Kunstprojekt des JHG
Kontaktsperre und Isolation als Thema kreativ umsetzen

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Wie reagieren die Menschen auf Kontaktsperre und Isolation, wie lässt sich dieses Thema gestalterisch umsetzen? Ein Kunstprojekt am JHG bietet vielfältige kreative Möglichkeiten.

Dienstag, 31.03.2020, 15:10 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 11:58 Uhr
Mit dieser Collage hat sich Neele Hörling am Kunstprojekt des JHG beteiligt.
Mit dieser Collage hat sich Neele Hörling am Kunstprojekt des JHG beteiligt. Foto: JHG

Die Corona- Pandemie hat den Alltag fest in ihren Händen. Diese scheinbare Monotonie in Zeiten eines Kontaktverbots nehmen die Schüler des Joseph-Haydn-Gymnasiums künstlerisch in den Blick und stellen Ausschnitte ihrer Arbeiten auf der Homepage der Schule aus.

Auch am JHG findet der Unterricht inzwischen digital statt. Mit Pinnwänden im Internet und Arbeitsaufträgen per Mail werden die Schüler mit ihrem Unterrichtsstoff versorgt. Die Kunstkurse der EF setzen sich hierbei mit dem Medium des Künstlerbuchs auseinander, so die Pressemitteilung des Gymnasiums. Thematisch steht die eigene Isolation im Zentrum. Ausgangspunkt ist hierbei ein Zitat von Albert Camus aus dem Buch „Der Mensch und die Revolte“ von 1951. „Die wahre Großzügigkeit der Zukunft gegenüber besteht darin, in der Gegenwart alles zu geben.“

Die 46 Schüler sollen einen subjektiven Blick auf ihre Interpretation der Worte richten. Was sind sie bereit zu geben? Welche Einschränkungen sind für sie akzeptabel? Wo sind die persönlichen Grenzen? Ihre Generation ist in den Medien eher mit Schlagworten wie Corona-Parties in Verbindung gebracht. Von einer Sorglosigkeit ist oftmals die Rede. Doch ist dies auch der Umgang der JHG-Schüler?

Thema Isolation künstlerisch umgesetzt

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  • Schüler der Jahrgangsstufe EF haben sich mit dem Thema Isolation und Kontaktsperre künstlerisch auseinandergesetzt: Pauline Schöler.

    Foto: JHG
  • Schüler der Jahrgangsstufe EF haben sich mit dem Thema Isolation und Kontaktsperre künstlerisch auseinandergesetzt: Paula Hillenbrand.

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  • Schüler der Jahrgangsstufe EF haben sich mit dem Thema Isolation und Kontaktsperre künstlerisch auseinandergesetzt: Neele Hörling.

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  • Schüler der Jahrgangsstufe EF haben sich mit dem Thema Isolation und Kontaktsperre künstlerisch auseinandergesetzt: Marlene Riemann.

    Foto: JHG
  • Schüler der Jahrgangsstufe EF haben sich mit dem Thema Isolaton und Kontaktsperre künstlerisch auseinandergesetzt: Maya Tacke.

    Foto: JHG
  • Schüler der Jahrgangsstufe EF haben sich mit dem Thema Isolation und Kontaktsperre künstlerisch auseinandergesetzt: Maya Tacke.

    Foto: JHG
  • Schüler der Jahrgangsstufe EF haben sich mit dem Thema Isolation und Kontaktsperre künstlerisch auseinandergesetzt: Marie-Sophie Schm

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  • Schüler der Jahrgangsstufe EF haben sich mit dem Thema Isolaton und Kontaktsperre künstlerisch auseinandergesetzt: Malte Logermann.

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  • Schüler der Jahrgangsstufe EF haben sich mit dem Thema Isolaton und Kontaktsperre künstlerisch auseinandergesetzt: Lisa Marie Brinkschulte.

