die Gemeinde Senden möchte den Nachhaltigkeitsgedanken in der Bevölkerung fördern. Einen Beitrag dazu soll die Fundgrube auf dem Wertstoffhof leisten. Dort können gut erhaltene und brauchbare Werkzeuge, Bücher und Haushaltsgegenstände zur weiteren Nutzung abgegeben werden.

Montag, 02.03.2020, 17:33 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 14:14 Uhr
Volker Derks (r.) hat die Fundgrube unter seine Fittiche genommen. Kollege Günter Kautz geht ihm ab und an zur Hand.
Volker Derks (r.) hat die Fundgrube unter seine Fittiche genommen. Kollege Günter Kautz geht ihm ab und an zur Hand. Foto: Siegmar Syffus

Der Mensch gönnt sich „öfter mal was Neues“ – doch wohin mit den eigentlich noch guten alten Sachen ? Sie einzulagern oder zu verkaufen lohnt nicht. Also, ab in die Tonne. . . Doch dafür sind der Kinder-Fahrradhelm, das Geschirr, Bücher und Gesellschaftsspiel viel zu schade.

Gut aufgehoben sind solche und etliche andere Gebrauchsgegenstände in der Fundgrube auf dem Sendener Wertstoffhof am Messingweg. Denn dort können sie von Interessierten kostenlos mitgenommen und im Sinne der Müllvermeidung und der Nachhaltigkeit weiter genutzt werden.

Seit einigen Wochen kümmert sich Volker Derks ehrenamtlich um die Fundgrube. So hat er gemeinsam mit Julia Zierow von der Firma Remondis den bis dato eher unübersichtlichen Bereich in die Kategorien Haushaltswaren, Bücher und Werkzeug geordnet und achtet zudem auf die Qualität der abgestellten waren.

„Das Angebot wird gut angenommen. Samstags und am Freitagnachmittag haben wir Stoßverkehr. Da geben sich die Leute hier die Hand“, berichtet Derks, der einerseits hofft, dass noch mehr gute Waren abgegeben werden. Andererseits hält er ein genaues Auge darauf, was in die Regale wandert. „Sonst wird alles Mögliche hier reingestellt, was sonst vorne an den Containern kostenpflichtig entsorgt werden müsste“, weiß er aus Erfahrung.

Nicht nur für den eigenen Gebrauch werden ausrangierte Waren mitgenommen. „Es kommen auch Vertreter von Hilfsorganisationen zur Fundgrube und holen Waren ab, die an Bedürftige weitergegeben werden“, berichtet Jörg Säckl. Bedauerlicherweise dürfen keine gebrauchstüchtigen Elektrogeräte weitervermittelt werden, führt der Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung aus. Grund sei das Haftungsrisiko: Sollten bei der Nutzung der Geräte durch einen vorhandenen technischen Defekt Schäden entstehen, läge die Verantwort aufgrund der bestehenden Rechtslage beim Betreiber der Fundgrube, also bei der Gemeinde Senden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7306217?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F
Nachrichten-Ticker