Hafenplatz kurz vor Fertigstellung
Am Kanal geht‘s flüssig weiter

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Aufgrund verschiedener Verzögerungen zieht sich die Neugestaltung des Sendener Hafenplatzes und der Kanalpromenade seit über zwei Jahren hin. Jetzt liegen die Arbeiten im Zeitplan, so dass der Geh- und Fußweg am Dortmund-Ems-Kanal voraussichtlich Ende Mai wieder freigegeben werden kann.

Donnerstag, 26.03.2020, 12:51 Uhr aktualisiert: 27.03.2020, 12:50 Uhr
Am Sendener Hafenplatz und an der Verlängerung bis zur Einmündung der Straße Droste Gärten laufen die letzten Arbeiten. Ende Mai soll der seit über zwei Jahren gesperrte Weg Richtung Wienkamp wieder freigegeben werden.
Am Sendener Hafenplatz und an der Verlängerung bis zur Einmündung der Straße Droste Gärten laufen die letzten Arbeiten. Ende Mai soll der seit über zwei Jahren gesperrte Weg Richtung Wienkamp wieder freigegeben werden. Foto: Siegmar Syffus

Unter keinem guten Stern stand bislang der Bau des Sendener Hafenplatzes und der Kanalterrassen. Denn aufgrund verschiedener Verzögerungen ist der bei Spaziergängern, Joggern und Radlern beliebte Weg zwischen Wienkamp und Bakenstraße seit über zwei Jahren gesperrt. Das Ende der scheinbar „unendlichen Geschichte“ kommt jetzt endlich in greifbare Nähe.

„Die Regenfälle im Februar haben uns zwar beeinflusst. Wir liegen jetzt aber im Zeitplan“, berichtet Marcus Thies auf Anfrage. Der zuständige Projektleiter in der Sendener Bauverwaltung geht davon aus, dass „mit dem Abschluss der Maßnahme bis Ende Mai zur rechnen ist“. Damit werden die Sperrungen für den Fußgänger- und Radfahrerverkehr längs des Dortmund-Ems-Kanals aufgehoben.

Die ursprüngliche Gestaltungsplanung war Anfang des Jahres durch Beschluss des Gemeindeentwicklungsausschusses erweitert worden (WN berichteten). Der Grund: Die Gemeinde konnte ein privates Grundstück, das innerhalb des Planungsgebietes liegt, erwerben. Es wurde einbezogen, um einen „Platz im Platz“ mit zwei zum Wasser hin ausgerichteten Bänken und drei Bäumen zu schaffen.

Unmittelbar nach Fertigstellung des Hafen- und Terrassenbereiches soll sich der Bau eines Schmutzwasser-Dükers unter dem Dortmund-Ems-Kanal anschließen. „An der Bakenstraße wird zunächst eine acht mal drei Meter große Baugrube ausgehoben“, berichtet Erwin Oberhaus . Von dort aus werde ein circa 100 Meter langes Rohr mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern mit gebührendem Sicherheitsabstand unter der Sohle des Dortmund-Ems-Kanals verlegt, erklärt der Mitarbeiter der Sendener Bauverwaltung. Der Schmutzwasser-Düker wird mit dem einen Ende am Übergang der Münsterstraße in die Mühlenstraße und mit dem anderen Ende jenseits des Dortmund-Ems-Kanals an die bestehenden Schmutzwasserleitung angeschlossen, die zur Kläranlage führt. Während der Bauarbeiten könne der Verkehr über die Bakenstraße nur einseitig geführt werden, sagt Oberhaus. Der neue Düker diene als Bypass, für den Fall, dass die alte Leitung, die sich unter der Sender Kanalbrücke befindet, repariert oder saniert werden muss.

Zur Erinnerung: Schon fünf Wochen nach dem ersten „offiziellen“ Spatenstich am 19. Juni 2017 durch Vertreter aus Politik und Verwaltung hieß es: Der Baustart verzögert sich. Grund waren die zu hohen Ergebnisse bei der Ausschreibung der Arbeiten. Aufgrund des Booms im Bausektor lagen die Angebote der Firmen rund 60 Prozent über den kalkulierten Kosten. Später gab es Lieferverzögerungen, es tauchten ungeahnte Statikprobleme an der Spundwand des Kanals auf, Architekt und Statiker mussten neue Lösungen suchen. Wegen des bereits eingeplanten Düker-Projektes wurde ein Baustopp eingelegt. Dann musste der Düker-Bau verschoben werden, weil auch hier das Ausschreibungsergebnis gewaltig über den kalkulierten Kosten lag.

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