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  • Schüler der Jahrgangsstufe EF haben sich mit dem Thema Isolaton und Kontaktsperre künstlerisch auseinandergesetzt: Lara Kosmann.

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  • Schüler der Jahrgangsstufe EF haben sich mit dem Thema Isolaton und Kontaktsperre künstlerisch auseinandergesetzt: Lea Möllers.

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  • Schüler der Jahrgangsstufe EF haben sich mit dem Thema Isolation und Kontaktsperre künstlerisch auseinandergesetzt: Jakub Wilkos.

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  • Schüler der Jahrgangsstufe EF haben sich mit dem Thema Isolation und Kontaktsperre künstlerisch auseinandergesetzt: Josephine Dübe.

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  • Schüler der Jahrgangsstufe EF haben sich mit dem Thema Isolation und Kontaktsperre künstlerisch auseinandergesetzt: Greta Lemmer.

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  • Schüler der Jahrgangsstufe EF haben sich mit dem Thema Isolation und Kontaktsperre künstlerisch auseinandergesetzt: Cora Schnitger.

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  • Schüler der Jahrgangsstufe EF haben sich mit dem Thema Isolation und Kontaktsperre künstlerisch auseinandergesetzt: Christina Greiwe.

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  • Schüler der Jahrgangsstufe EF haben sich mit dem Thema Isolation und Kontaktsperre künstlerisch auseinandergesetzt: Cedric Schulze.

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  • Schüler der Jahrgangsstufe EF haben sich mit dem Thema Isolation und Kontaktsperre künstlerisch auseinandergesetzt: Carolin Entrup.

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  • Schüler der Jahrgangsstufe EF haben sich mit dem Thema Isolation und Kontaktsperre künstlerisch auseinandergesetzt: Alexandra Lind.

    Foto: JHG

Das Künstlerbuch bietet sich als Medium für die Betrachtung des Themas besonders an. Das Kunstwerk in Buchform wurde von vielfältigen Künstlern, wie unter anderem Gerhard Richter und Anselm Kiefer genutzt. Es bietet den Vorteil, dass es mit den unterschiedlichsten Materialien gestaltet werden kann, solange die Schüler zuhause arbeiten können. Mögliche Medien sind Zeichnung, Fotografie, Malerei, Collage oder Assemblage und vieles mehr. Den Schülern sind hier keine Grenzen gesetzt. Ein weiterer Bestandteil ist die Möglichkeit, ein Kunstwerk auf mehreren Seiten zu gestalten. Da die Arbeit nicht nach einem Tag abgeschlossen sein wird, werden so vermehrt die ersten drei Wochen der Schulschließung dokumentiert. Haben die Schüler zu Anfang noch öffentliche Plätze, auf denen sie sich treffen können zur Verfügung, wird es wenige Tage später schon eine künstlerische Auseinandersetzung mit der viel diskutierten Ausgangssperre und ihren Folgen sowie dem Kontaktverbot für die Jugendlichen sein.

Seit der letzten Woche ist eine virtuelle Ausstellung auf der Internetseite des JHGs zu finden. In einer Zeit, in der Museen, Konzerthäuser und Theater ihre Türen geschlossen halten und die Menschen nicht vor die Tür gehen sollen, verlagert sich das Leben in den digitalen Raum. An dieser Schnittstelle setzt die Ausstellung an. Von der letzten Woche bis zu den Osterferien an werden jeden Tag bis zu drei Fotos von Arbeiten der Schüler hochgeladen.

Darüber hinaus werden ebenfalls die anderen Schüler des JHGs eingeladen mit ihren Arbeiten an der Ausstellung teilzunehmen. „Die Ausstellung soll eine möglichst vielfältige Auseinandersetzung mit dem Thema zeigen und so wäre es erfreulich, wenn sich noch mehr Schüler an unserem Projekt beteiligen würden“, bemerkt die betreuende Lehrerin Berte Kostersitz. Die Arbeiten können per Mail eingereicht werden.

 

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