Lieferservice und Aktionen: Unternehmen zeigen Flagge im Netz
Offensive pusht das lokale Online-Shopping

Senden -

Ärmel aufkrempeln statt resignieren: Die Betriebe in Senden gehen trotz oder wegen der Einschränkungen durch die Corona-Krise in die Offensive. Die Brücke zum Kunden schlagen Portale im Internet.

Donnerstag, 26.03.2020, 17:30 Uhr aktualisiert: 27.03.2020, 12:50 Uhr
„Senden packt an“ schlägt eine Brücke in die Betriebe
„Senden packt an“ schlägt eine Brücke in die Betriebe Foto: di

Die Unternehmen gehen in die Offensive – und zwar online. Auf die Herausforderungen, die durch die Corona-Epidemie ausgelöst werden, reagieren Handel und Dienstleister mit der Flucht nach vorn. Ärmel aufkrempeln lautet die Haltung. Die Brücke zu den Kunden wird über das Internet geschlagen. Dazu stehen inzwischen zwei „Kanäle“ zur Verfügung.

Denn: Die Wirtschaftsförderung der Gemeinde Senden hat den Vorstoß von Gabriele Reimchen („Das kleine Ich bin ich“), die eine Facebookgruppe der Sendener Händler und Betriebe gebildet hatte (die WN berichteten) aufgegriffen. Aktuelle Angebote der Sendener Unternehmen finden sich jetzt auf der Homepage der Gemeinde Senden. Prägnant heißt das neue Untermenü „Senden packt an“.

Die Zahl der Betriebe, die sich dort aufführen lassen, steige kontinuierlich an, lautet eine Zwischenbilanz von Melanie Baßenhoff aus dem Team der Wirtschaftsförderung, die „eine gute Idee aufgegriffen“ habe. Das Kapitel auf der Gemeindehomepage soll keine Konkurrenz zur Facebook-Gruppe „Wir verkaufen online - unterstützt die Händler vor Ort in Senden“ sein, auf der sich ebenfalls viel „Traffic“ erkennen lässt. Sondern: „Wir verstehen das als Ergänzung“, betont Baßenhoff.

Innerhalb von zwei Tagen gelang es der Gemeinde mit ihrem Web-Provider das Verzeichnis zu erstellen und mit Inhalten aufzufüllen, die sich fortlaufend ergänzen lassen.

Übersichtlich finden sich auf der Homepage zurzeit 31 Betriebe ganz unterschiedlicher Branchen (Achtung: Um sie sehen zu können, muss im Browser der „Standortzugriff“ erlaubt werden). Als Portal in die Geschäftswelt öffnen sich Kontaktmöglichkeiten und Anfahrtswege sowie (bei den meisten vorhanden) ein Link auf die Firmenhomepage.

Das lokale Online-Shopping lohne sich auf jeden Fall, unterstreicht die gemeindliche Wirtschaftsförderin. Denn einige Unternehmen bieten Lieferdienste oder besondere Gutscheinaktionen an. Die Mahnung, möglichst lokal einzukaufen, gilt generell. Die Wirtschaftsförderer Niklas Esser und Melanie Baßenhoff versehen ihren Appell in einer Mitteilung jetzt aber mit besonderem Nachdruck: „Unterstützen Sie unsere Betriebe vor Ort. Halten Sie Kontakt und schauen Sie, was möglich ist.“

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